Gartenküche

Back again im kitchen-garden

Hallo again! Keine Ahnung, ob jemand mich vermisst hat … vermiest hatte mir die Datenschutzgrundverordnung etliche Monate die Freude am Bloggen. Ich war völlig überfordert von all dem, was ich wohl nun soll, nicht verstehe, nicht weiß, aber muss …  Aber nun müsste alles gefixt sein.

So überfordert war ich, dass ich irgendwann genervt die Seite einfach stumm geschalten habe. Der Frühling ging dann in diesem Jahr nahtlos in einen (sehr trockenen) Sommer über, mit dem Effekt, dass mein kitchen garden derzeit quasi aus allen Nähten platzt. Noch nie hatte ich so früh schon so eine Diversität im Garten. Anfang Juli und ich kann wählen zwischen: ersten Tomaten, Paprika, Bohnen, Rote, gelbe und geringelte Beete, Lauch, Kohlrabi, Gurken, Zucchini … etc .etc. Alles gleichzeitig! Wahnsinn.

Nach der langen Blog-Flaute allerdings muss ich mich erstmal wieder rantasten.

Deshalb die Idee, ganz bescheiden beginnen mit: Kräuter in meinem Garten

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Ein Projekt für dieses  Jahr war, meine Kräuterauswahl etwas breiter aufzustellen.

Bei einem meiner Beete war die Umrandung (aus geflochtener Weide) endgültig weggebröselt. Statt eines neuen Zauns habe ich nun das Beet mit Kräutern eingerahmt. Nun wachsen im kitchen garden: Rosmarin, Basilikum, Oregano, Majoran, Thymian, Zitronenthymian, Goldoregano, Currykraut, Schnittlauch und Petersilie, Zitronenverbene, Salbei … am anderen Ende dann Liebstöckel und überall verteilt in den Beeten: Bohnenkraut, Dill und Borretsch. Im Lavendelgarten noch verschiedene Minzen und Melisse.

Neben meinen kulinarischen Ansprüchen, wollte ich mit den Kräutern auch den Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und sonstigem Gebrauche eine Freude bereiten. Und diese Rechnung ist voll aufgegangen. Die Insekten sind regelrecht besoffen, wenn sie sich in den blühenden Kräutern tummeln. (Ich beernte vieles „hälftig“, eine Hälfte darf blühen)

Da ich von Petersilie einfach nicht genug bekommen kann und diese Prinzessen beim mir einfach immer zicken und nicht wachsen wollen, wenn ich sie ansäe, habe ich dieses Jahr etwas Neues versucht: Im Gartencenter habe ich einen Kasten Setzlinge (Petersilienwurzeln) gekauft und vorsichtig ausgepflanzt (ist schon Trick, die feinen Würzelchen zu versenken, ohne sie zu knicken). Und siehe da: Das Kraut wuchert, ich kann büschelweise ernten, immer hier und da einen Zweig, ohne die Pflanze am Wachstum zu hindern. Und wer weiß, vielleicht habe ich im Herbst dazu die leckeren Wurzeln. Genial. Das Kraut ist zwar etwas härter und kräftiger als z.B. von Blattpeterle … aber so lecker.

Was aber mache ich mit all den Kräutern?

Regelmäßig beernte ich die „Südländer“ und trockne sie für „Kräuter der Provence“. Daneben friere ich unterschiedliche Geschmacksrichtungen ein: Schnittlauch pur, Petersilie pur … aber vor allem auch meine Quer-durch-alle-Sorten-Mischungen, die ich vor allem in den Salaten liebe. In diese kommt dann zu den oben genannten Gartenkräutern immer auch noch ein Hauch  Pfefferminze dazu. Extrem lecker auch für Kräuterbutter oder Kräutersoßen.

Als erfrischendes Sommerdessert zu empfehlen:

Eine reife Wassermelone stückeln.

Pfefferminze fein schneiden und mit Rohrzucker etwas mörsern. Minzzucker über die Melone geben. Bon appetit

 

 

 

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Gartenküche

Im Märzen der Bauer …

Schnelles Gartenessen.

Frühlingsanfang und noch eine Menge zu tun im Auenland. Kompost sieben, umsetzen, neu schichten, Beete auflockern, erste Saaten legen … wenig Zeit für die Küche.

Immerhin, die ersten Kräuter spitzeln schon: Schnittlauch, Knobluchkraut … bin ganz gierig auf das Grün und könnte es fast halten wie Madame Wuff, die neuerdings wie ein Schäfchen das frische Grün abweidet.

Aber auch für solche Tage gibt es schnelle und leckere  Rezepte, die sich gut vorbereiten lassen. Auch aus Resten: im Kühlschrank war noch ein übrig gebliebenes Bällchen Pizzateig, alternativ kann man sich Kugeln davon einfach einfrieren.

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Warmes Kräuterbrot und bunter Frühlingssalat

Teig:

500g Mehl, Salz, Olivenöl, Wasser, 1/2 Würfel Hefe

Den Hefewürfel mit einem Tl. Zucker, zwei Eßl. Mehl und etwas warmen Wasser verrühren  und einen Vorteig gehen lassen (ca. 20 min).

Mehl, Salz, ca. 2 Eßl. Olivenöl mit dem Vorteig und Wasser gut verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Gehen lassen. Nochmal durchkneten. Bällchen formen. Der Teig hält prima 2-3 Tage im Kühlschrank, kann man aber auch in Bällchen einfrieren, dann hat man immer ein schnelles Essen bereit.

Für das warme Kräuterbrot:

Ein kleines Blech mit Olivenöl einpinseln, Fladen flachdrücken oder ausrollen und auflegen. Etwas Olivenöl auf den Teig pinseln, pfeffern und salzen. Zwei Eßl. veganen Schmand verstreichen, eine fein geschnittene Schalotte verteilen, frische Kräuter on top.

Im Backofen Umluft 250° C ca. 15-20 min. backen, warm servieren.

Dazu einen gemischten Salat.

Gartenküche

Frühlingsbunter Reste-Teller

Champignon-Bratkartoffeln mit Kräutern, dazu warmer Brokkoli-Salat mit Sesam-Topping

Mal wieder Lust auf Kochen? Nur Reste im Kühlschrank? Trotzdem Lust auf Bunt und Lecker? Das geht.

In meinem Kühlschrank bzw. in der Speisekammer habe ich heute gefunden:

4 übrige Pellkartoffeln

1 Glas gehackte Gartenkräuter

5 Champignons

2 Strunk Brokkoli

1 Zwiebel

1 Glas mit einem Experiment „Veggi-Parmesan“ (lediglich gerösteter Sesam, zusammen mit Hefeflocken und Salz fein gemixt)

 

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Für den warmen Brokkoli-Salat:

Strunk und Röschen vorbereiten und dünsten.

Nebenher ein Dressing anrühren, aus Balsamico, Rapskernöl, Kräutern, 1/2 Zwiebel, Salz, Pfeffer.

Für die Kartoffel-Pilz-Pfanne:

Die Pilze in Scheiben schneiden und zuerst ohne Öl in einer heißen Pfanne anbraten. Dann etwas Öl dazu geben und eine Handvoll Kräuter mit anbraten. Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden, dazu geben. 1/2 Zwiebel hacken und mitbraten, würzen mit Salz, Pfeffer, Paprika.

Brokkoli abschütten, mit dem Dressing verrühren, kurz durchziehen lassen. Veggi-Parmesan als Topping aufstreuen.

Zu den Bratkartoffeln reichen.

Und schon fertig.