Gartenküche

Zucchini-Kartoffel Maultaschen

Ich kann es gar nicht oft genug erwähnen, dass einer meiner Lieblingsblogs der vom Salzkörnchen ist. Immer wieder gerne koche ich Rezepte nach. Zudem sind die meisten sehr einfach an meine vegane Küche anzupassen (wenn sie nicht sowieso vegan sind). So auch dieses Maultaschen-Rezept, das ich mir auch sehr gut in der vegetarischen Ur-Variante vorstellen kann.

Eines vorweg. Es hat „HAMMER“gut geschmeckt, ich liege jetzt noch dickbauchig im Sessel 🙂 Auch der Monsieur sieht ziemlich glücklich aus 😀

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Zutaten (ergab ca. 30 Stück, da die Zucchini so groß war, , gleich mehr zum Einfrieren gemacht, etwas Füllung ist übrig geblieben, aber no problem, da findet sich was.)
Nudelteig:
300g Mehl
2 EL Öl
Salz
etwas kaltes Wasser
Füllung:
1 Blech Ofen-Zucchini (aus einer Riesen-gelben-Keule)
2 Knoblauchzehen in Olivenöl auspressen
Chiliflocken, Oregano
einige Margarineflöckchen, etwas Pflanzenrahm
2 EL Semmelbrösel, Worcestersoße, Hefeflocken
Salz, Pfeffer, Muskat
ca. 6 kleine Pellkartoffeln geschält und gerieben
3 EL Margarine, 3 Schalotten (in Ringe geschnitten) als Topping
Zubereitung:
Für den Nudelteig das Mehl, mit Salz, Öl und Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und ruhen lassen. (Ich nehme Handführer mit Knethaken und am Ende die leicht bemehlten Hände. Der Teig soll sich glatt und seidig anfühlen).
Die Zucchini in feine Scheiben hobeln und auf ein Backblech legen. Salzen, pfeffern, Muskat drüber reiben, und nach gewünschter Schärfe die Chiliflocken und das Oregano. Knoblauch auspressen und mit Olivenöl anrühren. Das Knoblauch-Öl über den Zucchini verteilen bzw. träufeln. Einige Margarineflöckchen verteilen. Einige Flecken mit Pflanzensahne setzen, für den „käsigen“ Geschmack etwas Hefeflocken streuen. Zum Schluss noch einige Spritzer Worcestersoße.
Für ca. 30-40min in den Ofen bei ca. 200° Umluft geben, bis oben alles leicht angebräunt ist. Dann abkühlen lassen, in eine Schüssel füllen und kräftig durchrühren. 2 Eßl. Semmelbrösel dazu und zum Abbinden die geriebenen kalten Kartoffeln (am besten vom Vortag).  Zum Schluss nochmal kräftig  abschmecken.
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Den Nudelteig  dünn ausrollen. Häufchen mit der Zucchinifüllung setzen. Den Teig längs über die Füllung klappen und entweder ausradeln oder ausstechen (ich habe so ein Ravioli-Model).
In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser zum Simmern bringen und die Maultaschen darin 8-10 Minuten ziehen lassen.
Margarine schmelzen und die geschnitten Schalotten reingeben und ziehen lassen. Salzen und als Topping über die Maultaschen geben.

 

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Hommage an eine Frucht : Gefüllte Zucchinischiffchen mit Falafelbrät

Für die Jüngeren sind Zucchini vermutlich das, was für mich Bohnen, Erbsen oder Möhren sind. Ein Gemüse eben. Kaum zu glauben, dass sie für mich in der Kindheit völlig unbekannt waren und so im Allgemeinen erst ein Modegemüse der frühen 80er geworden war. Auch andere bestätigten mir das, die ich darum gefragt habe.

In der ersten WG in der ich lebte (eine mit Garten), haben wir dann enthusiastisch gleich — ich meine mindestens zehn — dieser Wunderpflanzen angebaut. Das Ergebnis kann man sich vorstellen … vor allem, weil wir echt fasziniert davon waren, wie groß die Dinger wurden. Und viele und mehr und noch mehr und noch viel viel mehr …

Und wenn wir ehrlich waren, geschmeckt haben uns die Teile eigentlich nicht.  Wir wussten auch nicht recht, was damit anfangen.

Die Keulen in Scheiben schneiden, panieren und braten. War eine Variante.

Die Keulen raspeln und als Puffer ausbacken, eine andere.

Der Versuch, die Dinger in Scheiben einzufrieren … eine Katastrophe. Eingeschlafene Füße dürften besser schmecken.

Ein weiteres Gericht der Zeit, und sehr beliebt bei den Müttern waren: gefüllte Paprika. Mit Hackfleisch gefüllte Paprika. Ich erinnere mich mit Schaudern (ich hasste dieses knatschige Paprikazeugs, auch gekochter Paprika verursachte mir Gänsehaut).

Was lag also näher, als die Zucchini der Länge nach aufzuschneiden und eben so mit Hackfleisch zu füllen (ich will nicht wissen, wie viele das Innere dann stillschweigend einfach entsorgt haben) 😉 Das war eine Variante, die alle mochten. War schließlich 90% Hackfleisch und 10% Zucchini …

Heute kenne ich sehr viele und abwechslungsreiche Rezepte, die mir helfen, die alljährlichen Schwemmen zu verarbeiten. Denn irgendwie ist diese magische Üppe auch verlockend.

Heute jedoch war wieder so ein Tag, an dem ich verzweifelt überlegt habe, was ich mit den reichlichen Früchten denn noch machen könnte. Monsieur hatte schon angedeutet, dass er keine weiteren Puffer mehr akzeptieren würde. Also, warum nicht mal wieder „back to the roots“? Allerdings nicht mit Hackfleisch, das esse ich schon arg lange nicht mehr, aber da geht doch sicher eine Alternative:

Zucchinischiffchen mit Falafelbrät

Zutaten:

3 mittlere Zucchini (der Länge nach aufschneiden und mit einem Teelöffel aushöhlen)

1 Fertig-Packung Falafel-Mehl (alternativ Kichererbsenmehl selbst würzen)

(Besonderheit bei mir: Ich habe mir heute Somalisch gemacht und das übrige Okara mit untergearbeitet, ist aber sicher nicht nötig)

1 Zwiebel, gewürfelt und in etwas Olivenöl angebraten

3 Knobizehen

3 Eßl. Tomatenmark, Salz, Pfeffer, roter Paprika (süß und scharf), Chiliflocken, Cayennepfeffer

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Zubereitung:

Den Falafelteig nach Packungsanleitung mit heißem Wasser ausquellen lassen. Die Zwiebel andünsten und dazugeben. Ein Teil der Zucchini-Innereien kleinschneiden und dazugeben (den erst habe ich zur Seite genommen, davon mache ich morgen mit anderen Früchten Ketchup.)

Den Brät kräftig abschmecken und die Zucchini damit füllen. Da ich zu viel Brät hatte, habe ich noch ein paar ausgehöhlte Tomaten gefüllt. Die Früchte in eine Auflaufform setzen und im Backofen (mit etwas Olivenöl) bei 200° eine Stunde schmoren.

Dazu passt Salat (wir hatten Tomatensalat).

Fazit:

War sehr gut. Auch Monsieur ist bereit, das öfter einmal wieder zu essen 🙂

Gartenträume · Gartenzwerge & grüne Läuse

Der Küchengarten im Juli 2015

Der August ist angebrochen. Heiß und trocken. Es war so lange kalt im Frühjahr, die Pflanzen hatten einen schlechten Start. Nun holen sie sehr unterschiedlich auf. Die Zucchinis explodieren regelrecht, ich muss täglich abernten. Das muss man sich mal vorstellen, eine große Zucchini wächst über den Tag heran. Krass oder?

Ansonsten haben sich im Juli die Beete schon ordentlich geleert. Trotz der massiven Schneckenplage habe ich sehr viel Kohlrabi geerntet. Eine Menge haben wir gleich frisch gegessen, als Gemüse, als Salat … den Rest habe ich eingefroren und als „Kohlrabenkraut“ verkocht und eingeweckt.

Mit einem Teil dieses gehobelten Krauts habe ich mich das erste Mal an das Thema „Milchsauer“ herangewagt. Hab es mit Salz verknetet, dann abgedeckt vergären lassen und schließlich eingeweckt. Und siehe da. Sehr sehr lecker.

Auch die Zwiebelernte (und auch Knoblauch) war nicht zu verachten. Ich hatte verschiedene Sorten. Im letzten Herbst hatte ich einen Rest Steckzwiebelchen gesteckt, das war die Haupternte. Ordentlich Brocken. Im Frühjahr dann säte ich Zwiebelchen aus, die ich allerdings zum größten Teil so nach und nach als Frühlingszwiebeln frisch gegessen habe. Und noch im Beet stehen ausgesäte Gemüsezwiebeln.

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Langsam werde ich besser im Zwiebelzöpfe flechten 🙂 Die ersten sind schon trocken und liegen in einem Korb. Die eigenen Zwiebeln sind ordentlich scharf, ich weine beim Kochen immer bitterlich.

Viel Freude macht mir mein Tomatendschungel. Ich schaffe es ja nie, die Tomaten ordentlich auszugeizen. Jedes Jahr bin ich voller guter Vorsätze, und dann wuchern die Biester und wenn dann schon alles voll Blüten oder gar Früchtchen hängt, bringe ich es einfach nicht übers Herz, die Nebentriebe so gnadenlos zu kappen. Aber auch wenn es vielleicht einige Tomaten weniger oder kleiner sind. Ich habe das feste Gefühl, dass es den Pflanzen so besser geht. Das üppige Grün schützt sie meines Erachtens vor zu viel Hitze und Trockenheit und macht die Pflanze stark gegen die olle Braunfäule. Und : toi toi toi, dieses Jahr noch alles gut.

Jetzt fangen sie an zu reifen, die ersten habe ich schon weggenascht. Dieses Jahre habe ich eine Menge unterschiedlicher Sorten. Mal sehen, wie sich hier machen. Ich stelle mal einige vor:

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Fleischtomaten. Sehr schwer und „fleischig“ eben
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„Stupice“ eine alte Sorte aus der ehemaligen CSSR. Macht sich gut, Wächst sehr üppig. Eine gute „Allrounder“ Salattomate
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Honduras: eine Bauerntomate aus Südamerika. Spannende Fruchtform. Aber ich habe das Gefühl, sie tut sich etwas schwer bei mir. Eine Pflanze kümmert etwas und obwohl sie sehr wüchsig ist, habe ich den Eindruck, sie fühlt sich nicht recht wohl.
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Eine braune Tomate, deren Samen ich aus einer gekauften Bio-Tomate genommen habe. Bin sehr begeistert. Die Pflanze wächst kraftvoll und üppig. Man muss sie kaum geizen. Die Früchte sind schlicht prachtvoll. Bin gespannt auf die reife Frucht und ihren Geschmack!
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Baumtomate. Vor Jahren einmal eine Pflanze auf einem Markt gekauft und seitdem wächst sie unbeirrt gen Himmel 🙂 Eine Pflanze, die so wuchert, dass sie der Braunfäule einfach davon wächst. Meist habe ich im Herbst noch Kiloweise grüne Früchte, die ich nicht reif bekomme, aber das macht nichts. Zum Kochen schmecken die Nachgereiften bis Weihnachten

Das sind lange nicht alle. Weiter habe ich kleine gelbe Birnchen-Tomaten (Danke, Anne), eine Roma von Sabine, die sich sehr gut macht, meine hier schon öfter erwähnte „Scratchy“, eine Sorte, die sich jährlich verändert und wie eine Wundertüte immer neue Überraschungen birgt. Dieses Jahr unglaublich kräftige Pflanzen, die Geize kann ich gar nicht mit den Fingern knipsen, so stark sind die Triebe und vor allem wachsen die Triebe „siamesisch“, kleben also aneinander, so dass die Pflanze noch stärker wird. Die Früchte sind meist mittelgroß und sehr gesund.

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Mein Tomatendschungel im Zaunbeet 🙂

Auch im Rundbeet habe ich einige Tomatensetzlinge unterbringen müssen,  eine weitere „Braune“, dann noch Salattomaten und unbenamte, eigentlich „Kümmerlinge“ die ich einfach überall im Garten ausgesetzt habe.

Auch das Rundbeet und das Weidenzaunbeet lichten sich ein wenig. Eine erste Runde Rote Beete ist abgeerntet und verarbeitet. Die Zuckererbsen abgegessen. Die Saubohnen hatten leider, trotzdem ich sie schon Ende Januar gesteckt hatte, schlimme schwarze Läuse. Der Butterkohl ist bislang eine Enttäuschung, zumindest für mich. Die Schnecken stehen auf die leckeren Blätter und lassen mir kaum etwas übrig.

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Rundbeet-Ausschnitt mit Schwarzwurzeln, Haferwurzeln, Sellerie und Rote Beete
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Rundbeet-Ausschnitt mit rotem Rosenkohl, Zucchini, einigen Tomaten, dahinter Peperoni, Chili und türkischer Aubergine.
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Abgeerntetes Weidenzaunbeet mit Sellerie, Salat, Gurken, Rote Beete, letzte Kohlrabi und Gemüsezwiebel. Vorne angesät: Späte Möhren.

Eine große Enttäuschung waren meine schönen Paprika, Peperoni und Chilis. Ich hatte Unmengen angesät und großgepäppelt und die elenden Nacktschnecken haben sie fast komplett niedergemacht. Ebenso wie meine Kürbisse und die Melone. Schade, aber nicht zu ändern. Da muss ich mir für das nächste Jahr andere Strategien überlegen.

Ein ähnlich komplizierter Kampf war der um die Bohnen. Ich liebe Bohnen. Die Schnecken auch. Ich kann gar nicht zählen, wie viele Bohnen ich gesteckt und wieder gesteckt und vorgezogen habe. Und immer wieder war alles abgefressen oder kam gar nicht erst, weil es so lange so kühl war.

Aber ein wenig konnte ich das Schneckenpack mit der schieren Menge austricksen und so beernte ich jetzt einige Buschbohnen, zwei Stangen und mein „Schamanenbeet“ (umrandet mit Bohnenkraut), das spät noch an einer Stelle entstanden ist, an der wir eine dürre Zuckerhutfichte wegnehmen mussten.

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Es ist zwar nicht der Rede wert und reicht gerade einmal zum frisch essen, aber immerhin … BOHNEN 🙂 Yeah.

Ansonsten? Nun ja, die Brombeerernte hat begonnen und unser im letzten Herbst gepflanzte Wein hat tatsächlich drei (wenn auch etwas gagelige) Henkel mit Trauben 🙂 Tapferes kleines Kerlchen.

Meine beiden Blaubeerbüsche, die ich aus dem alten Garten umgezogen habe, machen mir auch große Freude. Sonnenwarme Blaubeeren direkt in den Mund. So lecker. Hier möchte ich die Reihe noch erweitern. Passt gut in meinen Beerengarten.

Auch ein Herbstprojekt wird es, die wilden Himbeeren aus dem Garten zu schaffen, sie tragen leider überhaupt gar nichts. Ich möchte jedoch die wild wuchernden Himbeerinseln weiterhin so haben und versuche das mit Kultur-Herbsthimbeeren. Mal sehen, ob das was wird.

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Auf der Terrasse wachsen kleine Pflanzen von Brokkoli, Erfurter Zwerg (Blumenkohl), Steckrüben und Wintersalat. Vermutlich schon zu spät, aber ich wollte es einfach nicht versuchen. wer weiß, nach dem langen kalten Frühling kommt vielleicht ein langer milder Herbst. Sie kommen auf das jetzt fast abgeerntete Kartoffelbeet und in das leere Zwiebel-Möhrenbeet.

Ganz vergessen habe ich meine vielen Reihen mit Lauch. In meinem Frühbeetkasten habe ich eine Reihe angesät und immer wenn Lücken in den Beeten entstanden, wurden neue Setzlinge ausgebracht. Wenn die alle werden, dann weiß ich, was es den Winter über geben wird 😉 Gut, dass wir alle den Lauch sehr gerne mögen.

Im hinteren Kastenbeet wächst der Neuseeländer Spinat von Sabine. Den will ich aber noch nicht beernten, der soll sich dort aussäen und mir im Frühjahr als Setzlingkasten dienen. Dann kann ich die Pflanzen dahin setzen, wo ich möchte.

So, genug für heute. Alles kann man doch nicht erzählen. Hatte ich hier eigentlich schon erwähnt, dass im letzten Garteneck, beim Haselnussbusch einfach so, mitten auf dem Nichts, grüner Spargel gewachsen ist? Verrückt oder? Ich habe die vier Pflänzchen nun auswachsen lassen und einen kleinen Zaun gezogen, damit ich weiß, wo sie sind. Im Herbst möchte ich versuchen, den Spargel großflächig auszustechen und in ein eigenes Beet zu versetzen. Projekte 🙂 Ich liebe Projekte. Monsieur nicht so sehr. Aber hilft mir trotzdem immer. Der Gute.

Gartenküche

Zucchini again … and again … and again :-)

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Ja-ha. Es ist wieder soweit. Und das nachdem die Pflanzen einen eher zögerlichen Start hingelegt haben und sehr von der ollen Nachschnecke geplagt wurden (von vier Zucchini haben nur zwei überlebt, Kürbis und Melone musste ich dieses Jahr ganz abschreiben). Nun wachsen im Garten zwei Pflanzen üppig und kräftig. Eine „Zebrazucchini“ mit gefleckten Blättern, die unglaublich viele Früchte ansetzt. Allerdings auch so schnell weiterwuchert,  dass es erhebliche Probleme bereitet, die Früchte zu ernten, ohne sich völlig zu zerkratzen 🙂

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Eine zweite ist aus geschenktem Samen gewachsen (immer wieder ein Wunder, oder?). Es ist so eine schöne „Kultur“, Samen zu tauschen. Früher über den Gartenzaun, heute sehr viel weiter durch die virtuellen Gartenzäune in den sozialen Netzwerken. Hier im Blog finden sich schon einige Rezepte: z.B. die Zucchinipuffer oder Tomatensugo mit Zucchini …..

Dieses Jahr neue Alternativen:

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Zucchini süß-sauer (Variation nach Sabine)

1kg Zucchini

ca. 4 Zwiebeln

3 Tl. Salz

1 rote und eine gelbe Paprika

Ingwer (nach Geschmack, ich: Daumengroßes Stück)

2 Knobizehen

0,5l Apfelessig [memo an mich: mehr Säure]

300ml Wasser

300g brauner Zucker [memo an mich: nächstes Mal nur 150g nehmen. War mir deutlich zu süß]

2 Tl. Kurkuma, Cayennepfeffer

Zubereitung:

Zucchini würfeln, Zwiebeln achteln. Mit dem Salz vermischen und eine Stunde durchziehen lassen. Paprika kleinwürfeln, Ingwer kleine Stückchen schneiden, Knoblauch pressen. Salzwasser abgießen (je nach „Salzigkeit“ die Gemüsewürfel abspülen). Essig, Wasser und Zucker und Kurkuma in einem großen Topf aufkochen. Gemüse dazu und sachte ca. 4-5 Minuten durchziehen lassen. Abschmecken (Schärfe, Salz) Entweder nun ca. 20 Min. Nachsimmern und noch heiß ich Twist-off-Gläser füllen (Marmeladenmethode)

Oder: nach den 5 min. in Weckgläschen/Schraubgläschen füllen und im Einmachtopf 30 min. bei 90° einkochen.

Antipasti in Öl:

Sehr junge Zucchini  … in feine Streifen schneiden.

Paprika … in feine Streifen schneiden.

Zwiebeln achteln (Wer hat und will, weitere passende Antipasta-Gemüse dazu geben)

Kräuter der Provence (oder was der Garten so an mediterranen Kräutern hergibt!) Bei mir: Thymian, Zitronenthymian, Rosmarin, Majoran, Oregano, Basilikum, Salbei …) fein hacken

Knoblauchzehen .. in feine Scheiben schneiden

Olivenöl Salz, Pfeffer, Worcestersauce

Zubereitung:

Das Gemüse nach und nach in Olivenöl anbraten, rausnehmen und zur Seite stellen. Kräuter und Knoblauch im noch heißen Öl anschwenken. Alles mischen und würzen, in ein verschließbares Glas abfüllen, mit Olivenöl bedecken.

Gartenküche

Zucchini meets Apfel oder Rieefkuchen

Jetzt ist es wieder soweit. Die Zucchini-Schwemme rollt. Altbekannte und neue Rezepte werden ausgetauscht, es wird eingelegt, geraspelt, geschnippelt, genudelt (neues Küchengerät!!).

Da Monsieur den genudelten Gemüsen eher skeptisch in die  Augen blickt, bleibt es derzeit an mir, diese Tonnen von Gemüse (zumindest in der Nudelform) in mich reinzuschaufeln. Und nachdem gestern wieder ein Eimer Zucchini aus dem Garten in die Küche kam, hatte ich dann auch genug von „Nudeln“.

Vor einigen Tagen habe ich die ersten Falläpfel nach dem herrlichen Rezept vom Salzkörnchen zu karamellisiertem Apfelmus verarbeitet, ein Glas stand noch im Kühlschrank. Was lag also näher, als es mal mit „Rieefkuchen“ zu versuchen, aus gegebenem Anlass mit Zucchini als Hauptbestandteil.

Zutaten:

4 mittelgroße Zucchini

4 mehlige Kartoffeln

4 kleine Möhren

2 Zwiebeln

2 Eßl. Kartoffelstärke

4 Eßl. (ca.) Kichererbsenmehl

Salz, Pfeffer, 1 Eßl. Hefeflocken

Das Gemüse, die Kartoffeln und Zwiebeln fein reiben und die Flüssigkeit abdrücken. Mit den restlichen Zutaten vermischen, gut abwürzen.

In Rapsöl ausbacken. Noch heiß mit Apfelmus servieren.

Schmeckt natürlich auch deftig mit Tomatensoße oder zum Salat.

Wir (und auch der Monsieur) lieben die kalten Rieefkuchen übrigens auch auf Brot, früher war das die Armeleutevariante für „Schnitzelbrot“ 🙂

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Doch noch ein Erntetag :-) Zucchini-Sugo 2013

Nach zwei Wochen Abwesenheit (Urlaub), war ich doch sehr gespannt und nervös, wegen des Gartens. Nicht, dass da noch so brüllend viel zu holen wäre, aber immerhin Tomaten und Zucchini habe ich schon erwartet. Und nicht zu Unrecht. Zwei große und eine kleine Zucchini und etliche Kilo Tomaten. Die haben sich nochmal erstaunlich gut gemacht. Vor allem die Cocktailtomaten und meine „eigene“ Sorte, die mittelgroß ist und unglaublich wuchert, hatten tolle Früchte. Witzige Sorten sind diesmal wieder dabei. Keine Ahnung, ob ich die ausgesät habe, oder ob die sich mal wieder aufgespalten haben. Eine großfruchtige, fast rosafarbene Frucht, die oben rum einen gelblichen Rand hat, die habe ich mir gleich als Saatgut gesichert, eine sehr fruchtige Tomate mit wenig Säure (wenig Kernen) und viel Fleisch. Gefällt mir gut.

Natürlich war wieder mal die Überlegung, was ich mit den Zucchini mache, ich selbst esse zwar sehr gerne Zucchinipuffer, aber die Familie streikt derzeit. Außerdem bin ich beruflich so eingespannt, dass ich mir überlegt habe, mir eine ordentliche Menge an Gemüsetomatensoße … oder Zucchini-Bolognese oder Sugo zu kochen und dann einzuwecken, so dass ich immer ein schnelles Essen parat habe.

Ich versuche mal zu notieren, wie ich vorgegangen bin:

Hier auf dem Bild seht ihr die ungefähre Menge an „Ausgangsmaterial“:

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Zwiebeln kleinhacken und in Olivenöl andünsten.
Zucchini, Aubergine, Paprika, Äpfel, Knoblauch ebenfalls kleinhäckseln und dazugeben.

Alles schön dünsten. Dann eine Flasche Tomatenpüree, zwei Dosen Tomatenstücke, eine Tube Tomatenmark dazu, statt Süße eine halbe Flasche Tomatenketchup  und alles ordentlich verrühren.

Nun wollte ich das Ganze natürlich auch schön scharf. Ich habe immer ein wenig Schiss, gleich Peperoni oder Chili mitzukochen. Ich bin etwas heikel, wenn es dann doch zu scharf wird.

Also habe ich einen Teil meiner Tomaten aus dem Garten (die angeplatzten, die mussten gleich weg) … in einem Extratopf angedünstet (davor nur grob geviertelt bzw. halbiert. Dazu gab ich die letztens von mir eingeweckten Peperoni (ca. 5 Stück), und vier Knobizehen. Und kräftig Salz. Das Ganze ließ ich einköcheln und habe es dann durch ein Sieb gestrichen. Und was soll ich sagen: Perfekt. Eine tolle scharfe) Soße.

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Ich habe sie zwar dann doch ganz für das viele Sugo gebraucht, aber genau so werde ich wohl meine bald erntereifen Peperoni aus dem Garten verarbeiten und in kleine Gläser einkochen. Dann habe ich eine prima Würze.

Also die scharfe Soße auch noch dazu. Und alles weiterköcheln lassen. Es schmeckte immer noch ein wenig fad, die Zucchini haben eben einfach wenig Eigengeschmack. An Gewürzen habe ich Salz, Pfeffer, Paprika, Kräuter der Provence dazu . Als Pfiff gab ich dann noch einen Schluck Sherry und einen Schluck dunklen Balsamico dazu. Ordentlich einköcheln (ca. eine Stunde) und … peeerfekt.

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So mag ich das Zucchini-Sugo. In verschiedene Portionsgläser abgefüllt, so dass ich je nach Bedarf ein Glas aufmachen kann. Und dann nochmal eine Stunde bei 100° in den Einmachtopf.

Und wieder einmal ein schöner Vorrat geschaffen, der sicher nicht ganz über den Winter reichen wird.

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Gartenküche

Zucchinipuffer mit Tomatensoße und Bohnensalat (vegan)

Egal wie sehr man sich bemüht: einen Tag nicht hingeschaut und schon liegen sie da im Gras, die Keulen … jaja, wir alle wissen, klein schmecken sie am besten, die Zucchinis. Aber was tun, wenn es doch Keulen sind? Panieren, ausbacken … jou, alles möglich. Ganz vergessen: den Nachbarn schenken. Allerdings komme ich jedes Jahr schnell an den Punkt, dass die Nachbarn immer so glasige Augen bekommen wenn sie mich sehen, mit gesenktem Kopf an mir vorbeihuschen und mich keiner mehr recht kennen will. 😦

Also mal wieder selbst an einem neuen Rezept rumgebastelt und eh voila:

Zucchinipuffer einmal ein wenig anders:

Zutaten:

Eine Keule

Haferflocken, Sonnenblumenkerne

gequollener Bulgur (oder auch Couscous) … ich hatte noch einen Rest Bulgur im Tiefkühler (bei der Wärme ratzfatz aufgetaut).

ein „selbstgebasteltes“ Quasi-Ei (in einer Tasse anrühren: 3 Eßl. Sojamehl, etwas Olivenöl, Wasser)

2 Eßl. Hefeflocken

Salz, Pfeffer, Muskat, Knoblauch

Zubereitung:

Zucchini waschen und sehr fein hobeln. Die Zuchinifäden salzen und stehen lassen, bis sie Wasser gezogen haben. Dann in einem Haarsieb gut trockenkneten. Bulgur oder CousCous dazugeben, das Quasi-Ei einrühren, eine Handvoll Sonnenblumenkerne und Haferflocken untermischen, würzen, 10 Min. durchziehen lassen. Der Teig ist nun von der Konsistenz so, dass man Frikadellen formen und diese in Olivenöl ausbacken kann.

Dazu passt immer Salat. Oder aber auch eine Tomatensoße. (Bei mir heute, weil ich keine frischen im Haus hatte, einfach mal eine Arrabiata aus dem Glas).

Und weil die Bohnenernte schon so üppig läuft, eine große Schüssel Bohnensalat dazu. Der geht bei uns immer, auch wenn er jetzt nicht so optimal in der Kombination scheint. Hat aber erstaunlich gut zusammen geschmeckt.

Bon Appetit

Gartenzwerge & grüne Läuse

Kühler Juli

Nach einer anstrengende Woche war ich endlich wieder einmal im Garten. Obwohl der Juli wirklich viel zu kalt und zu nass ist derweil, war es für mich in diesem Fall ein Glück, denn so ist mir wenigstens nichts vertrocknet. Alles (auch die Spontanvegetation) ist gut gewachsen, der Tomatendschungel eher gewuchert (die Pflanzen sind sicher schon an die 1, 60 m hoch)  und alles hängt voller Früchte, jetzt fehlt nur noch ein wenig Wärme. Ich bibbere schon und beäuge jedes braune Blättlein argwöhnisch, weil ich Angst habe, dass die Braunfäule wieder alles vernichtet.

Die Buschbohnen sind jetzt in der letzten Blühphase, denke ich. Gestern noch einen Eimer abgenommen, in einer Woche ist dann vermutlich der Rest durch und ich kann sie rausnehmen. Die Stangenbohnen blühen schon kräftig, da wird es also fast nahtlos weiter gehen mit der Ernte.

Gurken, Kürbisse und Zucchini sind immer noch nicht der Hit in diesem Jahr. Wenn ich an meine Monster-Zucchini-Pflanze im letzten Jahr denke, dann ist das eher sehr kümmerlich. Aber ich will nicht jammern, so habe ich wenigstens keine Not, sie gleich zu verarbeiten … sprich zu essen. Die Gurkenernte war immerhin so, dass ich ein großes Glas russische Einlegegurken ansetzen konnte.  Sie schmecken wirklich lecker.

Die armen Kohlraben aber, die haben es echt nicht leicht, in diesem Jahr. Zuerst die weißen Fliegen, dann die Kohlweißlinge (Raupen) und jetzt fallen die Schnecken über die Blätter her. Vermute ich zumindest, denn so löchrig wie die Blätter aussehen – ein Jammer. Ich habe zwar immer schön brav Tomatenkraut-Jauche angesetzt und die Blätter begossen, aber bei dem vielen Regen ist das auch irgendwie witzlos. Da müssen sie jetzt durch.

Über meine Brombeeren freue ich mich riesig. Ich habe das kleine Pflänzchen (dornenlose) erst im letzten Herbst gesetzt und es wächst und wuchert, dass es eine Freude ist. gestern gab es schon eine erste Hand voll Beeren. Sehr lecker und aromatisch. Die Pflanze hat sicher vier Meter zugelegt, jetzt muss ich mich mal schlau machen, ob ich die einfach wild wuchern lasse oder ob ich die schneiden muss. Auch die Arionabeere ist gut angewachsen, eine kleine Hand voller Früchte wird es sicher geben.

Last, but not least blüht tatsächlich auch noch was anderes, als nur die Ringelblumen (die natürlich auch) – im späten Frühjahr gab es im Gartencenter einiges an reduzierten Knollen und Wurzeln und siehe da, es ist was angegangen. Wo ich doch gar kein Händchen habe mit dem Blumen 😉

Gartenküche

Kunterbunter Restegratin

Immer wieder stoße ich auf Verwunderung, angesichts meiner vegetarischen Essgewohnheiten. Gar nicht mal wegen der „Sache“ an sich, nein, oftmals ist die Reaktion: „Was isst du denn da?“ oder „Ich wüsste gar nicht, was ich immer kochen sollte.“

Wenn ich mich dann noch „oute“, dass ich kein großer Freund von Tofu und anderen aufbereiteten Lebensmitteln (vegetarisch hin- oder her) bin, also auch selten Veggie-Würstchen, Pasten oder sonstige Fertigfood zu mir nehme, ist das Erstaunen noch größer.

„Ist das nicht schrecklich zeitaufwändig und eintönig?“ … werde ich dann gefragt. Ich kann immer wieder nur betonen: „Nö, gar nicht.“
Es gibt so viel leckeres Gemüse, es gibt, Reis, Kartoffeln, Nudeln. Und da ich normalerweise immer volle Gemüsefächer im Kühlschrank habe, ist auch mein Aufwand beim Einkaufen sicherlich nicht höher, als bei anderen.

Ok. Das Kochen muss einem schon Spaß machen. Was nun aber wieder nichts mit der Entscheidung Fleisch oder kein Fleisch zu tun hat.

Und für alle „mit ohne Ideen“, werde ich jetzt ab und an eines meiner Resteverwertungs-Rezepte hier posten (meist natürlich zumindest zum Teil an die Gartenernte gebunden).

Habe heute auch auf die Uhr gesehen. Vorbereitung: Knappe 30min.  Plus die Zeit im Ofen. Aber die kann man ja anderweitig nutzen. Zum Bloggen oder so.

Zutaten: (Für zwei hungrige Esser) … Gemüseauswahl so, wie der Kühlschrank oder der Garten gerade hergibt. In diesem Fall:

2 Hände voll frische Champignons

1 halbe Zucchini

1 rote Paprika

2 Frühlingszwiebeln

2 kleine Zwiebeln (in Achtel geschnitten)

4 Hände voll Zuckererbsen

2 Knobizehen

1 große Tomate

Salz, schwarzer Pfeffer, etwas Kräuter der Provence

etwas geriebener würziger Käse

6 kleine Rest-Pellkartoffeln

Olivenöl

Zubereitung:

Das Gemüse schnippeln und in einer kleinen Pfanne mit etwas Olivenöl  andünsten (ich beginne immer mit den Pilzen, dann Zwiebeln und den Rest dazu. Ganz zum Schluss die Tomaten, damit es vorher nicht zu nass wird)

Knobi-Zehen pressen und dazu, mit Salz, Pfeffer, Kräutern würzen.

In eine Auflaufform etwas Olivenöl geben, die geschnippelten kalten Kartoffeln hineingeben, die Gemüsemischung darüberschichten, Käse drauf und ab in den Ofen.

Das Gemüse schmeckt mir übrigens auch sehr gut zu Basmatireis. Dann natürlich ohne Käse 😀

Guten Appetit : -)