Gartenträume

Im Märzen die Scratchy im Acker rumkratzt ….

Ja, es geht wieder los. Langsam aber sichtbar. Der Frühling kommt. Und vor der Verarbeitung in der veganen Küche steht der Anbau im eigenen Garten. Die Beete müssen vorbereitet, Pflanzen vorgezogen oder direkt im Freiland ausgebracht werden.

Also heute wieder einmal zur Abwechslung kein Rezept sondern ein Blick über den Gartenzaun. Also über meinen Gartenzaun 🙂

Im letzten Jahr habe ich meine Terra Preta-Experimente wieder aufgenommen, und meinen Grasschnitt zusammen mit Pflanzenkohle jeweils in einer Tonne vorfermentiert, bevor die Masse in den Kompost kam. Im Herbst dann wurde der halbverrottete Kompost direkt auf die abgeernteten Beete ausgebracht und als „Zudecke“ noch mit dem letzten Grasschnitt im Jahr zugedeckt. Mollig weich und warm sah das aus 🙂

Über den Winter hatte sich diese Masse etwas verklebt und es begann auch schon zu „grünen“ und zu moosen. Ich war skeptisch. Als ich jedoch gestern mit einer Harke die Beete aufgelockert habe war ich verblüfft über den wunderbaren humushaltigen Boden, der sich locker und feinkrümelig unter meiner Harke auftat.

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Aufgedecktes Winterbeet (Tomatenbeet)

Fein duftend und mit Regenwürmern bevölkert. Kein mühsames Hacken oder „brutales“ Umgraben. Das Tomatenbeet darf so grob bleiben, da dort die Pflanzen direkt rauskommen werden, sobald die Eisheiligen durch sind. Lediglich die Beete, in denen ich aussäen möchte, werde ich noch mit dem Rechen von den groben Bestandteilen freirecheln.

Das andere Beet, das ich nicht so behandeln konnte, da noch Wintergemüse draufstand, sieht deutlich anders, „karger“ aus.

Weidenbeet mit restlichem Wintergemüse
Weidenbeet mit restlichem Wintergemüse

Aber das macht nichts. Hier wird auch eine Schicht Kompost aufgebracht, allerdings schön fein und durchgesiebt und untergeharkt, so dass ich direkt aussäen kann.

Auch wenn es noch trüb und kalt ist, der Rundgang zeigt, die Natur steht in den Startlöchern. Ein zwei Tage Sonne und die Knospen werden platzen. Und ach … ich freu mich so: Die am 2. Januar!!! gesteckten „Test-„Saubohnen, die ich sehr tief (8-10cm) in die Erde gepackt hatte, spitzeln alle.

Saubohnen. Gesteckt am 2. Januar 16
Saubohnen. Gesteckt am 2. Januar 16

 

Bald kommen wieder die furchtbaren Entscheidungen, welche Pflanzen wann in den Garten kommen und auf was ich (meist aus Platzgründen) verzichten muss.

Kartoffeln zum Beispiel. ABER … hier will ich mal versuchen, in die Höhe zu pflanzen (Kartoffelturm). Ich werden berichten 😉 Bis dahin warte ich am neuen improvisierten Bänkchen auf die ersten Sonnenstrahlen.

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Kompostereien

Kompoststampfen und Schwarzes Gold : Terra Preta again

Vor einigen Jahren habe ich das erste Mal von der „TerraPreta“ gehört. Dem Schwarzen Gold, Heilsbringer aus dem Amazonas  …oder so. Auch wenn sicherlich nicht alles Gold, was da glänzt so schwarz ist wie die Biokohle, die man dazu braucht, fasziniert hat mich diese Schwarzerde dennoch. Damals habe ich mit kleinen Balkonexperimenten begonnen und einen Komposter im Schrebergarten mit gutem Erfolg befüllt.

Die Versuche liegen nun schon drei Jahre zurück. Ich kann mich aber erinnern, dass tatsächlich ein ungemein „lebendiges“ Wurmgewimmel im Komposter war. Danach musste ich die Experimente einstellen, ich hatte einfach keine Zeit. Immerhin brachte ich brav immer mein Komposteimerchen von Zuhause mit in mein kleines Gärtchen.

Jetzt mit dem Auenland war die Kompostsammlerei (also die in der Stadtwohnung) plötzlich zum Erliegen gekommen und alle guten Abfälle wanderte in die Biotonne im Hof. Die Strecke ist einfach länger und da wir meist das ganze Wochenedne rausfahren, ist das Auto auch immer gut beladen, mit Katze, Essen, sonstigen Dingen. Da hatten wir keine Lust, auch noch den stinkenden Komposteimer mitzunehmen. Oder besser: Monsieur verweigerte schlicht den Transport 😉

Das TerraPreta ließ mich aber nicht los. Im Auenland begann ich mit einem neuen Experiment. Eine große Tonne, die ich mit Deckel gut abschließen kann, wurde mit Grünmasse bestückt, mit etwas Sauerkrautsaft „geimpft“, dazwischen immer etwas Kohlenstaub und feste gestampft. Über die Wochen füllte sich das Fass langsam. Die Idee: Eine Art Milchsäuregärung wird in Gang gebracht, die Kohle „lädt“ sich mit den Mikroorganismen, die sich anaerob entwickeln, auf. Ähnlich wie beim Sauerkraut.

Gleichzeitig habe ich für die Küchenkompostlösung zwei „Bokashi-Eimer“ angeschafft, die Idee ist die Gleiche: Ich sammle alles Organische, mische immer Kohle dazwischen, ordentlich stampfen, ab und an die Flüssigkeit ablassen. Ist der Eimer voll, kommt er mit ins Auenland, gärt dort noch ein wenig, bis der zweite Eimer gefüllt ist. Die vergorenen Abfälle kommen in den großen Kompost und werden dort vererdet. So der Plan.

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Mein erster Bokshi-Eimer ist noch nicht voll. Da passt erstaunlich viel rein. Der Eimer hat übrigens den Härtetest (40°C draußen) in der Küche gut überstanden. Wenn ich neue Abfälle reinmache, dann riecht es beim Öffnen etwas säuerlich, aber nicht eklig und keine Fliegenschwärme mehr, wie beim Komposteimer und keine Maden und kein Schimmel … na, ihr wisst, wovon ich rede?

Aber zurück ins Auenland: Heute war die große Tonne fällig. Die Gärung läuft nun seit ca. drei-vier Wochen. Da ich Platz brauchte, wo ich das „Kraut“ vererden kann, hatte ich kurz überlegt, eine Grube auszuheben. Angesichts  der Temperaturen und des staubtrockenen Bodens, war ich jedoch eher lustlos, dieses erprobet zu beginnen. Eine andere Idee musste her: Einer meiner Komposter ist mittlerweile so zusammengesackt, dass er nur noch halb voll war. Also habe ich diesen leergeschippt, halbgaren Kompostmulch an den Rosenkohl und die Tomaten gegeben und dann meine „Ingredienzien“ rangefahren. Besser gesagt, mein Laborassistent Monsieur hat angefahren, denn die Tonne war so schwer, ich hätte sie gar nicht auf die Schubkarre bekommen.

Neben dem (nun leeren) Kompost packte ich also einen Haufen frischen Häcksel, das grobe Überbleibsel des gelernten Komposters, den Sack Kohlenstaub (BioChar) und meine Tonne.

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Ich war verblüfft: Obwohl die Tonne nun Wochen in der sengenden Hitze stand, stank der Inhalt wirklich überhaupt nicht. Es roch mild sauer, der Grünschnitt war „Sauerkrautählich“ in der Konsistenz. Auf dem gepressten Rasenschnitt war der weiße Mikroorganismus-Boden, ganz, wie in der Literatur beschrieben.

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Nun habe ich also Schicht um Schicht aus der Tonne, dem frischen Häcksel, halb kompostiertem und immer eine feine Schicht Kohlenstaub aufeinandergeschichtet und am Schluss etwas gepresst. Eh voila. Und nun muss ich geduldig warten.

Im Kompost, den ich leer gemacht habe, war übrigens kein einziger Wurm zu sehen und auch fast keine Tierchen. Zu heiß vielleicht? Mal sehen, ob das nun anders wird. Durch die Lektüre und die Beschäftigung mit dem Thema wurde mir übrigens sehr deutlich, welch ein „Schatz“ und Segen ein Stück Erde für uns Menschen ist. Wenn ich dann mitbekomme, wie wir damit umgehen, dann bekomme ich das kalte Grausen. Umso mehr fühle ich mich in der Pflicht, verantwortungsvoll mit dem Fleckchen Erde umzugehen, für das ich mich entschieden habe. „Grundbesitz als Verpflichtung“ oder so 🙂

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Es geht wieder los :-)

Eigentlich unglaublich, so etwas Mitte April zu schreiben, aber Tatsache: JETZT (erst) geht es wieder los im Garten. War es am Sonntag schon warm und mild, heute war dann richtig frühsommerlich. Naja, der Frühling wird wohl ausfallen in diesem Jahr.

Es ist alles etwas durcheinander. Die Tulpenpracht, auf die ich mich seit Herbst so freue, ist derweil eine Tulpenspitzenpracht, gerade einmal eine winzige Narzisse blüht schon. Dafür kommt aber schon einiges andere, die Apfelblüten sind kurz vor dem Platzen, auch die Johannisbeeren und die Jochelbeeren sind bald da. Ich bange noch ein wenig um meine im Herbst gepflanzten Bäumchen, zwar bin ich mir sicher, dass kleine Triebe zu sehen sind, aber entweder es geht wahnsinnig langsam, oder die Aprikose hat doch noch was abbekommen, in diesem zweiten fiesen Frost so spät im Jahr. Die Birne scheint aber zu kommen. Hoffentlich.

Heute allerdings war großer Tag 🙂

Ausheben des Schwarzen Goldes … ihr erinnert euch an meine Terra Preta Versuche im letzten Jahr? Ich war natürlich ungemein neugierig, ob das was geworden ist. Und was soll ich sagen: Keine Ahnung, ob man das Ergebnis nun Terra Preta nennen kann oder nicht, was man es auf jeden Fall nennen konnte war: Unglaublich toller Kompost. Feinkrümelig, dunkel, sehr gleichmäßige Rotte. Da wo noch groberes Material übrig war, extrem viel „Leben“, ganze Knäuel von roten Kompostwürmern, insgesamt schien mir die Erde sehr „lebendig“. Toll. Leider, leider nur viel zu wenig 😦

Vermutlich hätte ich nun, um wirklich testen zu können, ein Beet dick damit bestreuen sollen, aber ich habe es nicht über das Herz gebracht und so bekamen immerhin zwei große Beete eine dünne Schicht. Ich würde ja doch keinen wirklichen Vergleich haben, denn es ist ja immer von Jahr zu Jahr verschieden. Mal wächst was besser, mal schlechter. Aber sicher ist, dass ich mir wieder feine Kohle bestelle und sie schichtweise in meinen Kompost einarbeite. Die „Gare“ kommt dann denke ich von alleine. Dazu immer mal wieder etwas Zucker und/oder Milchsäurebakterien, dann wird das schon: Terra Scratchy 🙂

Das Foto, das ich gemacht habe, ist relativ umspektakulär, Erde eben 🙂 brauche ich hier nicht zu posten.

Eine zweite Aktion in diesem Jahr ist es, etwas Struktur in den doch ein bissele langweiligen Garten zu bekommen. Ja ich gebe zu, ich selbst bin da nicht so fantasievoll, bin eher der praktische Daumen, der Gemüse ernten möchte. Dieses Jahr habe ich Unterstützung und so wird viel Wert auf Blumen und Kräuter gelegt. Wir haben auch schon zwei kleine Naturzäune angelegt und jetzt bin ich doch begeistert. Sieht toll aus, oder?  Und noch ist nichts gewachsen!

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Ich bin sehr gespannt, wie sich die Bilder in den nächsten Wochen verändern werden. Außen herum wachsen nun Minze und Melissen, innen verschiedene andere Kräuter, Thymian, Rosmarin, weiß-nicht-was, und natürlich Basilisken …äh, Basiliken, Basilikums? … und natürlich  Blumen (auch essbare). Wir werden sehen 🙂

Auf meiner „praktischen“ Seite des Gartens habe ich zwischen die Frühlingszwiebelchen (die ich im Herbst gesteckt habe und die nicht recht wachsen wollen), Möhren und Rote Beete ausgesät. Witzigerweise hat der Stangensellerie, den ich nicht mehr geerntet habe (weil er auch keine Stangen hatte, nur Grün), überlebt und wächst kräftig nach.

Ansonsten habe ich die Beete vorbereitet. Vor vier Wochen habe ich ja die Saubohnen gesteckt (eigentlich schon sehr spät), aber dann kam die Kälte again … und nun ist hier auch alles durcheinander. Habe mal eine der Bohnenkerne ausgebuddelt, die fangen gerade mal an zu keimen. HEY, die sollen fertig sein, wenn dann die Tomaten, Paprika und der andere Kram raus kann. Himmel. Das wird doch nix mehr 😦 Da wird es eng auf den Beeten. Wo ich dieses Jahr gleich zwei große Beete vollgeknallt habe.

Aber genug geschimpft. Lässt sich ja nicht ändern. Und überhaupt. Es ist soooooo schön wieder draußen zu sein, den Rücken zu spüren. Heute waren die ersten Zitronenfalter zu sehen und auch schon andere Schmetterlinge. Riesenhummelm mit Vorderradantrieb #brrrrrrr …. Bienen,  und natürlich die liebestollen Vögel. Ach, meine hysterischen Brandmäuse nicht zu vergessen, die sind einigermaßen empört, weil ich ihnen ihre Wohnung auseinander genommen habe #Kompost.

Sorry, Mäuse 🙂

Kompostereien

Eilmeldung: Der Wurm ist drin!!

6.10.12

Haha … heute eine (für mich!) Wahnsinns-Entdeckung! Habe mal schnell mit der Forke durch den Kompost gegraben und bin fast aus den Socken gerutscht!

HUNDERTE von roten Kompostwürmern … in Blumenkohl-großen-Knäueln wimmelte es. WOW. Hatte ich so noch nicht. Meine Bemühungen scheinen also Früchte zu tragen.

Schade, dass ich keinen Fotoapparat mithatte heute. Bin ganz aus dem Häuschen #lach.

Kompostereien

Der Kompost in meinem Garten

Noch kann ich natürlich keine Ergebnisse herzeigen, was die Kompostereien und die Versuche mit der Terra preta betrifft. Aber einen kleinen Zwischenbericht wollte ich doch mal wieder bringen.

Mittlerweile ist es schon ganz normale Routine geworden, dass ich meine Küchenabfälle auf dem Balkon sammle und schon beim Sammeln mit der Holzkohle vermische.

(Nochmal kurze Zusammenfassung: Ich mische die Küchenabfälle mit Lagen von Holzkohle, manchmal etwas Pappe, auch mal Urgestein). Durch den dichten Verschluss der Eimer beginnt eine (einigermaßen) anaerobe Gärung, ohne Schimmel und kaum Geruch. Ab und an, wenn der Deckel sich sehr wölbt, lass ich etwas „Gas“ ab)

Die dicht verschließenden Eimerchen haben sich als absolut praktikabel erwiesen, denn weder gibt es eine Geruchsbelästigung, noch die üblichen Wolken von Fruchtfliegen. Die letzte Woche hatte ich keine Gelegenheit (Auto), um die Eimer in den Garten zu transportieren, so dass ich ein Rekordlager auf dem Balkon hatte. Lediglich der letzte Eimer, ein „normaler“ grüner Kompostbehälter, der Luftlöcher und einen normalen Deckel hat, war ein „Problemeimer“ mit dem üblichen Gammel und den Fliegen. Ansonsten prima, trotz der schwülen Hitze und der prallen Sonne, die den ganzen Tag auf den Balkon knallt.

Heute also den Kofferraum vollgepackt und alles in den Garten gefahren. Der Gefährte hat zwar etwas gemault (Bin doch kein Mistkarren) – aber was mut mut … schließlich war es nicht meine Schuld, dass es so lange gedauert hat 😉 Hat aber wirklich nicht gerochen. Okay, der grüne schon ein wenig. Aber nur ein wenig.

Im Garten habe ich diese dicke vorgegorene Schicht dann auf meine Gartenabfälle gepackt und darauf dann die Unmengen an Spontanvegetation, die ich nach den zwei Regentagen heute geerntet habe #seufz … oder sagen wir mal, ein Bruchteil davon.

Und so sah das aus:

Ich bin wirklich gespannt wie ein Flitzebogen, wie sich das machen wird.

Nachtrag: 22.7.

Gestern einmal ein wenig in den Kompost hineingegraben. Sehr aktiv! Meines Erachtens geht die Rotte sehr viel schneller voran als sonst. Er ist auch schon sehr gut zusammengesackt, hat eine optimale Feuchte (na, bei dem Wetter aber auch nicht verwunderlich) und wirkt ausgesprochen „lebendig“.

 

 

Kompostereien

Ende Balkon-Phase

Nach nun 10 Tagen intensiver Balkonrotte in voller Hitze, heute der Tag der Tage: Graböffnung 😉

Ich bin baff erstaunt, wie wenig das Ganze riecht. Nur ein ganz milder „gammeliger“, nein, eher säuerlicher Geruch. Oben, die Erde, die ich als Abschluss der Schichten aufgebracht hatte, sieht völlig unverändert aus. Kein Schimmel nichts.

So, nun „Ummmm-rühren“ 😀

Lecker. Es stinkt aber tatsächlich nicht sonderlich. Allerdings hat sich da auch nicht wirklich viel getan. Die Gemüsereste etc. sehen fast unverändert bzw. gut konserviert aus. Ob die Holzkohle nun mit Mikroorganismen „geladen“ ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Einen positiven Nebeneffekt hat das Ganze aber allemal. Ich sammle ja den Kompost für den Garten (der nicht direkt am Haus ist) auf dem Balkon und nehme ihn meist einmal die Woche mit. Das ist im Sommer schon manchmal etwas „geruchsintensiv“. In Zukunft befülle ich meine Eimer einfach nun immer nach dem „Preta-Prinzip“. Einfach zwischendurch ein, zwei Schöpfer der feinen Holzkohle auf die Abfälle, bissele Pappe oder auch mal eine Prise Urgesteinsmehl – Voila.

Die Geruchsbindung ist prima und Viechzeugs habe ich auch noch nicht an den Eimern gesehen. Jetzt kommt das „Experiment“ in den großen Kompost. Da kann ich nun leider nicht mehr so genau beobachten. Allerdings möchte ich bald eine „Wurmprobe“ machen, da war ich nämlich mit meinen bisherigen Kompostversuchen noch nicht 100% zufrieden.

Fazit: Ob ich der terra-preta näher gekommen bin … keine Ahnung. Eine super Lösung für den Balkon-Kompost ist es allemal. Keine Stinkereien mehr 😀

Nachtrag: 3. Juli 2012: Mittlerweile ist es schon Routine, meine kleinen Komposteimer nach obiger Methode zu schichten. Damit habe ich eine wunderbare Methode, die Küchenabfälle für den Garten prima auf dem Balkon sammeln zu können, ganz ohne Geruchsbelästigung und vor allem schon für die Terra Preta vorgemischt und vorgegärt. Denn es arbeitet beid er Wärme schön n den Eimern, die Deckel sind immer gut gewölbt, so dass ich ab und an die Gase ablasse. Aber es schimmelt nicht, was mir aus „schimeltechnischer Hygiene“ auch nicht unwichtig ist. Im Garten kippe ich die Eimer dann einfach zwischen die Schichten der Gartenabfälle. Auf das erste Endergebnis in einigen Wochen bin ich sehr gespannt 🙂

Kompostereien

Erste Misserfolge (blaue Tonne)

Mein erster Versuch mit einem Ansatz für Terra preta ist ja noch nicht so lange her (die blaue Tonne vom 6. Juni) und in diese habe ich heute einmal hineingesehen. Es war ja der Versuch, Grillkohle selbst zu zerkleinern. War schon in der Umsetzung eine eher schwierige und unproduktive (und vor allem fürchterlich staubige und dreckige) Angelegenheit. Mag ja sein, dass es noch zu früh war, aber der Blick in die Tonne war … mhm … BÄH.
Es roch äußerst unangenehm und hat begonnen, grünen Schimmel anzusetzen.
Kurz entschlossen habe ich die Pampe als Zwischenschicht in einen Komposthaufen verteilt und mit einer Schicht frischen Gartenabfälle abgedeckt. Ich denke, mit der Vererdung wird der üble Geruch verschwinden.
Vermutlich war hier einfach zu wenig von der Kohle geschichtet. Der kleine „Bläheimer“ auf dem Balkon sieht (noch) besser aus.
Aber der steht ja auch erst seit ein paar Tagen.
Nun denn … auf ein Neues. Den blauen Eimer habe ich nun auch auf dem Balkon stehen und schichte nun direkt den Küchenkompost zusammen mit Kohle und Urgestein etc. Dann hat er (bis er voll ist) schon Zeit ein wenig anzugären, bevor er in den Kompost kommt. Passt denke ich so ganz gut.

Kompostereien

Kompostexperiment II (Balkon) – step by step

Da ich nun alle „Ingredienzien“ zu Hause habe, dachte ich, dass ich zusätzlich zu meinem Gartenexperiment, eine kleine Versuchsreihe auf dem Balkon laufen lassen könnte.
Üblicherweise sammle ich meine Küchenabfälle in kleinen Eimern, die ich dann mit in den Garten nehme. Im Sommer ist das manchmal schon etwas geruchsintensiv, aber es hält sich eigentlich in Grenzen. Die Idee ist nun, in direktem Vergleich die „Gare“ einmal zu beobachten.

[Anmerkung: Ich wurde darauf hingewiesen, dass man beim Kompostieren auch Luftzufuhr braucht. Jaaa, auf jeden Fall. Aber hier soll noch nicht kompostiert werden, mit dieser Vorstufe möchte ich die Biokohle nur mit Nährstoffen und Mikroben „aufladen“. Wenn es ordentlich (anaerob) durchgegärt ist, dann kommt die Pampe auf jeden Fall in den Komposter im Garten, um dort dann (hoffentlich) das Ergebnis maßgeblich zu verbessern.]

 

1) Dazu nehme ich eines meiner Eimerchen (ehemalige Katzenfuttereimer)

2) Auf den Boden streue ich kleine Schnipsel Kartonage, das soll etwas die Feuchtigkeit anbinden

3) Diese Schnipsel feuchte ich mit etwas „Humofix“ an, ein Kräuterpulver, das ich über die Abtei Fulda erstanden habe und einmal an meinen Pflanzen testen wollte. In der Literflasche ist eine Messerspitze des Pulvers in einem Liter Wasser aufgelöst. Davon sprenkle ich also was auf das Papier

4) Nun einen Löffel von der Pflanzenkohle

5) Und jetzt die Küchenabfälle

6) Etwas Urgesteinsmehl drauf

7) Und weiter schichten und schön fest andrücken.

Die Schichten habe ich zwischendurch nochmals abgewechselt mit Pappe und etwas Humofixlösung, am Ende kam noch eine Schicht Brösel von altem, nicht mehr leckerem Knäckebrot (hat Wasser gezogen, Pappe :-(). Durch das Brot hoffe ich, einige Milchsäurebakterien in Schwung zu bekommen.

8) Zum Abschluss packe ich eine Schicht alte Blumenerde oben drauf, drücke alles ganz fest und voila. Fertig ist die Mischung. Dann Deckel drauf und in die Sonne gestellt. Na, hoffentlich fliegt mir das nicht um die Ohren 😉