Gartenküche

Beefsteaki mit Bratkartoffeln und Tomatensalat

Der Sommer will einfach nicht kommen. Draußen ist es kühl und wolkig, man mag nicht glauben, dass morgen schon der Juni beginnt. Irgendwie das Wetter für etwas Deftiges. Heute Abend soll es Bratkartoffeln geben, die kann ich eigentlich immer essen. Mit Salat, vorzugsweise mit Tomatensalat und viel Petersilie und Zwiebeln. Hm. Aber heute soll es mehr sein. Mein 90jähriges Schwiemütterchen kommt zu Besuch und hat nach der langen Autofahrt sicher Hunger.

Also habe ich mir mal wieder Frikadellen vorgenommen, immer wieder gerne , immer wieder auf der Suche nach DER Mischung.

Also:

Für die Bratkartoffeln wurden schon gestern Abend die Pellkartoffeln abgekocht. Mehr braucht man dazu nicht sagen, oder? Schälen, schneiden, anbraten, Zwiebeln dazu, ordentlich süßer Paprika, Salz, Pfeffer.

Beefsteaki: (Achtung, das wird ne ganze Menge (für ne Fußballmannschaft mindestens 😉 ), ich esse die gerne noch kalt, also u.U. halbieren)

100g schwarze Belugalinsen

100g Kamut-Weizen

50g gelbe Linsen

50g Bulgur

3 Zwiebeln

3 Zehen Knoblauch

zwei alte Semmeln in Wasser eingeweicht

Öl zum Anbraten

Salz, Pfeffer, süßer Paprika, Muskatnuss, Majoran, Tomatenmark, Hefeflocken, Gemüsebrühe, 1/4l Sojamilch

(Kann natürlich auch eine andere Mischung sein, z.B. Grünkern, andere Linsen …)

Das Getreide und die Linsen grob schroten.

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Ich benutze hierfür eine Hand-Mohn-Mühle. Zwiebeln schneiden und im Öl anbraten. Schrot dazugeben, kurz mitrösten. Tomatenmark dazu. Mit der Sojamilch ablöschen. Gewürze und Gemüsebrühe  dazugebe und mit Wasser auffüllen, bis der Brei ca. 1 Fingerbreit mit Wasser bedeckt ist. Verrühren und zum Blubbern bringen, dann bei ganz kleiner Hitze sehr gut ausquellen lassen.

In den fertigen, abgekühlten Brei die ausgedrückten Semmeln reingeben, evtl. etwas Semmelbrösel einarbeiten, zu kleinen Frikadellen formen und in Öl ausbraten.

Zu den Bratkartoffeln reichen, dazu Tomatensalat. Voila Ein perfektes Sonntagsessen 🙂

(Fazit: Die Beefsteaki haben ausgesprochen lecker geschmeckt. Auch das Schwiemütterchen war ganz beeindruckt, wie das alles ohne Fleisch und Ei überhaupt schmecken kann … Werde ich wieder machen.)

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P.S. Sorry, Bild ist ganz unscharf, aber ich habe es zu spät gesehen, da war alles schon aufgegessen 🙂

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Gartenküche

Suppenwürze — quer durch den Garten

Was tun, wenn im Herbst die letzten Gemüse aus dem Garten kommen. Fragt sich heuer Sabine mit ihrer beeindruckenden diesjährigen Ernte. In meinem Garten steht zwar nur noch der letzte Mangold, aber die schönen Bilder von Sabine erinnerten mich an ein ein wunderbares Rezept für eine Suppenwürze, das ich im letzten Jahr ausprobiert (und für gut befunden) hatte.

Nicht erschrecken, es ist natürlich extrem salzig (also nicht zum direkten „Genuss“ geeignet … aber fertig gekaufte Suppenbrühwürfel, oder -pulver isst man ja auch nicht so. Und selbstgemacht schmeckt es sehr viel besser!

Man kann die Gemüse natürlich auch trocknen, pulverisieren und dann ganz ohne Salz aufheben, aber ich mag diese „frische“ Variante sehr viel lieber. Und ist so simpel herzustellen obendrein.

Suppenwürze

Das folgende Grundrezept ist lediglich ein Beispiel. Die Würze schmeckt letztlich mit allem, was man so an Zutaten reinmischt. Wobei ich finde, dass die „kräftigen“ Zutaten wie Sellerie, Lauch etc. hier nicht fehlen dürfen. Aber sicherlich wird sie immer wieder anders schmecken … je nach dem, was der Garten eben hergibt oder man selbst mag.

Grundrezept

3 Möhren

1 Lauch

4 Zwiebeln

1/2 Sellerie

1/2 Knolle Knobi

roter Paprika

etwas Tomatenmark

Kräuter: Liebstöckel, Petersilie, Schnittlauch …

Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten im Mixer stark zerkleinern. Je nach Flüssigkeitsgehalt der Paste die Masse in einem Haarsieb etwas ausdrücken.

Dann 10g Salz auf 100g der Mischung geben, gut durchmischen. In Schraubgläser abfüllen und kühl aufbewahren. (Hält sich ewig! Mindestens ein Jahr.)

Angebrochene Gläser in den Kühlschrank stellen.

Gartenküche

Kunterbunter Restegratin

Immer wieder stoße ich auf Verwunderung, angesichts meiner vegetarischen Essgewohnheiten. Gar nicht mal wegen der „Sache“ an sich, nein, oftmals ist die Reaktion: „Was isst du denn da?“ oder „Ich wüsste gar nicht, was ich immer kochen sollte.“

Wenn ich mich dann noch „oute“, dass ich kein großer Freund von Tofu und anderen aufbereiteten Lebensmitteln (vegetarisch hin- oder her) bin, also auch selten Veggie-Würstchen, Pasten oder sonstige Fertigfood zu mir nehme, ist das Erstaunen noch größer.

„Ist das nicht schrecklich zeitaufwändig und eintönig?“ … werde ich dann gefragt. Ich kann immer wieder nur betonen: „Nö, gar nicht.“
Es gibt so viel leckeres Gemüse, es gibt, Reis, Kartoffeln, Nudeln. Und da ich normalerweise immer volle Gemüsefächer im Kühlschrank habe, ist auch mein Aufwand beim Einkaufen sicherlich nicht höher, als bei anderen.

Ok. Das Kochen muss einem schon Spaß machen. Was nun aber wieder nichts mit der Entscheidung Fleisch oder kein Fleisch zu tun hat.

Und für alle „mit ohne Ideen“, werde ich jetzt ab und an eines meiner Resteverwertungs-Rezepte hier posten (meist natürlich zumindest zum Teil an die Gartenernte gebunden).

Habe heute auch auf die Uhr gesehen. Vorbereitung: Knappe 30min.  Plus die Zeit im Ofen. Aber die kann man ja anderweitig nutzen. Zum Bloggen oder so.

Zutaten: (Für zwei hungrige Esser) … Gemüseauswahl so, wie der Kühlschrank oder der Garten gerade hergibt. In diesem Fall:

2 Hände voll frische Champignons

1 halbe Zucchini

1 rote Paprika

2 Frühlingszwiebeln

2 kleine Zwiebeln (in Achtel geschnitten)

4 Hände voll Zuckererbsen

2 Knobizehen

1 große Tomate

Salz, schwarzer Pfeffer, etwas Kräuter der Provence

etwas geriebener würziger Käse

6 kleine Rest-Pellkartoffeln

Olivenöl

Zubereitung:

Das Gemüse schnippeln und in einer kleinen Pfanne mit etwas Olivenöl  andünsten (ich beginne immer mit den Pilzen, dann Zwiebeln und den Rest dazu. Ganz zum Schluss die Tomaten, damit es vorher nicht zu nass wird)

Knobi-Zehen pressen und dazu, mit Salz, Pfeffer, Kräutern würzen.

In eine Auflaufform etwas Olivenöl geben, die geschnippelten kalten Kartoffeln hineingeben, die Gemüsemischung darüberschichten, Käse drauf und ab in den Ofen.

Das Gemüse schmeckt mir übrigens auch sehr gut zu Basmatireis. Dann natürlich ohne Käse 😀

Guten Appetit : -)