Gartenküche · Weihnachtsbäckerei

Dreckbatzerl

Draußen ist es grau und nass und nass und grau. Einer dieser Tage, an denen es der Seele wohl tut, wenn es in der Stube warm ist und fein duftet. Da passt es gut, das schöne Rezept vom Salzkörnchen auszuprobieren. Ich habe nur wenige Anpassungen vorgenommen, also nur Butter und Ei ersetzt bzw. ausgetauscht.  Bei ihr heißen die Plätzchen Schoko-Schnee-Kugeln. Dazu habe ich aber wenig Assoziationen, ich nenne sie mal „Dreckbatzerl“ 😉 Weil … ganz so schön gleichmäßig wie beim Salzkörnchen sind die meinen nicht geworden. Aber sie schmecken sehr lecker. Unglaublich schokoladig, ein wenig knusprig außen und zart und mürbe innen:

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Zutaten:

100g Schokolade (50% Kakao)
50g Margarine
1 Eßl. Sojamehl in Rapsöl angerührt
60g Rohrohrzucker
100g Dinkelmehl
1 EL  Kakaopulver
1/4 TL Backpulver
Salz
1 Eßl. Lebkuchengewürz
1 EL Kirschwasser
Puderzucker zum Wälzen
Zubereitung:
Die Schokolade  mit der Margarine im Töpfchen schmelzen. Etwas abkühlen lassen. In einer Schüssel Mehl, Kakao, Backpulver, Gewürze und Obstler vermischen.  Soja-Rapscreme und Zucker zugeben und die Schokoladen-Margarine unterrühren. Zeig kennen und schon kleinere Rollen formen. Teig kühlstellen.
Backofen auf 170 Grad vorheizen.
Puderzucker in eine kleine Schüssel oder Müslischale sieben. Kleine Scheiben von den Rollen abschneiden und zu Kugeln formen. Ordentlich dick im Puderzucker wälzen und auf das Backblech setzen. Ca. 10-12 Minuten backen.
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Stollencookies

 

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So ein ganzer Stollen ist mir manches Mal doch zu viel des Guten. Von daher fand ich dieses Rezept, das ich (in ähnlicher Form) vor einigen Jahren einmal gefunden habe, recht spannend. Mittlerweile etliche Male abgeändert und nun verbloggt für die Sammlung  „Weihnachtsplätzchen“.

Übrigens Orangeat und Zitronat lässt sich super einfach selbst herstellen und schmeckt um Längen besser als das Gekaufte. (Demnächst mal hier im Blog)

Zutaten:
90g Margarine
100g Zucker
120g Mehl
2 Pr. Salz
1 Pr. Zimt
1/2 Tl. Vanillepulver
1 Eßl. Sojamehl
1 Eßl. Zitronat
1 Eßl. Orangeat
2 Eßl. Rosinen
2 Eßl. Datteln
30g grob gehackte Macadamia (geht auch mit Mandeln oder Cashew)
Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
Getrocknete Früchte in 2 Eßl.  Grand Marnier (Orangenlikör) einweichen.
Margarine und Zucker schaumig rühren. Mehl, Gewürze und Früchte unterkneten. Teig etwas ruhen lassen. Vorsichtig daumendick ausrollen und runde Plätzchen abstechen.
Backzeit: 12 min. bei 190°C
Achtung, laufen etwas auseinander.
Nach dem Abkühlen mit etwas Puderzucker bestäuben.
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Bärige Tatzen

Heute nur ein kleines Rezept zum Beginn der Back-Season 2015

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Im letzten Winter habe ich beim Wegräumen der Weihnachtssachen im Keller meines Schwiemütterchens einen Karton voller Schätze gefunden. Alte bis uralte Plätzchen-Ausstecher und Förmchen. Vor allem die muschelartigen Schälchen hatten es mir angetan und gleich wurde Schwiemu interviewt, was man denn damit anfängt.

Bärentatzen machte sie damit. Und ich kann sie alle haben. Und eines darf ich nie … nie, niemals nie. Die Förmchen abwaschen. Sonst klebt alles. Und wird nix. Ich hab mich riesig gefreut über die Kiste. Allerdings … anbacken hin oder her. Die Teile MUSSTEN abgewaschen werden. Nach vielen Jahren im Keller, Staub, altes Fett … nein, beim besten Willen. Ich habe sie also ordentlich geschrubbt und dann (bin ja schon Profi, wegen meiner Brotbackformen) … dann habe ich sie im Backofen wieder neu eingebrannt. Also mit etwas Kokosfett eingerieben und eine Stunde bei 100°C kopfüber im Backofen stehen lassen.

Der Teig war sehr schnell hergestellt:

Zutaten

180g Nüsse fein gemahlen (ich habe frisch geröstete Haselnüsse aus eigener Ernte verarbeitet)
250g Margarine
200 g brauner Zucker
360g Mehl
2 Tl. Zimt, 1 Messerspitze gemahlene Nelken, 4 Eßl. Kakao

Alles zu einem glatten Teig verkneten.

Tatzen

Schwieriger war es, mit den dürftigen Angaben (siehe oben) weiterzuarbeiten. Da brauchte ich noch die Kindheitserinnerungen von Monsieur und Zuversicht 😉

Den Teig ließ ich ca. eine Stunde kühl  ruhen und habe dann Stücke abgeteilt und Rollen geformt. Davon kleine Batzen abgeschnitten und so dünn wie möglich rein in die Tatzen gedrückt.

Bei 170° C wurden diese dann ca. 15 min. gebacken.

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Nach dem Rausholen etwas auskühlen lassen, dann mit einem kleinen Schlag auf ein Küchenbrettchen lagen sie schon da … zart und zerbrechlich und sehr sehr lecker. Bärige Tatzen.

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Anis-Brödle

Anis … als Kind war es eine Hassliebe, z.B. in Form der „Springerle“, steinharte Plätzchen, an denen man stundenlang knuspern, lutschen und knabbern konnte. Den Anisgeschmack mochte ich zwar irgendwie nicht, aber irgendwie doch, sie waren einfach großartig 🙂

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Neulich kamen mir die Anissamen, die ich mal als Brotgewürz gekauft hatte beim Aufräumen der Gewürzschublade unter und ich knabberte ein Samenkorn. Diese Geschmacksexplosion ließ mich sofort vergessen, dass ich sie einmal nicht mochte. Gleich suchte ich nach einem schönen Springerle Rezept. Aber leider leider, alle mit Ei.

Heute jedoch fand ich auf einem sehr schönen Food-Blog ein Rezept, das ich gleich nachgebacken habe. Es ist nicht das, was ich als Springerle kenne (viel zarter und weicher sowieso), aber es kommt dem sehr nahe … und macht sooo süchtig.

Zutaten:

2 Eßl. Maisstärke

80ml Wasser

1 Eßl. Kokosöl

200g Puderzucker

2 Eßl. Anissamen

250g Mehl (405er)

1Pr. Salz

Das Kokosöl schmelzen. Stärke mit Wasser gut verrühren. In einer Schüssel, Öl, Stärkewasser, Puderzucker, Anis und Salz vermischen. Mehl unterheben und alles zu einem Teig vermengen. Ca. 1cm dicke Rollen formen und ca. 1cm dicke Stückchen zweimal einschneiden und dann durchschneiden.

Alternativ dick ausrollen und Formen ausstechen. Die Plätzchen 24 Std. an der Luft trocknen lassen.

Ca. 20 min. bei 140° C auf mittlerer Schiene backen. Achtung, nicht zu hart werden lassen. Sie trocknen noch nach.

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Hilda-Brödle (vegan)

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Woher diese Plätzchen ihren Namen haben, das weiß ich nicht. Als Kind dachte ich immer, sie hießen nach meiner Tante Hilda und wunderte mich gar manches mal, dass es gerade bei ihr dieses von mir so heißgeliebte Gebäck so selten gab.

Mittlerweile weiß ich allerdings, dass die Leckerchen viele verschiedene Namen haben: Spitzbuben zum Beispiel oder Linzerplätzchen oder auch Terassengebäck. Für mich werden es wohl immer die Hilda-Brödle bleiben.

In diesem Jahr allerdings brauchte ich eine vegane Variante für dieses (nicht nur mein) Lieblingsgebäck. Nicht unbedingt für mich, so streng bin ich nicht, (wenn ich weiß wo die Eier herkommen). Aber mein Kind ist streng 😉 deshalb experimentiere ich dieses Jahr mit Rezepten. Da ich mittlerweile schon recht geübt bin mit der veganen Bäckerei, habe ich mich mal an eine Eigenkreation gewagt und siehe da, es mundet. Der Teig ist etwas weicher als ich es sonst gewohnt bin, das mag am verwendeten Puderzucker liegen. Den habe ich genommen, weil ich nicht genug anderen im Haus hatte 😀 Dafür sind die fertigen Plätzchen ganz exquisit „mürbe“, eine Konsistenz, die fast an gekaufte erinnert und die ich so noch nicht erreicht haben. Hier also der erste Schwung Weihnachtsplätzchen, in Gedenken an Tante Hilda.

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Teig:
 250 g Margarine (z.B. Alsan)
200 g Puderzucker
50 g Rohrzucker
500 g Mehl
1/2 P. Backpulver
4 Eßl. Sojamehl
4 Eßl. neutrales Öl
Wasser
als Ei-Ersatz anrühren
1 Tl. Vanillepulver
 1 Eßl. Whisky (oder Rum)
1 Eßl. Zitronensaft
Füllung:
Rotes Gelee (je nach Festigkeit mit etwas „Schnappes“ glattrühren. Ich hab Kirschwasser genommen.
Mein Gelee war Jochelbeergelee aus dem Garten.
Auch gut Rotes Johannisbeergelee
Zubereitung:
Alle Zutaten mischen und einen glatten Knettteig herstellen. Kalt stellen.
Ausrollen und Plätzchen ausstechen. Boden und „Deckel“ backen. Auskühlen. Boden mit Gelee bestreichen und Deckel drauf.
Nach Geschmack noch mit Puderzucker abstäuben.
Backzeit:
ca. 10 min. bei 175°C
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A snowy Sundayafternoon …

Draußen schneit es. Wunderschön. Den ganzen Tag rieselt und stürmt es, der Schnee bleibt immer höher liegen. Von draußen kann man das Kratzen der Schneeschieber hören.

Ich bleibe zu Hause. Und backe ein wenig. Warmer  Honig- und Lebkuchenduft zieht nun durch die Räume. Und das Ergebnis? Na, schaut her.

Ein Rezept braucht es für den Burschen vermutlich nicht, oder? (Er hat übrigens ca. 52 Kollegen derzeit) 🙂

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