Gartenküche

Kohlrabi-Spaghetti mit Tomatensoße, veganen Steaks und knusprigen Champignons

Nach der Süßorgie mit dem Träubleskuchen (übrigens schon an einem Tag der Renner auf meinem Blog, ihr alten Süßschnuten 😉 ) … also nach dem Träubleskuchen gibt es mal wieder was Gemüsiges. Aber so als Nachtrag: der Monsieur hat heute die im Kühlschrank gelagerten Reste gefuttert und meinte, sowohl Konsistenz als auch Geschmack wären ausgezeichnet gewesen. Vielleicht wäre eine sinnvolle Maßnahme gegen das „Aussaften“ gewesen, den Kuchen einfach richtig abkühlen zu lassen vor dem Anschneiden 😉 Aber er war lauwarm halt arg lecker.

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Aber jetzt zum heutigen Abendessen. Gestern habe ich so ungefähr acht Kohlrabi abgeerntet und mit nach Hause genommen. Frisch essen, was geht, verkochen was geht, den Rest einkochen.

Eine gute Gelegenheit, wieder einmal dieses Gemüse-Kurbel-Dingens zu nutzen, ein lustiges Geburtstagsgeschenk vor ein paar Jahren, mit dem man Zucchini oder eben Kohlrabi in lustige lange Nudeln raspeln kann.

Dazu wollte ich eine Soße (hatte noch zwei Gläser Sugo) und etwas zum „Beißen“. Ich liebe knusprige Champignons. Derzeit ist Mademoiselle zu Besuch und giert gar sehr nach veganem „Vleisch“, da sie in veganer und monetärer Diaspora lebend gar zu selten die Gelegenheit hat. Da mag man schon mal an Mutterns Kochtöpfen schlemmen 😀

Insegesamt ein superschnelles fast schon fast-food-zu nennendes Schnellgericht, prima geeignet nach einem langen Arbeitstag.

(Ich weiß, das unten stehende Bild kann mal wieder keinen Blumentopf gewinnen, aber ich wollte die „Nudeln“ etwas mehr zur Geltung bringen und dann war plötzlich die Gabel schmutzig und ich hatte Hunger und dann dachte ich: auch egal. So sieht es eben aus bei Scratchy nach dem Kochen 🙂 ) Guten Appetit!

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Zutaten: (Für 2 Personen)

Kohlrabispaghetti

3 Kohlrabi in feine lange Nudelstreifen gehobelt

In einen Topf etwas Wasser und Gemüsebrühe geben, ein Dampfsieb reinstellen, die Gemüsenudeln locker auflegen und weichdampfen.

Tomatensoße: (1 großesGlas)

Fertiges Sugo oder Alternativ gute fertige Tomatensoße wärmen. Zum Schluss eine gute Handvoll frisch gehackte Kräuter unterziehen.

Vegane „Holzfällersteaks“ (2 Stück)

Bratstücke aus der Packung nehmen und cross anbraten

Knusprige Champignons (ca. 5 große Pilze)

Das gesamte Essen ist sehr fettarm und (die Bratstücke ausgenommen) ohne Kohlenhydrate. Da dürfen die Pilze gerne in etwas mehr Fett als gewöhnlich geröstet werden. Ich habe gutes „buttriges“ Rapskernöl erhitzt und die großen Scheiben Champs knusprig angeröstet.

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Beefsteaki mit Bratkartoffeln und Tomatensalat

Der Sommer will einfach nicht kommen. Draußen ist es kühl und wolkig, man mag nicht glauben, dass morgen schon der Juni beginnt. Irgendwie das Wetter für etwas Deftiges. Heute Abend soll es Bratkartoffeln geben, die kann ich eigentlich immer essen. Mit Salat, vorzugsweise mit Tomatensalat und viel Petersilie und Zwiebeln. Hm. Aber heute soll es mehr sein. Mein 90jähriges Schwiemütterchen kommt zu Besuch und hat nach der langen Autofahrt sicher Hunger.

Also habe ich mir mal wieder Frikadellen vorgenommen, immer wieder gerne , immer wieder auf der Suche nach DER Mischung.

Also:

Für die Bratkartoffeln wurden schon gestern Abend die Pellkartoffeln abgekocht. Mehr braucht man dazu nicht sagen, oder? Schälen, schneiden, anbraten, Zwiebeln dazu, ordentlich süßer Paprika, Salz, Pfeffer.

Beefsteaki: (Achtung, das wird ne ganze Menge (für ne Fußballmannschaft mindestens 😉 ), ich esse die gerne noch kalt, also u.U. halbieren)

100g schwarze Belugalinsen

100g Kamut-Weizen

50g gelbe Linsen

50g Bulgur

3 Zwiebeln

3 Zehen Knoblauch

zwei alte Semmeln in Wasser eingeweicht

Öl zum Anbraten

Salz, Pfeffer, süßer Paprika, Muskatnuss, Majoran, Tomatenmark, Hefeflocken, Gemüsebrühe, 1/4l Sojamilch

(Kann natürlich auch eine andere Mischung sein, z.B. Grünkern, andere Linsen …)

Das Getreide und die Linsen grob schroten.

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Ich benutze hierfür eine Hand-Mohn-Mühle. Zwiebeln schneiden und im Öl anbraten. Schrot dazugeben, kurz mitrösten. Tomatenmark dazu. Mit der Sojamilch ablöschen. Gewürze und Gemüsebrühe  dazugebe und mit Wasser auffüllen, bis der Brei ca. 1 Fingerbreit mit Wasser bedeckt ist. Verrühren und zum Blubbern bringen, dann bei ganz kleiner Hitze sehr gut ausquellen lassen.

In den fertigen, abgekühlten Brei die ausgedrückten Semmeln reingeben, evtl. etwas Semmelbrösel einarbeiten, zu kleinen Frikadellen formen und in Öl ausbraten.

Zu den Bratkartoffeln reichen, dazu Tomatensalat. Voila Ein perfektes Sonntagsessen 🙂

(Fazit: Die Beefsteaki haben ausgesprochen lecker geschmeckt. Auch das Schwiemütterchen war ganz beeindruckt, wie das alles ohne Fleisch und Ei überhaupt schmecken kann … Werde ich wieder machen.)

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P.S. Sorry, Bild ist ganz unscharf, aber ich habe es zu spät gesehen, da war alles schon aufgegessen 🙂

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Kartoffel-Pilz-Wareniki-updated

Uh, schon fast drei Jahre ist es her, dass ich das erste (und auch mein erstes) Wareniki-Rezept hier gepostet habe. Ich glaube, da kann man das alte Rezept mal wieder aufmöbeln und nach oben bugsieren. (Vor allem, weil ich etwas mit dem Rezept angegeben habe lach. Muss man ja mal die Bude aufräumen hier, falls Besuch kommt.) In der Zwischenzeit veränderte sich auch einiges in meiner Küche:  zum einen mein Geschmäckle, das wechselte irgendwann von vegetarisch zu vegan. Änderte am Grundrezept eigentlich nichts. Lediglich das Drumherum wurde angepasst Schmand, Crème fraîche, Butter oder Ei verschwanden, zugunsten von Margarine, Soja-Schmand oder auch nix zum Überbraten 🙂 Kein großer Schritt.

Was sich über die Zeit jedoch deutlich veränderte waren Technik  des „nudelns“ . Kennt ihr diesen Küchenperfektionismus, der schon leicht an Wahnsinn grenzt? Wareniki herstellen ist ein recht mühsames Geschäft, ich stehe meist mehrere Stunden in der Küche. Von daher war ich allen Gerätschaften offen, die ich im Laufe der Zeit nur so finden konnte. Hier eine kleine Auswahl 🙂 Nicht zu vergessen die Nudelmaschine, die bald einzog.

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Manches davon hat sich bewährt, anderes frisst in der Schublade sein Gnadenbrot und wird nicht mehr benutzt. Manchmal wechselt es aber auch, so dass ich mich (noch) nicht trennen mag. Manches ist ständig im Betrieb (z.B. die kleine Bambusrolle zum Ausrollen, ich liebe sie)

Mein derzeitiges Lieblingsgerät zum Wareniki herstellen, sind diese beiden Teile (in Kombination): Das kleinere der beiden Klappmäuler, die mich immer an diese Gipsgebisse beim Zahnarzt erinnern, die hergestellt wurden, um meine Zahnspangen-Korrektur zu überprüfen 😉 Dazu ein ausgedienter Plätzchenausstecher. Der hat genau die richtige Größe, so dass der ausgestochene Teiglappen ein klein wenig größer ist als die offene Form. Dadurch rutschen die Ränder beim Zuklappen (mit Füllung) nicht nach innen. Perfekt. Das schafft und geht zügig voran.

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Das Rezept wie gesagt bleibt im Grundrezept wie oben beschrieben, hier nochmal die bewährte Variante:

Teig:

500g Hartweizengries

1/2 Tl. Salz

Wasser (ca. 1 Glas)

Mit den Rührhaken so lange rühren, dabei langsam Wasser zugeben, bis ein glatter Teig entsteht, am Schluss mit der Hand nacharbeiten. In Folie packen und mind. eine  Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:

ca. 1/2 kg mehlige Kartoffeln

2-3 Zwiebeln

ca. 250 g frische Champignons

Knoblauch, Öl, Salz, Pfeffer, Muskat

Die Kartoffeln abkochen, schälen und noch warm durch eine Kartoffel-/Spätzlepresse drücken. (Alternativ etwas abkühlen lassen und mit Käsereibe abreiben)

Champignons und Zwiebeln sehr fein hacken, ich mache das mit der Küchenmaschine. Champs und Zwiebeln kräftig in etwas Öl anrösten, mit den Gewürzen abschmecken, die Kartoffelmasse zugeben.

Teig in Stücken durch die Nudelmaschine drehen (bei mir so bis Stufe 7), alternativ sehr dünn ausrollen. Dann (mit welcher Technik auch immer) die Wareniki einpacken.

Alternativ für die, die ganz ohne Gerätschaft beginnen wollen:

mit einer Tasse oder einem Glas runde Flecken ausstechen. Ein Klecks Füllung in die Mitte. Zusammenschlagen, den Rand mit einem (gewellten) Plätzchenausstecher abstechen, so dass die Ränder gut zusammenhalten. Geht auch.

Die fertigen Wareniki auf leicht bemehlten Brettern an der Luft etwas antrocknen lassen (so leicht trocken lassen sie sich ausgezeichnet einfrieren!! Ich mach die etwas mühsame Arbeit immer gleich in Großproduktion, das ist dann später ein wunderbares schnelles Essen).

Dann in ganz leicht kochendem Wasser ca. 8-10 Min köcheln. Auch das ist etwas tricky bis man raushat, wie sie nicht auseinanderfallen.

Fazit:

Nichts für Ungeduldige. Ich denke, Wareniki sind ein Gericht, an dem man wachsen kann, so simpel sie eigentlich sind. Aber es lohnt sich allemal und immer. Frisch, eingefroren, als Suppeneinlage, als angebratenes und in Zwiebeln geschwenktes Leckerchen … immer und immer wieder.

Und versprochen: An den Bildern arbeite ich noch 😉

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…..

Ähnlich:

Teigtaschen mit Linsenfüllung

Vegane „Ricotta“-Ravioli:

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Stramme Vera

Immer wieder werde ich – wenn jemand mitbekommt, dass ich mich vegan ernähre – mit großen Augen gefragt, was ich denn so esse jeden Tag. Offensichtlich ist es für manche Menschen schwer, sich ein Leben ohne Wurst, Käse, Fleisch und Milchprodukte vorzustellen. Ich kann es durchaus nachvollziehen: auch nach vielen vielen Jahren Vegetarierin war ich vor ein paar Jahren noch felsenfest der Meinung, dass ich ohne Käse zB. nicht könnte.

Also werde ich jetzt ab und an nicht nur „kulinarische Besonderheiten“ hier bloggen, sondern ganz einfache Kost … Scratchys Alltagsfood eben.

Allerdings ist so ein Futter-Tag bei mir vermutlich auch anders, als bei manchen anderen. Ich esse nämlich nur zweimal. Nicht aus Überzeugung oder so, sondern einfach weil ich morgens nichts in mich hineinbekomme außer Kaffe 😉 Damit fällt Frühstück (außer am Wochenende, aber da als „Spätstück“) aus.

Für das Mittagessen nehme ich von zu Hause meinen „Futtersack“ mit auf Arbeit. Dazu schmiere ich mir täglich einen „Doppeldecker“, also Stulle mit einem Aufstrich oder auch mal vegane Vurst, was ich halt so dahabe. Dazu gibt es eine Möhre, eine halbe Paprika oder auch mal Kohlrabi, denn ich knabbere gerne zu meinem Brot. Als Nachtisch eine Hand voll Paranüsse oder auch mal Studentenfutter, eine Banane und meist einen Apfel. Damit komme ich prima über den Tag. Essen (Kantine oder so) gehe ich nie. Es schmeckt mir dort nicht.

Am Abend koche ich mir dann meist etwas (aber auch nicht immer). Im Sommer gibt es häufig Salat im Winter auch mal Suppe. Wenn ich faul bin Brot 🙂

Es gibt Tage (wie heute), da habe ich Lust auf ein „Schmäckerle“, mag aber nicht recht kochen, vor allem, wenn ich wie heute, alleine esse.

Früher hätte ich mir dann vielleicht einen strammen Max gemacht (als Vegetarierin immer nur mit Käse und Ei) … also nenne ich das hier mal „Stramme Vera“ hihi.

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Zutaten:

2 Hände voll Champignons vierteln

1 Schalotte in feine Streifen

1/4 Paprika in Streifen

2 Tomaten würfeln

1 Avocado (zerdrücken, mit Salz, Pfeffer und Hefeflocken würzen)

1 Tl. veganes Zwiebelschmelz zum Anbraten

Petersilie hacken

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

In einer Pfanne das Schmelz erhitzen und die Pilze schön anbraten, bis sie eine braune Kruste bekommen. Zwiebeln dazugeben, kurz mit durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer würzen.

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Paprika und Tomaten dazugeben, durchschwenken, Herdplatte ausmachen. Die Avocadocreme in Klecksen verteilen, mit Petersilie bestreuen, einige Minuten nachziehen lassen.

Toast rösten und dazu essen oder als Sandwich servieren.

Das schmeckt auch prima ohne die Avocado, die kam heute mit dabei, weil sie reif war und weg musste 🙂

Gartenküche

Kunterbunter Restegratin

Immer wieder stoße ich auf Verwunderung, angesichts meiner vegetarischen Essgewohnheiten. Gar nicht mal wegen der „Sache“ an sich, nein, oftmals ist die Reaktion: „Was isst du denn da?“ oder „Ich wüsste gar nicht, was ich immer kochen sollte.“

Wenn ich mich dann noch „oute“, dass ich kein großer Freund von Tofu und anderen aufbereiteten Lebensmitteln (vegetarisch hin- oder her) bin, also auch selten Veggie-Würstchen, Pasten oder sonstige Fertigfood zu mir nehme, ist das Erstaunen noch größer.

„Ist das nicht schrecklich zeitaufwändig und eintönig?“ … werde ich dann gefragt. Ich kann immer wieder nur betonen: „Nö, gar nicht.“
Es gibt so viel leckeres Gemüse, es gibt, Reis, Kartoffeln, Nudeln. Und da ich normalerweise immer volle Gemüsefächer im Kühlschrank habe, ist auch mein Aufwand beim Einkaufen sicherlich nicht höher, als bei anderen.

Ok. Das Kochen muss einem schon Spaß machen. Was nun aber wieder nichts mit der Entscheidung Fleisch oder kein Fleisch zu tun hat.

Und für alle „mit ohne Ideen“, werde ich jetzt ab und an eines meiner Resteverwertungs-Rezepte hier posten (meist natürlich zumindest zum Teil an die Gartenernte gebunden).

Habe heute auch auf die Uhr gesehen. Vorbereitung: Knappe 30min.  Plus die Zeit im Ofen. Aber die kann man ja anderweitig nutzen. Zum Bloggen oder so.

Zutaten: (Für zwei hungrige Esser) … Gemüseauswahl so, wie der Kühlschrank oder der Garten gerade hergibt. In diesem Fall:

2 Hände voll frische Champignons

1 halbe Zucchini

1 rote Paprika

2 Frühlingszwiebeln

2 kleine Zwiebeln (in Achtel geschnitten)

4 Hände voll Zuckererbsen

2 Knobizehen

1 große Tomate

Salz, schwarzer Pfeffer, etwas Kräuter der Provence

etwas geriebener würziger Käse

6 kleine Rest-Pellkartoffeln

Olivenöl

Zubereitung:

Das Gemüse schnippeln und in einer kleinen Pfanne mit etwas Olivenöl  andünsten (ich beginne immer mit den Pilzen, dann Zwiebeln und den Rest dazu. Ganz zum Schluss die Tomaten, damit es vorher nicht zu nass wird)

Knobi-Zehen pressen und dazu, mit Salz, Pfeffer, Kräutern würzen.

In eine Auflaufform etwas Olivenöl geben, die geschnippelten kalten Kartoffeln hineingeben, die Gemüsemischung darüberschichten, Käse drauf und ab in den Ofen.

Das Gemüse schmeckt mir übrigens auch sehr gut zu Basmatireis. Dann natürlich ohne Käse 😀

Guten Appetit : -)