Gartenküche

Stollencookies

 

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So ein ganzer Stollen ist mir manches Mal doch zu viel des Guten. Von daher fand ich dieses Rezept, das ich (in ähnlicher Form) vor einigen Jahren einmal gefunden habe, recht spannend. Mittlerweile etliche Male abgeändert und nun verbloggt für die Sammlung  „Weihnachtsplätzchen“.

Übrigens Orangeat und Zitronat lässt sich super einfach selbst herstellen und schmeckt um Längen besser als das Gekaufte. (Demnächst mal hier im Blog)

Zutaten:
90g Margarine
100g Zucker
120g Mehl
2 Pr. Salz
1 Pr. Zimt
1/2 Tl. Vanillepulver
1 Eßl. Sojamehl
1 Eßl. Zitronat
1 Eßl. Orangeat
2 Eßl. Rosinen
2 Eßl. Datteln
30g grob gehackte Macadamia (geht auch mit Mandeln oder Cashew)
Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
Getrocknete Früchte in 2 Eßl.  Grand Marnier (Orangenlikör) einweichen.
Margarine und Zucker schaumig rühren. Mehl, Gewürze und Früchte unterkneten. Teig etwas ruhen lassen. Vorsichtig daumendick ausrollen und runde Plätzchen abstechen.
Backzeit: 12 min. bei 190°C
Achtung, laufen etwas auseinander.
Nach dem Abkühlen mit etwas Puderzucker bestäuben.
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Hacktopf nach Art Monsieur

Heute war Großkochtag. Wir haben Besuch und so konnte Monsieur endlich mal wieder seinen Hackfleischtopf machen, den er so gerne isst und der sich nur richtig lohnt, wenn man einen großen Topf davon herstellt, ihn ordentlich durchziehen lässt und mindestens dreimal davon essen muss. Bei jedem Aufwärmen wird er besser.

Ich habe heute die Gelegenheit genutzt, dem Monsieur mal über die Schulter zu schauen und parallel zu seinem Schnippeln und Rühren das Gleiche zu machen … in vegan.

So stehen nun zwei volle Töpfe in der Küche bereit und unser Gast hat die Wahl, sich durch die Fleisch- und Vegantöpfe zu mampfen …tagelang.

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Zutaten:
125g Räuchertofu gewürfelt
200g Tofu-„Hack“
2 Möhren
1/2 rote Paprika
2 Zwiebeln
150g Champignons
3 gr. Essiggurken
1/2 Aubergine
Sherry zum Ablöschen
Tomaten in Stücken (Dose) oder Sugo oder ähnliches
Salz, Pfeffer, roter Paprika, Harissa, Kümmel, Cumin, Kräuter der Provence, Tomatenmark, Prise Zucker
Zubereitung:
Alle Zutaten klein würfeln.

 

Veggi-Bolognese anbraten, Zwiebeln dazu. Anrösten.
Gemüse dazugeben, mit Sherry ablöschen. Etwas simmern lassen.
Tomatensoße dazugeben. Leicht köcheln lassen. Ausstellen. Mehrere Stunden durchziehen lassen. Dann vor dem Servieren erwärmen und letztes Abschmecken.

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Schokomuffins mit „Kirschkern“

Ich habe keine Ahnung, wer sie erfunden hat. Aber eine geniale Erfindung sind sie: die Muffins. Welch Vielfalt, Kreativität, welch Möglichkeiten 🙂

Und so einfach und so handlich. Ich liebe Muffins. Als kleinen Zwischendurchhappen, als Mitbringsel, als Gelegenheit. Schnell aus der Hand zu essen, schnell in der Herstellung.

Eines meiner Lieblingsrezepte sind Schokomuffins mit Sauerkirschen. Und während eine große Fuhre justament im Ofen bäckt, hier das Rezept dazu. Heute frisch ausgewogen, dürfte eigentlich nichts schiefgehen 😉image

Zutaten:

Daraus wurden 20 große (also normale) und 30 kleine Muffins (Papiergröße wie größeres Konfekt). Ich schätze ca. 30 normale Muffins

500g Mehl

200g Zucker

2 Tl. Natron, 2 Tl. Backpulver

Vanillepulver, 1 Pr. Salz

8 Eßl. Kakao

2 Gläser Sauerkirschen (abtropfen lassen)

150g Zartbitterschokolade (grob hacken)

200ml gutes (neutrales) Öl. (Mein Geheimtipp ist ein sehr gutes besonderes Rapskernöl, das etwas „buttrig“ schmeckt, aber gutes neutrales günstigeres Pflanzenöl tut es natürlich auch)

300ml Sojamilch

Zubereitung:

Denkbar einfach: In einer großen Schüssel mit einem Kochlöffel alle trockenen Zutaten vermischen. Dann die flüssigen Zutaten dazugeben, zum Schluss die Kirschen und die Schokolade unterrühren. Der Teig sollte die Konsistenz: schwerreißend vom Löffel haben.

Teig in Papierförmchen füllen (ca. 2/3), am besten in Muffinförmchen geben (oder in ein Muffinblech) und ausbacken.

180°C, ca. 25-35 min.

Extra Leckerchen:

Einen besonderen Pfiff gibt es, wenn in das Innere ein Erdnusscreme-Kern kommt.

Da es trotz der ordentlichen Menge nicht genug waren, habe ich noch einen zweiten Teig angerührt: Ohne Schokostückchen, als Frucht tiefgefrorenen Rhabarber. Sind eben für alle kreativen Ansätze geeignet, die Dinger 🙂

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Beefsteaki mit Bratkartoffeln und Tomatensalat

Der Sommer will einfach nicht kommen. Draußen ist es kühl und wolkig, man mag nicht glauben, dass morgen schon der Juni beginnt. Irgendwie das Wetter für etwas Deftiges. Heute Abend soll es Bratkartoffeln geben, die kann ich eigentlich immer essen. Mit Salat, vorzugsweise mit Tomatensalat und viel Petersilie und Zwiebeln. Hm. Aber heute soll es mehr sein. Mein 90jähriges Schwiemütterchen kommt zu Besuch und hat nach der langen Autofahrt sicher Hunger.

Also habe ich mir mal wieder Frikadellen vorgenommen, immer wieder gerne , immer wieder auf der Suche nach DER Mischung.

Also:

Für die Bratkartoffeln wurden schon gestern Abend die Pellkartoffeln abgekocht. Mehr braucht man dazu nicht sagen, oder? Schälen, schneiden, anbraten, Zwiebeln dazu, ordentlich süßer Paprika, Salz, Pfeffer.

Beefsteaki: (Achtung, das wird ne ganze Menge (für ne Fußballmannschaft mindestens 😉 ), ich esse die gerne noch kalt, also u.U. halbieren)

100g schwarze Belugalinsen

100g Kamut-Weizen

50g gelbe Linsen

50g Bulgur

3 Zwiebeln

3 Zehen Knoblauch

zwei alte Semmeln in Wasser eingeweicht

Öl zum Anbraten

Salz, Pfeffer, süßer Paprika, Muskatnuss, Majoran, Tomatenmark, Hefeflocken, Gemüsebrühe, 1/4l Sojamilch

(Kann natürlich auch eine andere Mischung sein, z.B. Grünkern, andere Linsen …)

Das Getreide und die Linsen grob schroten.

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Ich benutze hierfür eine Hand-Mohn-Mühle. Zwiebeln schneiden und im Öl anbraten. Schrot dazugeben, kurz mitrösten. Tomatenmark dazu. Mit der Sojamilch ablöschen. Gewürze und Gemüsebrühe  dazugebe und mit Wasser auffüllen, bis der Brei ca. 1 Fingerbreit mit Wasser bedeckt ist. Verrühren und zum Blubbern bringen, dann bei ganz kleiner Hitze sehr gut ausquellen lassen.

In den fertigen, abgekühlten Brei die ausgedrückten Semmeln reingeben, evtl. etwas Semmelbrösel einarbeiten, zu kleinen Frikadellen formen und in Öl ausbraten.

Zu den Bratkartoffeln reichen, dazu Tomatensalat. Voila Ein perfektes Sonntagsessen 🙂

(Fazit: Die Beefsteaki haben ausgesprochen lecker geschmeckt. Auch das Schwiemütterchen war ganz beeindruckt, wie das alles ohne Fleisch und Ei überhaupt schmecken kann … Werde ich wieder machen.)

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P.S. Sorry, Bild ist ganz unscharf, aber ich habe es zu spät gesehen, da war alles schon aufgegessen 🙂

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Nicht nur für Schäfer: Shepherds Pie

Wenn es draußen ungemütlich wird, ob mit Schnee, Wind, Graupel, Sturm oder einfach nur weil es Herbst oder Winter und früh dunkel ist, da wird mir immer so … so heimelig, so wärmelig, so traut. Das wirkt sich auch auf meinen Appetit auf, mir ist
eher nach was Deftigem, was mich durchwärmt und sättigt. Eines meiner absoluten Lieblingsgerichte ist hierfür ein „Shepherds Pie“ so heiß und bruzzelig, dass man sich mit den ersten Bissen die Gusche verbrennt. Zutaten (für drei Esser … wir schaffen es aber meist auch zu zwein) 😉

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Für den Brei:

1 große Süßkartoffel

4 große mehlige Kartoffeln

Margarine, Pflanzenmilch, Salz, Pfeffer, Muskat

Für die Soße:

1 große Zwiebel

2 große Möhren

1 Dose grüne Linsen (400g Dose) oder am Vortag entsprechende Menge einweichen

1 große Tomate (wenn es noch gibt)

1 Dose geschälte Tomaten

250 ml trockenen Rotwein

Kräuter der Provence, Salz, Pfeffer, Paprika (mild), Cayennepfeffer Olivenöl zum Anbraten

Zum Überbacken: Für die Vegetarier etwas Käse Für die Veganer, je nach Geschmack einfach etwas Hefeflocken, oder Hefeflockenschmelz oder (wers mag) veganen Käse

Zubereitung: Kartoffeln schälen, kleinwürfeln und mit Salzwasser weichkochen. Abgießen, einen dicken Klecks Margarine, eine halbe Tasse Pflanzenmilch dazugeben und mit einem Rührgerät Brei rühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Tipp: Knethaken nehmen, alternativ den klassischen Kartoffelstampfer oder so … Wenn die Kartoffeln aufgesetzt sind: Zwiebel grob würfeln und in Olivenöl andünsten. Möhren schälen, in Zuckerwürfelgroße Stücke schneiden, dazugeben. Tomate grob würfeln, dazugeben. Dose mit Linsen abgießen, dazu, kräftig mit Kräuter der Provence würzen und mit dem Wein ablöschen. Kurz anbrodeln lassen, dann die Dose Tomaten dazugeben, während der Kartoffelkochzeit einköcheln lassen, bis alles dicklich wird. Die Linsen sollen weich sein, die Möhrenstücke noch Biss haben. Mit den Gewürzen kräftig abschmecken. Soße in eine Auflaufform geben, den Kartoffelbrei oben drauf, „Käse“ drauf und nochmal ca. 10min im Backofen (Grill) bei ca. 200 Grad überbacken, bis das „Oben“ knusprig wird.

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Hagebutten-Quitte-Schnitten mit Zimtstreusel

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Draußen ist kalt und ungemütlich. Schon richtig novembrig plötzlich. Ich habe beschlossen, dass man nun beruhigt die Backsaison beginnen kann. In der Obstschale hatte ich eine vergessene Quitte liegen und in der Küche wartete eine Schüssel feuriger Hagebutten auf Weiterverarbeitung. Irgendwie fand ich die Kombination Hagebutte-Quitte spannend, in meiner inneren Nase zuckte es und fragte nach Zimt und Nüssen. Schließlich habe ich in diesem Jahr sogar eigene Haselnüsse 🙂

Zutaten:
Mürbteig

ergibt ca. 20 Stück

350g Mehl
1 Tl. Backpulver, 1 Pr. Salz
150g Margarine
100g brauner Zucker
3Eßl. Sirup, etwas Vanillepulver

Die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Fett und Sirup schaumig rühren, die trockenen Zutaten untermischen, von Hand schnell verkneten. Kalt stellen (mind. 30min.)

Streusel:
50g Margarine
50g Mehl
50g gemahlene Haselnüsse, Mandeln oder andere Nüsse
50g Zucker
1/2 Tl. Zimt

Zutaten von Hand mischen, feine Streusel krümeln

Aufstrich
ca. 150g Hagebutten-Quittenmark (oder nur Hagebutten) … schmeckt sicher auch mit einem anderen säuerlichen Gelee, Aufstrich

Für das Hagebutten-Quittenmark:
ca. 400g Hagebutten (hab vergessen zu wiegen, war eine mittlere Schüssel voll) waschen und verlesen (weiche raus, Stiele abzupfen). Eine Quitte achteln, alles zusammen bis etwa sein Fingerbreit über den Früchten bedecken und ca. 40 min. weichkochen. Die Masse durch ein Sieb streichen (oder Lotte), das Mark abwiegen und 1:1 oder nach Geschmack auch weniger Zucker, kurz und kräftig aufkochen (und rühren). In ein Schüsselchen füllen und zur Seite stellen.

Den Teig ca. 0,5 cm dick ausrollen (geht recht schwer, am einfachsten, auf das Backpapier legen, mit Frischhaltefolie bedecken und auf der Folie auswallen.
Mit dem Hagebuttenmark bestreichen, die Streusel drüberstreuen.

Bei 160 Grad Umluft (bzw. 180 Grad normal) ca. 30 min backen. Noch warm in kleine Rauten oder Happen schneiden.

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Besuch von Mademoiselle: Rustikaler Brombeer-Pie

 

Besuch ist immer was Feines. Besonders fein ist es, wenn das so weit entfernte Kind, das so gar kein Kind und doch immer Kind ist, auf eine Stippvisite vorbeischaut. Leider geht das nicht immer live, aber … dank neuer Möglichkeiten, kann  Mademoiselle  immerhin virtuell mit mir in Verbindung bleiben …UND … tataaammm sogar als Gast-Bloggerin meinen kleinen Blog zieren.

Und so kann ich heute mit stolz geschwellter Mutterbrust präsentieren:

Mademoiselle’s Foraging Adventures on Foreign Shores

Rustikaler Brombeer-Pie

Wenn man, wie ich, als Kind von Madame mit einer Liebe zu Garten, Ernten und Selbstversorgertum aufwächst, dann trifft einen das Studentenleben sans Gemüsebeet durchaus hart. Von daher war die Freude in der WG vor einigen Jahren groß, als wir im Spätsommer feststellten, dass die hiesigen Anwohner anscheinend kein Interesse an den Tonnen wildwachsender Brombeeren im ländlichen England haben. So erlag der akademische Betrieb für einige Tage einem Totalstillstand und in einem großangelegten Subotnik haben wir gut vierzig Kilo Brombeeren „erjagt“. Darauf folgten wilde Marmelade-Experimente, und unzählige Crumbles, die uns Skorbutfrei über den Winter brachten. Seitdem ist viel Zeit vergangen, wir sind älter und weiser geworden, aber haben immer noch keinen Garten … Und somit war klar, kaum dass ich in das Dörfchen zurückgekehrt war – sobald die Brombeeren brommeln, gehen wir wieder auf die Pirsch. Gestern war es dann soweit, und die erste Ausbeute brachte mir ein halbes Kilo ein. Für Marmelade reicht das nicht – und außerdem steht die Subotnik-Großaktion ja noch auf dem Plan – und auf Crumble hatte ich keine Lust. Aber in der englischen Küche stehen Pies und Tarts aller Art immer hoch im Kurs, und zur Great British Bake Off –Saison sowieso. Also, google gefragt, und ein nettes Rezept von Yotam Ottolenghi im guardian gefunden. Dass es nicht vegan ist, ist wurscht, weil wandelbar, und dass es nach Blau- und Johannisbeeren verlangt, wird literaturwissenschaftlich überlesen.

 Zutaten für den Teig:

140g Mehl

1/2 Tl. Backpulver

1 Eßl. Zucker

1 Prise Salz

80g Margarine*

60g veganen Frischkäse*

1/2 Eßl. Apfelessig

Alle trockenen Zutaten vermischen, dann das Fett dazugeben und mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Den Frischkäse und Essig dazu, und den Teig rasch zu einer Masse verkneten, in einen Ball rollen und für mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Zutaten für Belag:

300g Brombeeren

1-2 Tl. Stärke

50g Zucker (kann auch weniger sein)

1/2 Tl. Vanille (oder Zimt, oder Zitronenschale, oder geriebenen Ingwer)

Alles vermischen. Ofen auf 150° Umluft heizen.

Den kalten Teig auf einer bemehlten Oberfläche ca 0,5cm dick, kreisförmig ausrollen (Wenn ich klug gewesen wäre, hätte ich das gleich auf Backpapier gemacht, denn der pie braucht keine Form. Ich war aber nicht klug). Dann die Fruchtmischung in die Mitte geben, und den Rand (ästhetisch ansprechend) faltend einrollen.

Manchmal bepinsel ich solche Ränder gerne mit einer Stärke-Wasser-Mischung oder etwas Sojamilch, habe ich aber in der Gier vergessen.

Dann für ca. 30 Minuten backen, etwas abkühlen lassen und voilá!

*In England ist es schwer, ordentlich feste Margarine zu bekommen. Ich habe mir deshalb angewöhnt, ein Drittel bis zur Hälfte des Fetts mit Kokosfett zu ersetzen. Der Frischkäse, wie von Herrn Ottolenghi verlangt, gibt dem Teig eine sehr weiche Konsistenz, was in der Kombi mit weicher Margarine, wie bei mir, zu der Todsünde der pastry-Herstellung geführt hat: soggy bottom**. Mit fester Margarine oder Butter ist das vermutlich nicht der Fall. Sollte ich den pie noch mal mit veganem Frischkäse im Haus machen, würde ich die Margarine komplett mit Kokosfett ersetzen, aber da ich solche Ersatzprodukte nur selten kaufe, wird der Teig das nächste Mal vermutlich ohnehin ohne Frischkäse und nur mit Margarine/Kokosfett gemacht. Problem solved.

 

** War trotzdem lecker, und der Rand war super.

 

 

 

 

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Spätsommercurry mit knusprigen Tofu-Würfeln

Es ist nicht mehr zu leugnen, der Sommer hat seinen Zenit überschritten. Die Nächte sind wieder kühler, die fleißigen Spinnen weben ihre glitzernden Altweiberfäden. An solchen Tagen überkommt mich gerne wieder die Lust auf deftigere Zutaten. Zum Beispiel Bohnen-Kartoffel-Topf … oder Linsensuppe.

Heute war mir nach indisch. Meine Speisekammer hatte noch einiges Passendes zu bieten, so dass ich mir einen Einkauf sparen konnte 🙂 Yeah.

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1. Reis aufsetzen

2. Für die Tofuwürfel:

1 Päckchen Naturtofu in Würfel schneiden

In einem Schälchen: 6 Eßl. Hefeflocken, 3 Eßl. Speisestärke, Pfeffer mit etwas Zitronensaft (oder Limonensaft) zu einer zähflüssigen Pampe anrühren.

Die Würfel in der Pampe wälzen, in heißem Öl knusprig ausbraten und zur Seite stellen.

3. Spätsommercurry

4 Schalotten grob kleinschneiden, in heißem Öl anbraten

3 große Möhren, grob stifteln, dazu geben

1 Süßkartoffel schälen, stückeln, dazugeben (immer schön umrühren, dass nix anbrennt)

3 Frühkartoffeln in der Schale in dicke Scheiben schneiden, dazu geben,

3 Hände voll, gut gewaschene, halbe, gelbe Linsen dazu (solche, die ca. 12-15 min brauchen, zum weichkochen)

2 Knobizehen, gepresst

Alles weiter gut andünsten, dann 3 Eßl. Tandori-Paste zugeben, mit einem Glas Sugo (bei mir ein Sago mit sehr viel Basilikum, etwas süß-asiatisch abgeschmeckt) ablöschen. Eine Tomatensoße geht sicher auch, alternativ.

EInen kleinen Beutel Kokos-Mark (oder eine kleine Dose) dazugeben … das Ganze köcheln lassen, bis Kartoffeln und Linsen weich sind.

Zusammen mit Reis servieren, die knusprigen Tofuwürfel oben auf geben. Guten Appetit 😀

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Zucchini meets Apfel oder Rieefkuchen

Jetzt ist es wieder soweit. Die Zucchini-Schwemme rollt. Altbekannte und neue Rezepte werden ausgetauscht, es wird eingelegt, geraspelt, geschnippelt, genudelt (neues Küchengerät!!).

Da Monsieur den genudelten Gemüsen eher skeptisch in die  Augen blickt, bleibt es derzeit an mir, diese Tonnen von Gemüse (zumindest in der Nudelform) in mich reinzuschaufeln. Und nachdem gestern wieder ein Eimer Zucchini aus dem Garten in die Küche kam, hatte ich dann auch genug von „Nudeln“.

Vor einigen Tagen habe ich die ersten Falläpfel nach dem herrlichen Rezept vom Salzkörnchen zu karamellisiertem Apfelmus verarbeitet, ein Glas stand noch im Kühlschrank. Was lag also näher, als es mal mit „Rieefkuchen“ zu versuchen, aus gegebenem Anlass mit Zucchini als Hauptbestandteil.

Zutaten:

4 mittelgroße Zucchini

4 mehlige Kartoffeln

4 kleine Möhren

2 Zwiebeln

2 Eßl. Kartoffelstärke

4 Eßl. (ca.) Kichererbsenmehl

Salz, Pfeffer, 1 Eßl. Hefeflocken

Das Gemüse, die Kartoffeln und Zwiebeln fein reiben und die Flüssigkeit abdrücken. Mit den restlichen Zutaten vermischen, gut abwürzen.

In Rapsöl ausbacken. Noch heiß mit Apfelmus servieren.

Schmeckt natürlich auch deftig mit Tomatensoße oder zum Salat.

Wir (und auch der Monsieur) lieben die kalten Rieefkuchen übrigens auch auf Brot, früher war das die Armeleutevariante für „Schnitzelbrot“ 🙂

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Sowieso vegan: Marillenknödel


Bald ist sie wieder vorbei, die Aprikosenzeit. Ich liebe diesen süßherben Geschmack, der so ganz eigen ist für die Marillen oder Aprikosen.

Und bevor sie denn nun wirklich vorbei ist, wird noch einmal geschlemmt. Es gibt verschiedene Varianten der Knödel, mit Brandteig z.B., ich mag sie aber am liebsten im Kartoffelmantel.

Das „veganisieren“ ist hier simpel, das Ei, das bei den meisten Rezepten dabei ist, das braucht man beim Kartoffelteig nicht und Butter durch Margarine ersetzen, chakka, das ist einfach.

 

Für den Teig:

1kg mehlige (wichtig!!) Kartoffeln abkochen, schälen und noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken.

60g weiche Margarine

30g Hartweizengrieß

250g Mehl

1 gute Prise Salz, (nach Bedarf einen Schluck Pflanzenmilch)

Zutaten zu einem Teig verkneten, Rollen formen und gut fingerdicke Scheiben abschneiden, auf einer bemehlten Fläche bereitlegen.

 

Aprikosen (#zähl .. ca. 18 vorbereiten:

Mit einem Kochlöffelstiel die Kerne durchschubsen, den Kern durch ein Stück Würfelzucker (ich mag braunen), ersetzen.

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Knödel:

Die Früchte auf die Teigstücke setzen, zu Knödel formen.

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In einem großen Topf, ca. 10 Min anköcheln und 10 min. ziehen lassen. Die Knödel ab und an drehen.

Margarine in einer großen Pfanne schmelzen, Semmelbrösel und Zucker anbräunen, die Knödel darin „wuzzeln“, servieren und Bon Apetit!!

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