Gartenküche

Brombeermark-Gelee

 

Im Scratchy-Garden wächst und blüht es. Der Johannisbeere-Strauch hängt voller Beeren und die Brombeerblüte ist der Hammer. Sieht nach einer dollen Ernte aus. So langsam muss ich die Vorratskammern leeren, bevor wieder Nachschub kommt. Die meisten Vorräte koche ich ein, so dass sie dann keine Energie mehr „fressen“. Aber ein paar Sachen habe ich auch eingefroren. Bohnen zum Beispiel. Die schmecken mir so besser. So gab es die letzten Wochen öfter Bohnensalat und dabei bin ich über einen Beutel mit tiefgefrorenen Brombeeren gestolpert. Eigentlich hatte ich geglaubt, ich hätte alle Beeren zu Sirup verkocht (ich liebe es, an heißen Tagen eiskalten Sprudel mit einem Schuss Brombeersirup zu trinken).

Aber jetzt ist mir wieder eingefallen. Am Ende der Ernte, als die Ausbeute immer nur eine oder zwei Handvoll waren und ich auch keine mehr essen mochte, habe ich sie immer in einen Gefrierbeutel geworfen … und vergessen.

Also heute noch geschwind den Rest zu einem besondes leckeren und kräftigen Mark-Gelee verkocht. Für Brombeeren benötigt man übrigens keine weitere Gelierhilfe,  sie haben genügend Eigenpektin.

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Zutaten:

500g gefrorene Brombeeren

400g brauner Zucker

Saft von zwei Zitronen

1 Schuss Honigwodka (oder was halt an Hochprozentigem da ist)

Zubereitung:

Die tiefgefrorenen Brombeeren mit dem Zucker einige Stunden durchziehen lassen. Dann durch ein Sieb den Zuckersaft abseihen und die Früchte durch das Sieb streichen.

Die Fruchtmasse aus dem Sieb in einen Topf geben, mit einem kräftigen Schuss Schnaps (bei mir Honigwodka) und einem kleinen Schluck Wasser  aufkochen. Die weichgekochten Früchte so lange durch das Sieb streichen, bis man nicht mehr mag …

Den gesamten Saft aufkochen und köcheln lassen, nach ca. 10min. den Zitronensaft dazugeben und so lange weiterköcheln lassen, bis das Gelee zu dicken beginnt.

(Tellerchenprobe)

In saubere Gläschen abfüllen und zuschrauben. Ergab drei kleine Gläschen.

 

 

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Gartenküche · Schätze Konservieren

Gelee aus Jochelbeeren

Hier noch der Nachtrag zur Beerenzeit. Der vermutlich letzte für dieses Jahr, die Jochel- und Johannisbeeren sind abgeerntet und die noch anstehenden Brombeeren landen sicherlich direkt und ohne Umwege im Magen 😀

Aus der – jedes Jahr sehr reichhaltigen – Jochelernte habe ich in diesem Jahr ein Gelee hergestellt. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, denn der Geschmack hat mich überzeugt.

Da Jochelbeeren (ähnliche wie die Johannis) einen sehr hohen Eigenanteil an Pektin haben, habe ich das Gelee nur mit Zucker 1:2 eingekocht.

Für den Saft wurden die Beeren lediglich kurz angekocht, kamen dann in den „Saftsack“, den ich im letzten Jahr in Schweden entdeckt und erworben habe. Feine Sache. Simpel und unkompliziert. Nachdem der Saft abgetropft war, mit dem Zucker aufkochen, etwas Lemonensaft und ein Schwupps Obstler dazu und bis zum Gelierpunkt kochen, abfüllen, fertig. Ein sehr leckeres und säuerliches Gelee.

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Süße Leckereien – es ist Beerenzeit

Beerenzeit … Einkochzeit … Marmeladenzeit.

Naja, eigentlich nicht der Rede wert. Aber der Vollständigkeit halber, schließlich gehört es ja zum Gartenjahr dazu.  Für mich ist diese Einmachphase in diesem Jahr etwas bescheidener, denn mein sehr alter und üppiger Strauch mit Schwarzen Johannisbeeren ist mir im letzten Jahr leider mitten durchgebrochen und der späte Frost in diesem Jahr hat ihm den Rest gegeben. Glücklicherweise hatte ich (als hätte ich es geahnt) im letzten Jahr Stecklinge gezogen. Die haben dieses Jahr auch tatsächlich schon getragen … allerdings lag die Ausbeute bei einem bescheidenen Schälchen, dass mir zu allem Übel auch noch auf den Weg gekullert ist 😦

Die Jochelbeeren allerdings tragen wie immer sehr üppig (dabei mag ich die nicht mal besonders). Da uns die Marmelade von diesen Beeren (das ist übrigens eine Kreuzung aus Schwarzen Johannisbeeren und Stachelbeeren, mancherorts auch Jostabeere genannt) auch nicht sonderlich überzeugt, habe ich dieses Jahr einmal einen Likör angesetzt. Den gibt es so tatsächlich auch zu kaufen, hat aber einen derart unanständigen Namen, dass man sich nur wundern kann 😉

Nun „reift“ also in Flaschen mit Hochprozentigem nicht nur ein Pfefferminz-Experiment … sondern auch ein Jochel-Likörchen heran. Hierzu mehr in drei Wochen …

Der Jochelstrauch hängt allerdings immer noch voll. Ich überlege, ob ich noch einen Sirup machen soll oder vielleicht einmal ein Gelee versuche. Vielleicht schmeckt das besser, als das Mus. Und in ein paar Wochen gibt es dann schon die ersten Brombeeren. Allerdings wohl auch noch bescheidene Mengen, da ich die Pflanze erst im Herbst gesetzt habe. Oh … und natürlich nicht zu vergessen. Ich bin seit Frühjahr auch noch stolze Besitzerin eines Ariona-Strauchs und habe schon mindestens 5 Beeren entdeckt, die heranreifen 😉

Zählt der Goji-Busch auch zu den Beeren? Ja, vermutlich schon. Aber dort sieht es eher noch etwas mau aus. Der will nicht so recht. Schmecken tun mir die Früchte allerdings eh nicht sonderlich, aber wo sie doch soooo gesund sind.

Mein Obstbüdchen nebenan hat große Spankörbe voller Erdbeeren im Angebot. Mhm … ich konnte nicht widerstehen. Sehr leckere Früchte. Und da ich mir meinen eigenen Fruchtjoghurt meist selbst anrühre, mache ich mir dafür meine Marmeladen selbst. Und so frische Erdbeermarmelade ist schon … Hammer.

Gestern gab es schon vier Gläser mit pürierten Früchten, das passt gut für Joghurt und Quark. Da ich diese fertigen Gelierhilfen nicht mag, rühre ich mir meinen „Gelierzucker“ selbst an. Dazu kaufe ich mir reines Apfelpektin und vermische das mit meinem Rohrzucker. Dazu kommt dann später (im Kochvorgang) etwas Lemonensaft. Das wird dann nicht so ganz „schnittfest“ aber ich mag solche „Fruchtsülzen“ eh nicht so gerne. Johannisbeeren oder Äpfel brauchen keinen Zusatz, nur Zucker, weil sie selbst genug Pektin haben.

Heute will ich noch ein paar Gläschen Marmelade kochen – mit Stückchen. Da ich kein Pektin mehr im Haus habe, wird es nach altem Oma-Rezept gekocht, also nur mit Zucker und Lemonensaft.

Dazu habe ich die Früchte schon geputzt und geviertelt und in einen Teil des Zuckers eingelegt. Wenn es gut durchgezogen ist, lass ich es abtropfen und koch den Saft mit dem Restzucker ein wenig ein. Dazu dann die Früchte und so lange weiter kochen, bis es geliert. Kurz vor Schluss dann noch den Lemonensaft mitkochen.Und fertig.

 

Nachtrag: Die Methode „Oma“ hat erstaunlich gut funktioniert. Was mich erstaunt hat ist, dass die Farbe sehr viel intensiver ist, als in der Variante mit dem Pektin (trotz der längeren Kocherei). Bin mal gespannt, wie sich das geschmacklich unterscheidet. Erst mal abkühlen lassen.

Zweiter Nachtrag: Geschmacksprobe. Die Variante Nr. 2 also nach „Oma-Art“, schmeckt EINDEUTIG besser. Unglaublich fruchtig und intensiv. Obwohl sie so viel länger gekocht hat. Am Zucker kann es nicht liegen, ich denke der war ungefähr gleich. Hätte ich nicht gedacht. Vielleicht werden durch das Einkochen die Aromen erst richtig freigesetzt? Übrigens hat es SO gut geliert, dass es mir fast zu fest ist.  Aber es sind ja nur drei Gläser. Die sind sicher schnell weg, bevor es zu fest wird.

Heute Abend habe ich übrigens noch schnell die Jochelbeeren zu einem Gelee verarbeitet. Sehr lecker. Säuerlich, aber nicht so herb wie Schwarze Johannisbeere, aber kräftiger als Rote Johannisbeere. Toll. Jetzt weiß ich endlich, was ich mit den Beeren machen kann. Für dieses Gelee finden sich sicherlich immer Abnehmer 😀