Gartenküche

Suppenwürze — quer durch den Garten

Was tun, wenn im Herbst die letzten Gemüse aus dem Garten kommen. Fragt sich heuer Sabine mit ihrer beeindruckenden diesjährigen Ernte. In meinem Garten steht zwar nur noch der letzte Mangold, aber die schönen Bilder von Sabine erinnerten mich an ein ein wunderbares Rezept für eine Suppenwürze, das ich im letzten Jahr ausprobiert (und für gut befunden) hatte.

Nicht erschrecken, es ist natürlich extrem salzig (also nicht zum direkten „Genuss“ geeignet … aber fertig gekaufte Suppenbrühwürfel, oder -pulver isst man ja auch nicht so. Und selbstgemacht schmeckt es sehr viel besser!

Man kann die Gemüse natürlich auch trocknen, pulverisieren und dann ganz ohne Salz aufheben, aber ich mag diese „frische“ Variante sehr viel lieber. Und ist so simpel herzustellen obendrein.

Suppenwürze

Das folgende Grundrezept ist lediglich ein Beispiel. Die Würze schmeckt letztlich mit allem, was man so an Zutaten reinmischt. Wobei ich finde, dass die „kräftigen“ Zutaten wie Sellerie, Lauch etc. hier nicht fehlen dürfen. Aber sicherlich wird sie immer wieder anders schmecken … je nach dem, was der Garten eben hergibt oder man selbst mag.

Grundrezept

3 Möhren

1 Lauch

4 Zwiebeln

1/2 Sellerie

1/2 Knolle Knobi

roter Paprika

etwas Tomatenmark

Kräuter: Liebstöckel, Petersilie, Schnittlauch …

Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten im Mixer stark zerkleinern. Je nach Flüssigkeitsgehalt der Paste die Masse in einem Haarsieb etwas ausdrücken.

Dann 10g Salz auf 100g der Mischung geben, gut durchmischen. In Schraubgläser abfüllen und kühl aufbewahren. (Hält sich ewig! Mindestens ein Jahr.)

Angebrochene Gläser in den Kühlschrank stellen.

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Gartenküche

Tomatensuppe (auf Vorrat)

Die Tomaten in diesem Jahr entschädigen mich für vieles andere, was das Gartenjahr 2012 nicht so recht gebracht hat. Pro Woche habe ich im Schnitt 6-8kg leckere Früchte. Und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Ich habe mittlerweile Chutney und Sugo eingekocht, aus Mangel an Zutaten wollte  ich mit der letzten Ladung einfach eine simple Tomatensoße machen, herausgekommen ist eine wunderbare Tomatensuppe. Natürlich verrate ich gerne, wie ich die gemacht habe:

Die Tomaten (ca. 6kg) habe ich geviertelt und in einen großen Topf gegeben. Kurz aufkochen, mit einem Pürierstab durchpüriert, nochmals kurz aufgekocht. Danach habe ich alles gründlich durch ein Haarsieb gestrichen, bis nur noch die Kernchen und Schalenreste übrigwaren.

In einem Topf eine große, gehackte Zwiebel in Olivenöl andünsten, mit reichlich zwei Eßl. braunem Zucker karamellisieren und dann eine kleine Knolle gepressten Knoblauch dazugeben. Mit dem durchgestrichenen Tomatenpüree ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Chili abwürzen und dicklich einkochen lassen.

Fertig.

Ich habe die fertige Suppe in 3/4 l Einmachgläser abgefüllt und dann bei 90°C eine halbe Stunde eingeweckt. Schmeckt wunderbar mit einem Klecks Creme fraiche, frischem Basilikum und etwas Weißbrot dazu.

 

 

Gartenküche

Sugo nach Scratchyart I

Sugo-Rezepte gibt es so viele, wie es Sugokochende Nonnas gibt. Ein „klassisches“ Sugorezept (also nur Tomate eigentlich) liegt noch auf Halde (Danke, Pat!) aber da ich nun auch bald in das Nonna-Alter komme #chch … darf ein Scratchy-Rezept wohl nicht fehlen.
Eigentlich ist es kein klassisches Sugo, sondern eher ein Reste-Was-Weg-Muss-Rezept. Bei mir musste dringend weg (weil ein paar Tage Urlaub): 5kg Tomaten, rote und grüne Paprika, eine Aubergine etc.
Die Tomaten habe ich geviertelt, in einem extra Topf kurz erhitzt, dann mit dem Mixstab püriert, aufkochen lassen und anschließend durch ein Haarsieb gestrichen. Weiter:
In einem weiten Topf eine feingeschnittende Zwiebel anschwitzen, mit einem Esslöffel braunem Zucker karamellisieren. Dann die gewürfelten Paprika- und Auberginenstücke dazu, weiter anschwitzen. Eine Knolle Knoblauch pressen, dazugeben. Mit der durchgestrichenen Tomatenpaste ablöschen. Würzen mit Salz, Pfeffer, Chili, Kräuter nach Geschmack (Basilikum, Oregano, Thymian, etc.). Nach Bedarf noch einen Spritzer Tomatenmark dazugeben. Köcheln lassen, bis das Sugo dicklich wird. Noch heiß in Schraubgläser einfüllen, auf den Kopf drehen und abkühlen lassen. Alternativ noch bei 90° eine halbe Stunde einwecken (Topf oder Backofen).
Ich fand das Ergebnis sehr überzeugend. Auf jeden Fall eine wunderbare Grundsoße, aber auch so schon fix und fertig als Suppe zum Beispiel. Hatte gleich ein Schälchen, dazu etwas Toast. Mnjam.