Gartenküche

Rendevouz mit Nuss an Hefe — Nusszupferl-Kuchen

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Hefe liebe 😉 Mein vor einigen Tagen ausprobierte Rezept, ursprünglich Milchbrot Tangzhong, bei mir Zupfbrot ist so der Hammer, dass ich bei jeder Scheibe kauend nachgesonnen habe, dass das sicherlich auch gut mit Nuss käme. Zum Glück gabs noch ein Säckchen Walnüsse, selbst gesammelt natürlich. Die habe ich mit Hilfe vom Monsieur (Madame Wuff hatte anderes zu tun) schnell geknackt.

Der Teig wurde etwas süßer konzipiert (wünschte sich Monsieur, mir hätte auch weniger gereicht).

Und was soll ich sagen … legga. Konnte mich eben nicht beherrschen und habe gleich das noch warme erste Stück vertilgt.

Also nochmal das Rezept (wenngleich es quasi identisch mit dem Zupfbrot ist)

Zutaten:

Vorteig:

25g Mehl, 100g Wasser

Teig:

Vorteig, und 125gr. Pflanzenmilch (ich nehme Sojamilch) und 12g frische Hefe

und 380g Mehl und 100g Zucker, 40g kalte Margarine

etwas Sojamilch zum Bestreichen

Füllung:

120g Walnüsse gehackt, 50g Zucker und 50g Margarine in einem Töpfchen schmelzen.

Zubereitung:

Für den Vorteig: Wasser und Mehl in einem Töpfchen warm machen und mit dem Schneebesen rühren, bis eine cremig/dicke Masse entsteht

Pflanzenmilch erwärmen Zucker verrühren. Hefe in Schüssel krümeln, mit allen anderen Zutaten in einer Rührschüssel zusammengeben und ca. 8-10m kneten (Knethaken). Den Teig abgedeckt ca. eine gute Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig in sechs Portionen teilen, die Batzen jeweils vorsichtig (am besten mit den Handflächen) oval flachdrücken, längs 1/3 einschlagen, dann die Restlänge darüberschlagen. Kurz ruhen lassen, damit der Teig wieder entspannt. Dann von der kurzen Seite her wieder länglich flach drücken. Die Nussmasse auf die Stücke geben und von der kurzen Seite her aufrollen. Die Rollen mit der Naht nach unten in eine gefettete Kastenform setzen und eine weitere Stunde ruhen lassen.

Den Backofen auf 175°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Den Kuchen ca. 35min. ausbacken, nach der Hälfte der Zeit auf Unterhitze umstellen und mit der Sojamilch bestreichen.

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Gartenküche

Tanz in den Mai – Zupfbrot

Vermutlich brauche ich es nicht einmal mehr zu erwähnen, es dürfte bekannt sein, wie sehr ich Hefeteig (und alles, was man damit machen kann) liebe. Man glaubt kaum, dass Hefe sich in so vielen unterschiedlichen Varianten zubereiten lässt. Gerade kürzlich erst, habe ich mit dem Brioche und den „Briorschlerln“ zu Ostern gelernt, dass es sogar ganz ohne Vorteig bzw. ganz ohne „Gehen“ geht. Das Zauberwort war hier … Wasserschale beim Backen. Das Rühren, Kneten und Falten hat für mich immer etwas von meditativem Tanz 🙂 Also könnte man es einen „Tanz in den Mai“ nennen.

Trotz der vielen vielen Hefeteigrezepte, löst das Lesen einer Variante, die ich noch nicht kenne, nach wie vor aus: MUSS ich versuchen. Und eine asiatische Version von Hefeteig? (wobei ich keine Ahnung habe, wie es zu diesem Namen kommt). Das hat meine Aufmerksamkeit doppelt erregt. Vor allem, da ich immer noch auf der Suche nach „dem“ ultimativen Rezept bin, durch das ich als Ergebnis ein Hefestück habe, das sich weich und zupfig „reißen“ lässt.  Es war also gleich klar, dass ich das  Milchbrot Tangzhong  vom Salzkörnchen ausprobieren möchte. Und da bei mir ohne Milch (und ohne Ei) brauchte es eben noch einen neuen Namen 🙂 Ich nenne es schlicht mal Zupfbrot. Und es kommt meiner Vorstellung sehr sehr nahe!

Zutaten:

Vorteig:

25g Mehl, 100g Wasser

Teig:

Vorteig,

125gr. Pflanzenmilch (ich nehme Sojamilch)

12g frische Hefe

350g Mehl

70g Zucker, da ich ein „süßes“ Brot möchte (ich nehme Rohrzucker und einen Teil Vollrohr), etwas Vanillepulver

1 Pr. Salz

40g kalte Margarine

etwas Sojamilch zum Bestreichen

Zubereitung:

Für den Vorteig: Wasser und Mehl in einem Töpfchen warm machen und mit dem Schneebesen rühren, bis eine cremig/dicke Masse entsteht

Pflanzenmilch erwärmen mit Hefe und Zucker verrühren.

Nun alle Zutaten in einer Rührschüssel zusammengeben und ca. 8-10m kneten (Knethaken). Den Teig abgedeckt ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig in sechs Portionen teilen, die Batzen jeweils vorsichtig (am besten mit den Handflächen) oval flachdrücken, längs 1/3 einschlagen, dann die Restlänge darüberschlagen. Kurz ruhen lassen, damit der Teig wieder entspannt. Dann von der kurzen Seite her wieder flach drücken und aufrollen. Die Rollen mit der Naht nach unten in eine gefettete Kastenform setzen und eine weitere Stunde ruhen lassen.

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Den Backofen auf 175°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Das Zopfbrot ca. 35min. ausbacken, nach der Hälfte der Zeit auf Unterhitze umstellen und mit der Sojamilch bestreichen.

Wenn es ausgebacken ist, auskühlen lassen …und …YESSSS … der Aufwand lohnt sich definitiv. Sehr sehr lecker 😋 Ganz weich und fluffige Konsistenz.

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Kompostereien

Beginnender Reifeprozess?

Ich hatte ja in der vergangenen Woche den schon voll bepackten Schnellkomposter mit einer Hefezuckerlösung durch vier Kanäle „geimpft“. Zwar habe ich kein Thermometer, aber gestern schien mir das Innenleben ausgesprochen warm. Sehr schön. So kann es weitergehen.
Um mein „Bioklo“, das ich im Gartenhäuschen habe, schicklich zu entleeren, habe ich mit einer dicken Stange in die Mitte des Komposthaufens einen breiten Kanal eingestochen, so dass ich den Wassereimer genau dort hineingießen kann. Ein wenig „gschamig“ ist das schon, ich weiß, vor allem, weil die flüssige Hinterlassenschaft so mit Wasser verdünnt ist, dass es nicht riecht, aber naja …

Der Versuch, handelsübliche Buchenholzkohle selbst zu zerkleinern, um eine Basis für meine Terra preta Experimente zu bekommen, war so demotivierend, dass ich mich nach Alternativen umgesehen und sie auch gefunden habe. Es gibt einen Lieferanten in der Nähe, der pflanzliche Biokohle vertreibt, die schon in der Größe ist, wie ich sie brauche und vor allem billiger als die Grillkohle. Prima. Heute wird das Mammutpaket wohl ankommen (armer Wallfraff, hoffentlich trifft es ihn nicht!) … dazu habe ich gleich ein Kilo Urgesteinsmehl mitgeordert.

[Nachtrag und Korrektur: Der Herr Wallraff hätte das Paket problemlos gestemmt, denn ich habe in meinem Bestelleifer mal wieder nicht ordentlich gelesen. Es waren keine Kiloangaben, sondern Literangaben #schäm. Was bedeutet: 10l Pflanzenkohle sind gerade mal 3,6kg leicht und damit muss ich auch meine Angaben bezüglich der Kosten relativieren. Bekomme ich ein Kilo Buchenholzgrillkohle schon (je nach Menge und Qualität) sagen wir, im Schnitt 2,30 Euro, kostet mich die feine Pflanzenkohle gut 3 Euro das Kilo. Mhm. Nun gut, für das Experiment soll es mir das wert sein. Betrachte ich allerdings das „Säckchen“ und denke an meine 230qm Grund, dann werde ich einigermaßen unsicher, was mein Experiment betrifft. Aber jetzt wird erst mal gesichtet und geschichtet]

Mein Plan ist dann, den jetzt vor sich hindümpelnden Schnellkomposter noch einmal umzuschichten, mit jeweils einer Lage Biokohle und einer Schicht der (dann hoffentlich schön gärenden) Substanz aus der blauen Tonne. Die kommenden warmen Tage dürften dann hinreichend sein, um den Prozess ordentlich anzukurbeln. Ich bin sehr gespannt.