Gartenküche

Ffflaumenchutney — sauscharf :-)

Heute war der große Tag: Pflaumen (oder eher Zwetschgen) ernten. Ich meine, ich habe die Geschichte mit dem Pflaumenbaum, der sich als Pixie-Baum entpuppte erzählt? Nein? Egal. Tatsache ist, der kleine Bursche trägt große Früchte, … wenn er trägt, man bekommt nur leider Kreuzschmerzen beim Pflücken, von wegen dem Bücken. Pixie eben.

In diesem Jahr hatte er nicht ganz so viel Früchte, zu sehr litt er letztes Jahr an Läusen und ich musste ihn kräftig zurückschneiden. Ein halbes Eimerchen voll gab es, und die Hälfte war bewohnt. Die unbewohnte Hälfte aber, ist groß und lecker. Geht doch.

Ein kleines Schälchen (der guten) wurde zum So-Naschen beiseite gelegt, und die noch zu rettenden weichen, schadhaften, ausschneidbaren Früchte … ab in ein Chutney (für ein Mus hätte es ja hinten und vorne nicht gereicht). Bislang hatte ich immer nur Kombinationen mit Tomate-Apfel-Ingwer ausprobiert. Also war erst mal Rezepte stöbern angesagt. Kennt ihr das? Beim Rezepte-lesen „schmeckelts“ bei mir immer in Gedanken und wie bei einem Bild malen, bilden sich die Ideen, wie ich mir das für mich selbst vorstellen kann. Das ist nie so, wenn ich ein bestimmtes Rezept nachkochen möchte, dann halte ich mich (meist) schon an die Vorgaben. Aber gebt doch mal „Pflaumen-Chutney“ in den Suchschlitz ein … die Menge an (unterschiedlichen) Ergebnissen ist riesig. Mir fällt es dann meist leichter,  mein eigenes Rezept zu „designen“, als mich für ein Rezept zu entscheiden. Ich notiere meine „Möglichkeiten“ (also die verschiedenen Angaben aus verschiedenen Rezepten) und beim Kochen wird dann mitnotiert und abgewogen. (Das mache ich allerdings erst, seitdem ich den Blog habe. Wenn das Rezept hinterher als tauglich eingestuft wird … (wie in diesem Fall) … eh voila, dann wird es sauber abgetippt.

So in der Art sieht das übrigens im Entstehungsprozess aus 😉

IMG_1072Aber jetzt in sauber:

Pflaumen-Chutney-scharf

400-500g Pflaumen / Zwetschgen // Apfel (ca. halb/halb)

100g Ingwer

300g Zwiebeln (waren drei große)

200g Zucker braun

100ml Balsamico

1 Gläschen Portwein

Salz, Cayenne-Pfeffer, Chilipulver, 3 Lorbeerblätter, 5 Pimentkörner, 6 Nelken, 1 Pr. Zimt

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Zubereitung:

Alle Zutaten fein und klein schnibbeln, Gewürze dazu, in einem flachen, breiten Topf anschwitzen, bis der Zucker karamellisiert ist. Mit dem Essig und dem Port ablöschen und so lange einköcheln, bis alles dicklich ist (bei mir eine gute Stunde).  Dann die gröbsten Gewürzteile rausfischen, nochmal abschmecken und heiß in Gläschen füllen.

Blieb nicht viel übrig (drei kleine Gläser). Aber mehr machen ist ja kein Thema 😉

Schmeckt arg gut.

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Gartenküche

Aprikosen-Ingwer-Chutney

Gestern kam ich endlich dazu, mich um die (fast) letzten abgeernteten Früchte aus dem Garten zu kümmern. Auf dem Balkon stand noch ein großer Eimer voll Äpfel, im kühlen Gästezimmer stehen drei Obstkisten gut gefüllt mit ca. 10kg grünen Tomaten (zum Teil schon „rosefarben“) und in der Speisekammer eine kleinere Kiste mit schon nachgereiften roten Tomaten.

Als erstes habe ich mir die Äpfel vorgenommen. Leider ist der Baum kränklich, so dass ich die Früchte nicht frisch lagern kann. Sie gammeln sehr schnell. Also saß ich einige Stunden und schnippelte. Nebenher „ging“ ein Hefeteig, denn ein Apfelkuchen stand natürlich mit auf dem Plan.

Weiter wollte ich einige Gläser Apfelschnitze einkochen. Ich esse zwar nicht so gerne Kompott, aber es ist genial, wenn man im Winter schnell ein Glas aufmachen kann. Einfach abtropfen, auf den Kuchen packen und zack ist der „Blitzkuchen“ fertig.

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Nun hatte ich trotz Kuchen und gefüllten Einweckgläsern immer noch ordentlich Schnitze übrig. Ich beschloss deshalb, noch eine ordentliche Portion Chutney zu kochen. Ich esse Chutney sehr gerne auf Brot, aber auch zu Reis mit Gemüse oder auch zu einem Curry dazu.

Mit dem Wissen um die 10kg grüne Tomaten im Gästezimmer, wollte ich ein Chutney ausprobieren, das grüne Tomaten beinhaltet. Okay, nennt mich einen Feigling, aber ich habe seit Kindesbeinen gelernt: Finger weg von den grünen Tomten, die sind giftig! Spätestens seit „Fried Green Tomatoes“ wissen wir zwar, dass Amerikaner durchaus grüne Tomaten verspeisen und auch die vielen Rezepte für Marmeladen, Relieshs oder eben  Chutneys sind sicher nicht alle von lebensmüden oder mörderischen Köchinnen kreiert worden.

Nachdem ich mich in die Feinheiten der „Giftzusammenhänge“ eingelesen hatte, beschloss ich dennoch diejenigen „Grünen“ zu nehmen, die schon eine Hauch Reife zeigen, denn da ist der Solaningehalt schon deutlich verringert. Da ich nach einer Rezeptsuche mal wieder nicht „das Rezept“ gefunden hatte bzw. nicht alle Zutaten im Haus hatte, habe ich mal wieder mein Prinzip „aus drei mach eins“ angewandt und zusätzlich gleich meine eigenen „Anpassungen“ mitnotiert. Das mache ich immer so, denn falls es schmeckt, habe ich immer gleich das neue fertige Rezept parat. Wenn ich Rezepte lese, stellt sich ein imaginärer Geschmacksnerv im Kopf immer vor, wie das Ergebnis wohl ist, weshalb ich selten streng nach Rezept koche. Vielleicht ein Fehler?

Aber es schmeckt 😀 Sehr sogar. Deshalb also hier, druckfrisch aus der Scratchypresse bzw. „eben-noch-im-Glas-jetzt-schon-auf-dem-Brot“. (Chutney schmeckt erst richtig gut, wenn es einige Tage durchgezogen ist, aber ein Glas gleich als Versucherli zu öffnen, ist natürlich ein „Muss“)

Tomaten-Apfel-Aprokosen-Ingwer-Chutney

Schwierigkeitsgrad: etwas zeitaufwändig, aber sehr einfach zuzubereiten

Geschmack: Süß-fruchtig-scharf

1,5kg  Tomaten (rote, grün(liche), was eben so da ist)

(ca. 5 grüne/noch unreife Tomaten und ca. 5 rote Tomaten für später beiseite legen, längst vierteln, entkernen und in kleine Würfelchen schneiden))

500g kleingeschnittene/gewürfelte Apfelstückchen

2 Schalotten

4 Knobizehen

250g getrocknete Aprikosen (klein würfeln)

1 Knolle Ingwer (klein würfeln)

1 Eßl. Salz

2 Chilischoten, Chilipulver

Ceyennepfeffer, 15 Pfefferkörner, 5 Pimentkörner, 10 Nelken

600 ml Essig (ich habe Apfelessig genommen)

300g brauner Zucker (in den zu Rate gezogenen Rezepten stand immer 500-700g Zucker, ich habe 500 genommen und fand es schrecklich süß. Habe mit weiteren Tomaten versucht, es zu entsüßen, ist dann auch ganz okay geworden, allerdings etwas auf Kosten des vorherigen  sehr „runden“ Geschmacks. Deshalb für mich definitiv das nächste Mal lieber sehr viel weniger Zucker, nachsüßen im Kochvorgang geht immer)

Zubereitung:

Die 1,5kg Tomaten grob vierteln, mit der Hälfte des Essigs und grob gehacktem Knobi, Zwiebeln, den Gewürzen (außer dem Ingwer!), ca. eine Stunde einköcheln lassen. Danach die Pampe durch ein Sieb streichen. Die so gewonnene Grundmasse wieder in den gereinigten Topf geben und nun die kleingewürfelten Äpfel, Resttomaten, Aprikosen und den Ingwer dazugeben. Zucker und Rest Essig dazu und wieder einköcheln, (ca. eine weitere Stunde), bis die Masse schön dicklich ist. Schärfe und Salzgehalt abschmecken, heiß in Gläser füllen und zuschrauben wie Marmelade. Ich koche sie anschließend immer noch 30min. bei 80°C ein, da ich große Mengen zubereite und sie gerne noch länger haltbar haben möchte. Muss aber nicht sein.

Und so sieht das dann aus. Den Geschmack kann ich leider nicht vorführen. Er ist gut als fruchtig-süß-scharf zu bezeichnen. Es wurden 12 kleinere /mittlere Gläser.

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So, und nun erstmal frühstücken, danach muss ich heute noch mal in die Küche, der übrig gebliebene Hefeteig muss noch verarbeitet werden, da hatte ich gestern keine Lust mehr. Ich werde schwedische Zimtschnecken (Kanelbullar) draus machen 😀

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Schätze Konservieren

Es regnet — Tomatenernte –Chutney

[Nachtrag: Heute, 8. Sept., Toast mit Käse, etwas Chutney und Tomatenscheiben drauf gegessen. Hammerlecker :-)]

Nach einer extrem heißen Woche heute Regen und etwas Abkühlung. In den Morgenstunden merkt man an der Luft, dass der Herbst naht. Ich bereite mich auf eine große Tometenernte vor, denn ich hatte die ganze Woche keine Zeit, in den Garten zu fahren. Schon letztes Wochenende bin ich mit einem großen Eimer nach Hause gekommen, keine Chance mehr, alles frisch aufzuessen. Also eine Runde Chutney einkochen. Natürlich gibt es hier tausende von Varianten und Geschmacksrichtungen, ich mag ein Rezept besonders gerne, und esse das Chutney zum Beispiel zu Reis mit italienischem Gemüse dazu. Aber auch als Tunke zu Fleisch oder Grillgerichten soll es gut sein (meint der Gefährte), oder zu schlichtem Käsebrot 🙂

Nun hier.

Tomaten-Ingwer-Chutney

1kg Tomaten

400g Äpfel

1 großes Stück Ingwer

4 Knoblauchzehen

1 große (rote) Zwiebel

1 geh. Eßl. Salz

400g brauner Zucker

400 ml Apfelessig

ca. 10 Nelken

1 Tl. Cayennepfeffer

1 Eßl. Lemonensaft

(Bei Bedarf ein wenig Tomatenmark)

……….

Wenn es große Tomaten sind, werden sie entkernt und enthäutet, bei meinen kleinen Tomaten lasse ich sie, wie sie sind und viertele oder püriere sie nur. Äpfel und Zwiebel  fein würfeln, Knoblauch und Ingwer hacken. Alles in einen sehr breiten Topf geben und langsam einköcheln lassen. Ab und an umrühren. Die Kochzeit variiert, je nach Tomaten und Hitzezufuhr (Achtung: Nicht zu ungeduldig, sonst brennt alles an!!). Kann schon bis zu zwei Stunden dauern, bis das Chutney dicklich wird. Wenn es sehr „wässrig“ scheint, gebe ich auch gerne mal einen Spritzer Tomatenmark dazu. Muss aber nicht.

Wenn die Tomaten geschält und entkernt waren, zerfallen sie von selbst, bei den kleinen Cocktails püriere ich meist vorher, lasse den Saft durch ein Sieb laufen. Nun kann man entscheiden. Den Saft für Suppe oder als Saft behalten und nur das Mus verwenden oder … mache ich so, weil ich Saft nicht so mag … den Saft nach und nach mit einköcheln. Dann braucht man ihn natürlich auch eigentlich nicht absieben 😉

Dann wie Marmelade heiß in Gläser füllen und auf den Kopf stellen. Ich koche das Chutney noch 30 Minuten bei 80°C ein. Muss nicht, aber dann hält es noch länger. Bietet sich an bei großen Mengen.

Und so sieht das aus.