Gartenküche

Holzfäller-Teller mit homemade Sauerkraut

Draußen ist novembernebelgrau … dunkel und man ahnt den Winter. Zeit für die ersten Vorräte. Premiere, heute wird das selbst eingestampfte Sauerkraut verkostet. Es gärt nun seit vier Wochen im Steinguttopf.  Eingestampft mit Salz (9g auf ein Kilo Kraut), etwas Kümmel, Pimentkörner, ein Hauch Ansissamen. Die fehlende Flüssigkeit habe ich mit einem trockenen Weißwein aufgefüllt)

Und weil es mal wieder so spät ist und schnell gehen soll, ein flinkes Essen:

Zutaten:

4 kleine Pellkartoffeln vom Vortag

5 Champignons

1 kl. Schalotte

1 veganer Landjäger (Rauchstick)

Sauerkraut aus dem Fass (geht natürlich auch gekauftes, dann etwas mehr Zeit zum weichkochen einplanen)

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in die heiße Pfanne geben, Pilze schneiden, dazu geben.

Etwas Öl dazu, alles knusprig anbraten, Zwiebel in halbe Ringe schneiden Ringe, den Rauchstick klein würfeln, alles anknuspern. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.

Sauerkraut wärmen, dazu geben.

Und fertig.

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Gartenküche

„Gereizte“ Knödel mit Sauerkraut

Und so geht „zünftig“ und vegan und vor allem schnell:

Die vom Vortag übrigen Kräuterknödel in Scheiben schneiden, in einer Pfanne mit „buttrigem“ Rapskernöl knusprig anbraten. Zwei Schalotten in Ringe schneiden und dazu geben, einen veganen „Landjäger“ in Würfel schneiden (alternativ etwas Räuchertofu) und dazugeben. Kräftig pfeffern und mit  süßem Paprika abschmecken.

Nebenher Sauerkraut wärmen.

Et voila: Lecker, schnell, deftig und vegan.

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Gartenküche

Veganes Gulasch nach Szegediner Art

Tja, was soll ich sagen: Dieses Jahr ist noch nichts mit Garten. Zwar wachsen meine kleinen Pflanzen schon am Fensterbrett ran, aber alles noch weit davon entfernt, es Frühling zu nennen. Nun gut, ich will nicht jammern, auch wenn ich mir Ostern eigentlich anders vorgestellt hatte. Aber bitte, wenn es eben nichts zum Gärtnern gibt, dann wenigstens was gutes zu essen. Einige vegetarische Rezepte gibt es hier ja schon auf der Seite, aber da ich zur zeit „veganen Besuch“ habe, war das für mich auch nochmal eine neue Herausforderung. Und bei der Kälte hatten wir beide Lust auf was richtig schön Deftiges. Geht das vegan? Jou, geht. Und wie. Und ziemlich simple auch.

Eh voila, aufgeschrieben zum Nachkochen 🙂

Veganes Gulasch nach Szegediner Art mit Böhmischen Semmelknödeln (Vegan adaptiert nach Omas Rezept)

Es braucht:

Für das Gulasch:

1 Räuchertofu, 2 große Zwiebeln, 3 Schalotten, 2 Knoblauchzehen. Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika (süß und scharf), Kümmel, Rotwein, Tomaten im Glas, Olivenöl, Sauerkraut

Zubereitung:

Den Tofu in Würfel schneiden. Aus ca. 4 Eßl. Olivenöl, Salz, Pfeffer, Paprika und ausgepresstem Knobi eine kräftige Marinade anrühren, die Tofuwürfel einlegen, verrühren und schön lange ziehen lassen (ca. eine halbe Stunde mindestens)

Derweil die Zwiebel in halbe Ringe schneiden.

Den eingelegten Tofu in Olivenöl knusprig anbraten, die Zwiebeln dazugeben, weiter andünsten. Das Ganze mit ca. einem Viertel Rotwein ablöschen, die Tomatenstücke dazugeben und alles etwas eine halbe Stunde köcheln lassen. Dann das Sauerkraut dazugeben (ein Glas), Kümmel nach Geschmack und eine weitere viertel Stunde köcheln. Dann die Herdplatte ausschalten, das Gericht gut durchziehen lassen. (Jeder weiß, Gerichte mit Sauerkraut schmecken am nächsten Tag besonders gut 😉 Also gut auch schon einen Tag vorher zum Vorbereiten). Wenn die Knödel (oder auch andere Beilagen, Kartoffeln zum Beispiel) fertig sind, einfach wieder aufwärmen und fertig abschmecken. Je nach Bedarf, Geschmack kann man noch einen Klecks vegane Reis-, Soja- oder andere Sahne dazugeben. Mir hat es nicht gefehlt.

Semmelknödel nach böhmischer Art

Es sind zwar Semmelknödel, diese hier werden allerdings anders gemacht, als die klassischen aus Bayern. Zuerst werden alte Brötchen in kleine Würfel geschnitten (ich hebe mir in Papiertüten dafür immer die übrig gebliebenen Sonntagsbrötchen auf). Dann einen Pfannkuchenteig herstellen. Hier die vegane Art. Für Nicht-Veganer einfach einen „klassischen“ Pfannkuchenteig mit Milch und Eiern.

Menge (etwas schwierig anzugeben, da es ein „Oma-Rezept“ ist, macht man das so aus dem Handgelenk:

Pro Person ca. vier gehäufte Eßl. Mehl in eine Schüssel geben. Salz dazu. Als Eiersatz einen Eßl. feines Sojamehl mit etwas Wasser glattrühren, dazugeben. Mit Hafer-, Dinkel- oder Sojamilch recht flüssigen Teig anrühren, einen Schluck Sprudelwasser dazugeben. Nun die Brötchenbrocken einrühren, etwas durchziehen lassen und Knödel formen. In leicht sprudelndem Wasser 20 min. köcheln. Nach den 20 Min. Kochzeit die Knödel einzeln herausnehmen und sofort mit einem Nähfaden „durchschneiden“ (also Faden um den Knödel legen, über Kreuz nehmen und ziehen). Die halbierten Knödel kurz abdampfen lassen und mit dem Gulasch servieren.

Und: Guten Appetit 🙂

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