Gartenträume

Februar … es geht wieder los :-)

Draußen ist es kalt und immer wieder schauert es. Kein schönes Wochenendwetter und schon gar nicht zum Rausgehen. Dennoch war ich ganz kribbelig heute. Gestern im Gartencenter habe ich Anzuchterde gekauft und wollte mir einige Mini-Treibhäuser gönnen. Die waren mir aber schlicht zu teuer. Preis-Leitungsverhältnis stimmte bei dem popeligen Plastik wirklich nicht überein.

Zum Glück hatte ich im Gartenhaus noch meine gesammelten Plastikschalen, die ich nach dem Gemüsekauf immer aufhebe. Und schon seltsam, das Ergebnis sieht dann genauso aus, wie das, was als „Zimmertreibhaus“ so vermarket wird. Heute will ich die ersten Samen ausbringen: Paprika und Peperoni. Die dauern nämlich immer gefühlte 500 Jahre, bis sie endlich keimen. Letztes Jahr habe ich zu spät damit begonnen und … nichts geerntet 😦 Sie kamen erst so spät, dass ich schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte und hatten dann nicht mehr genügend Zeit, um die Früchte zur Reife zu bringen. Passiert mir dieses Jahr nicht mehr.

Meine Schatzkiste habe ich schon vorsortiert. Mit „Register“, so dass ich monatsweise nachsehen kann, was an der Reihe ist. Ein seltsames Glücksgefühl überkam mich beim Sortieren. Ich kam mir so unendlich reich vor mit all dem Saatgut. Vieles ist noch aus dem letzten Jahr oder der selbst gesammelte Samen.

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Die beiden ersten Kistchen waren dann auch schnell mit Erde befüllt. Im letzten Jahr habe ich ewig rumexperimentiert, wie ich die verschiedenen Saatbahnen beschriften kann. Vor allem (für mich) spannend, da ich ja immer verschiedene Experimente laufen habe. So kann ich zwar erkennen: Wird Tomate, Paprika oder Kohlrabi etc. Aber wenn es deren verschiedene gibt, wüsste ich schon gerne, wo ich welche ausgesät habe. Letztes Jahr habe ich Zettelchen als Fähnchen an Zahnstocher geklebt. War alles nicht so toll. Für dieses Jahr habe ich mir hierfür im Supermarkt kleine Bambus-Spieße gekauft, die eigentlich für Finger-Food gedacht sind. Aber die kleinen Holzfähnchen eigenen sich prima zum Beschriften. Ich wähle Nummern wie: P1, P2 etc. und schreibe mir die Details in ein Buch. Mit Zahnstochern ziehe ich die Grenze 🙂

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Durchsichtige Schalen als Deckel drauf und tatam sind die kleinen Treibhäuser fertig. Jetzt muss ich nur daran denken, immer schön zu sprühen, damit die Erde nicht austrocknet.

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Im Garten war es übrigens noch ziemlich trist und kalt. Nur bei sehr genauem Hinsehen konnte man die dicken Knospen erkennen, die Johannisbeeren sind schon sehr weit, auch der Apfelbaum knöspelt. Ich hatte ja gehofft, dass meine im Herbst gesetzten Tulpen alle schon spitzeln, aber zu meiner Enttäuschung ist es doch noch ein wenig früh. Immerhin, die Narzissen sind schon deutlich zu erkennen und an manchen Stellen guckt auch schon ein Mini-Spitzel aus der Erde, der sicher eine Tulpe wird. Sehr gefreut habe ich mich über meine Frühlingszwiebeln, die den Winter gut überstanden haben und nun schon kräftig wachsen. Mhm. Lecker. So kann es weiter gehen 🙂

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Gartenküche

Kunterbunter Restegratin

Immer wieder stoße ich auf Verwunderung, angesichts meiner vegetarischen Essgewohnheiten. Gar nicht mal wegen der „Sache“ an sich, nein, oftmals ist die Reaktion: „Was isst du denn da?“ oder „Ich wüsste gar nicht, was ich immer kochen sollte.“

Wenn ich mich dann noch „oute“, dass ich kein großer Freund von Tofu und anderen aufbereiteten Lebensmitteln (vegetarisch hin- oder her) bin, also auch selten Veggie-Würstchen, Pasten oder sonstige Fertigfood zu mir nehme, ist das Erstaunen noch größer.

„Ist das nicht schrecklich zeitaufwändig und eintönig?“ … werde ich dann gefragt. Ich kann immer wieder nur betonen: „Nö, gar nicht.“
Es gibt so viel leckeres Gemüse, es gibt, Reis, Kartoffeln, Nudeln. Und da ich normalerweise immer volle Gemüsefächer im Kühlschrank habe, ist auch mein Aufwand beim Einkaufen sicherlich nicht höher, als bei anderen.

Ok. Das Kochen muss einem schon Spaß machen. Was nun aber wieder nichts mit der Entscheidung Fleisch oder kein Fleisch zu tun hat.

Und für alle „mit ohne Ideen“, werde ich jetzt ab und an eines meiner Resteverwertungs-Rezepte hier posten (meist natürlich zumindest zum Teil an die Gartenernte gebunden).

Habe heute auch auf die Uhr gesehen. Vorbereitung: Knappe 30min.  Plus die Zeit im Ofen. Aber die kann man ja anderweitig nutzen. Zum Bloggen oder so.

Zutaten: (Für zwei hungrige Esser) … Gemüseauswahl so, wie der Kühlschrank oder der Garten gerade hergibt. In diesem Fall:

2 Hände voll frische Champignons

1 halbe Zucchini

1 rote Paprika

2 Frühlingszwiebeln

2 kleine Zwiebeln (in Achtel geschnitten)

4 Hände voll Zuckererbsen

2 Knobizehen

1 große Tomate

Salz, schwarzer Pfeffer, etwas Kräuter der Provence

etwas geriebener würziger Käse

6 kleine Rest-Pellkartoffeln

Olivenöl

Zubereitung:

Das Gemüse schnippeln und in einer kleinen Pfanne mit etwas Olivenöl  andünsten (ich beginne immer mit den Pilzen, dann Zwiebeln und den Rest dazu. Ganz zum Schluss die Tomaten, damit es vorher nicht zu nass wird)

Knobi-Zehen pressen und dazu, mit Salz, Pfeffer, Kräutern würzen.

In eine Auflaufform etwas Olivenöl geben, die geschnippelten kalten Kartoffeln hineingeben, die Gemüsemischung darüberschichten, Käse drauf und ab in den Ofen.

Das Gemüse schmeckt mir übrigens auch sehr gut zu Basmatireis. Dann natürlich ohne Käse 😀

Guten Appetit : -)