Gartenküche

Buntes Curry mit Saubohnen und Linsen (vegan)

Nach meiner Jahrhundert-Saubohnen-Ernte bekomme ich immer wieder mal zu hören:

Saubohnen? Dicke Bohnen? Kenne ich nicht. Noch nie gegessen. Was macht man damit?

Im letzten Jahr habe ich hier einen schnellen Kartoffelsalat mit Saubohnen vorgestellt, gestern Abend gab es ein ebenso schnelles kleines Gemüsecurry. Mit den Dicken Bohnen und mit gelben Linsen als Eiweißlieferanten.

Zubereitung: Sehr simpel. Kochdauer 20 min)

Zutaten:

Eine große Zwiebel, eine große Möhre, ein halber roter Paprika, 5-6 frische Champignons, eine kleine Zuccini, 2 Knoblauchzehen, frischer Koriander

2 Handvoll Dicke Bohnen, 2 Handvoll gelbe Linsen.

Olivenöl zum Anbraten, 3 Eßl. Currypaste, 1 Dose Kokosmilch, Salz, Pfeffer, etwas Sojasoße

Zubereitung:

Zwiebel und Gemüse grob hacken und im Olivenöl anbraten.

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Knobi pressen und dazugeben. Linsen und Saubohnen dazu.

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Currypaste einrühren, pfeffern. Dose mit Kokosmilch rein und einköcheln lassen, bis das Gemüse und die Linsen bissfest bzw. weich sind. Dauert bei den gelben Linsen nicht lange.

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Kurz vor dem Servieren den kleingehackten, frischen Koriander unterheben.

Dazu gibt es leckeren Basmatireis. Voila.

Tipp: Keinen frischen Koriander zur Hand?

Meinen im Frühjahr üppig wachsender Koriander (Garten und Balkon) habe ich einfach ganz eingefroren. Koriander ist zu zart, um ihn gehackt einzufrieren. Er wird schnell matschig. Ich hacke ihn dann in gefrorenem Zustand schnell klein und ziehe ihn unter das Essen. So habe ich immer den frischen Koriandergeschmack im Haus, auch wenn ich keine Zeit hatte einzukaufen 🙂

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Gartenträume

Saudicke Saubohnen :-)

Der Wettergott ist eindeutig gegen mich. Heute schien nämlich die Sonne, allerdings genau in DER Zeit, in der ich noch arbeiten musste. Rechtzeitig zum Feierabend zogen schwarze Wolken auf und ich schaffte es gerade noch trockenen Fußes in das Gartenhaus. Naja, positiv denken, dachte ich und trank erstmal  gemütlich einen ordentlichen Kaffee. Tut ja auch gut nach dem Tagwerk am Schreibtisch. Der „Schnürlregen“ ließ dann tatsächlich nach, so dass ich mich an die Saubohnenernte machen konnte. Der helle Wahnsinn! Es hörte gar nicht auf, und oh Wunder, im dichten Saubohnengestrüpp kamen nach und nach auch meine Tomatenpflanzen wieder zum Vorschein.

Ihr erinnert euch. Der ursprüngliche Plan war: Im Februar die Saubohnen pflanzen, so dass Sie bald nachdem die Tomaten rausgepflanzt sind, also so spätestens Anfang Juni abgeerntet werden können. Aber wie sagte Brecht so schön: „Ja, mach nur einen Plan sei nur ein großes Licht und mach dann noch ’nen zweiten Plan gehn tun sie beide nicht …“

Immer wieder stand ich vor der Überlegung: Opfere ich die Saubohnen für die Tomaten? Aber ich habe es dann doch nicht übers Herz gebracht. Und jetzt, so bei Licht besehen, die Pflanzen sind etwas „zarter“ als die vom Nachbarn, aber nicht wesentlich kleiner. Ich bin also zuversichtlich, dass sie alles nachholen, was sie so im Schatten der Saubohnen vielleicht eingebüßt haben. Allerdings habe ich die Bohnen wirklich alle tief abgeschnitten und die kleinen Schoten dadurch „geopfert“. Ich hatte aber auch wirklich genug:

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Weiß noch gar nicht, wie ich die alle in meine winzige Tiefkühltruhe bekomme. Aber ich denke, eingeweckt kommen die nicht gut. Und wie ihr seht, ein Schälchen Erdbeeren hat mir das Schneckenpack auch noch übergelassen 🙂

Um auf den Plan zurückzukommen, ein kleiner Teil hat ja wenigstens doch funktioniert. Ich habe ja vorhin geschrieben, dass ich die Bohnenpflanzen nur abgeschnitten habe und nicht ausgerissen. Und das mit gutem Grund:

Letztens habe ich gelesen, dass es ein alter Indianertrick ist, neben jede Tomatenpflanze einen toten Fisch einzugraben. Nun bin ich zum einen Vegetarier und zum anderen … naja, ich weiß nicht, ob ich wirklich tote Fische im Garten möchte. Vorstellen kann ich mir es aber schon, dass da vielleicht gute Nährstoffe beim Gammeln entstehen. So ähnlich ist der Effekt mit den Saubohnen. Die machen nämlich, was manche Pflanzen prima können: Sie sammelt Stickstoff in kleinen Wurzelknöllchen und deshalb lasse ich die Wurzeln drin, so haben die Tomaten gleich lecker Futter (ganz vegan) 😉

Hier, eine kleine Wurzel (ist nur ein Handyfoto, aber ich denke, man kann sehen, was ich meine). Na, dan guten Appetit Tomatis …

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Nachdem dann endlich alle Regenschauer an mir vorübergezogen waren, das Tomatenbeet entunkrautet und aufgehäckelt war … kam zur Belohnung mein Highlight der Woche:

DER NEUE GARTENHÄCKSLER

Yeah. Ratzfatz ausgepackt, eine alte Schwedenhaus-blaue-Gewebestofftasche druntergeschnallt und gleich mal die Saubohnenpflanzenteile durchgejagt. Habe ich schon erwähnt? 170 Dezibel … Hach, klasse. Das Teil schafft was weg. Ich wär nicht Scratchy, wenn ich nicht übermütig geworden wäre. Das ging so gut. das war so ein tolles Ergebnis, dass ich die Schalen gleich hinterhergestopft habe. #seufz … eigentlich liegt es auf der Hand: Ein Häcksler ist KEIN perpetuum mobile … was oben reingeht, muss auch unten wieder raus. Hätte ich mir denken können, hätte ich merken können, HÄTTE ich reagieren können. Habe ich aber nicht, und es kam was kommen musste. Nix ging mehr.

Aus die Maus. Stille im Garten. Das Vogelpack jubilierte. Es half nichts, ich musste das Gerät auseinanderbauen. Memo an mich selbst: Dicke-Bohnen-Schalen durch den Häcksler gedreht, ergeben dickes Dickebohnenmus. Nass. Matsch und breiig. Elende Sauerei. Zum Glück war das funkelnagelneue Häckslerteil nicht hin sondern nur grün. Matschegrün. Nach einer Grundreinigung war ich grün, das Gerät nass, …Beweisfotos konnte ich leider nicht machen, ich war zu klebrig. Nunja, ich kürze ab. Nach einer Trockenphase ging es zum Glück wieder, so dass ich den Rest des gesammelten Zeugs auch noch schreddern konnte. Klasse, klasse klasse. Das wird toller Kompost ich bin mir sicher. So und jetzt duschen. Ist nötig 🙂

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Über den Gartenzaun gelugt · Schätze Konservieren

Vom Beinah-häckseln und Beinah-ernten

Es ist nicht zu fassen, drei Tage Höllenhitze, dann das Unwetter, und nun so saukalt wieder (Verzeihung, aber was anderes trifft es nicht) … so saukalt, dass man morgens auf dem Rad am liebsten Handschuhe überstreifen würde. Naja, ist doch wahr. Ich bin vor allem sauer, weil ich mir (aus gegebenem Anlass), am Samstag einen funkelnagelneuen Häcksler geschenkt habe. Samstag aber hatte ich keine Zeit … Sonntag darf man nicht häckseln (warum bloß?) und Montag? Da hat es geregnet wie oll und hört seitdem nicht wirklich auf. Ich bin schon ganz hibbelig. Ich muss dazu sagen, dass ich vor zwei Jahren schon einmal eine Anschaffung in diese Richtung getätigt habe … in Hinsicht auf die Nachbarschaftspflege fiel die Wahl auf einen „Leisehäcksler“ … pah, das war eher ein Leisetreter. Stundenlang stand man am Fress-Schlitz, schob Ästlein um Ästlein rein … noim noim noim … das Teil verschluckte sich andauernd und litt an Verstopfungen  und was unten raus kam, war allerhöchstens „Quetschgut“ zu nennen, nix Häckselgut. Mein Traum von klein geschredderter Biomasse war schnell ausgeträumt. Aber JETZT … #schmacht … ein MESSER-Häcksler … okay, mit 170 Dezibel mach ich mich vermutlich nicht sehr beliebt, aber sooo viel habe ich ja auch nicht zu häckseln. Also so normal viel halt.

Aber auf morgen setze ich meine ganz Hoffnung. Zeit, und vor allem: Wille … und wenn es regnet, dann häcksel ich eben im Gartenhaus. Basta. Auch meine Geduld hat einmal ein  Ende.

Sonst gibt es in diesem Jahr ja immer noch nicht brüllend viel zu berichten. Meine Balkonpflanzen modern so langsam in der Feuchtigkeit dahin, im Garten duckt sich irgendwie alles einigermaßen paralysiert weg. Ist ja auch nass. Und kalt. Immerhin meine Saubohnen sind in diesem Jahr wirklich üppig. Und tatsächlich ohne Läusebefall. Hatte ich ja noch nie.

Ich war kurz in Versuchung, sie zu ernten. Aber ein paar Tage können sie schon noch, oder? Mhm, freu mich schon auf die erste Ernte.

Gartenträume · Gartenzwerge & grüne Läuse · Kompostereien

Es geht wieder los :-)

Eigentlich unglaublich, so etwas Mitte April zu schreiben, aber Tatsache: JETZT (erst) geht es wieder los im Garten. War es am Sonntag schon warm und mild, heute war dann richtig frühsommerlich. Naja, der Frühling wird wohl ausfallen in diesem Jahr.

Es ist alles etwas durcheinander. Die Tulpenpracht, auf die ich mich seit Herbst so freue, ist derweil eine Tulpenspitzenpracht, gerade einmal eine winzige Narzisse blüht schon. Dafür kommt aber schon einiges andere, die Apfelblüten sind kurz vor dem Platzen, auch die Johannisbeeren und die Jochelbeeren sind bald da. Ich bange noch ein wenig um meine im Herbst gepflanzten Bäumchen, zwar bin ich mir sicher, dass kleine Triebe zu sehen sind, aber entweder es geht wahnsinnig langsam, oder die Aprikose hat doch noch was abbekommen, in diesem zweiten fiesen Frost so spät im Jahr. Die Birne scheint aber zu kommen. Hoffentlich.

Heute allerdings war großer Tag 🙂

Ausheben des Schwarzen Goldes … ihr erinnert euch an meine Terra Preta Versuche im letzten Jahr? Ich war natürlich ungemein neugierig, ob das was geworden ist. Und was soll ich sagen: Keine Ahnung, ob man das Ergebnis nun Terra Preta nennen kann oder nicht, was man es auf jeden Fall nennen konnte war: Unglaublich toller Kompost. Feinkrümelig, dunkel, sehr gleichmäßige Rotte. Da wo noch groberes Material übrig war, extrem viel „Leben“, ganze Knäuel von roten Kompostwürmern, insgesamt schien mir die Erde sehr „lebendig“. Toll. Leider, leider nur viel zu wenig 😦

Vermutlich hätte ich nun, um wirklich testen zu können, ein Beet dick damit bestreuen sollen, aber ich habe es nicht über das Herz gebracht und so bekamen immerhin zwei große Beete eine dünne Schicht. Ich würde ja doch keinen wirklichen Vergleich haben, denn es ist ja immer von Jahr zu Jahr verschieden. Mal wächst was besser, mal schlechter. Aber sicher ist, dass ich mir wieder feine Kohle bestelle und sie schichtweise in meinen Kompost einarbeite. Die „Gare“ kommt dann denke ich von alleine. Dazu immer mal wieder etwas Zucker und/oder Milchsäurebakterien, dann wird das schon: Terra Scratchy 🙂

Das Foto, das ich gemacht habe, ist relativ umspektakulär, Erde eben 🙂 brauche ich hier nicht zu posten.

Eine zweite Aktion in diesem Jahr ist es, etwas Struktur in den doch ein bissele langweiligen Garten zu bekommen. Ja ich gebe zu, ich selbst bin da nicht so fantasievoll, bin eher der praktische Daumen, der Gemüse ernten möchte. Dieses Jahr habe ich Unterstützung und so wird viel Wert auf Blumen und Kräuter gelegt. Wir haben auch schon zwei kleine Naturzäune angelegt und jetzt bin ich doch begeistert. Sieht toll aus, oder?  Und noch ist nichts gewachsen!

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Ich bin sehr gespannt, wie sich die Bilder in den nächsten Wochen verändern werden. Außen herum wachsen nun Minze und Melissen, innen verschiedene andere Kräuter, Thymian, Rosmarin, weiß-nicht-was, und natürlich Basilisken …äh, Basiliken, Basilikums? … und natürlich  Blumen (auch essbare). Wir werden sehen 🙂

Auf meiner „praktischen“ Seite des Gartens habe ich zwischen die Frühlingszwiebelchen (die ich im Herbst gesteckt habe und die nicht recht wachsen wollen), Möhren und Rote Beete ausgesät. Witzigerweise hat der Stangensellerie, den ich nicht mehr geerntet habe (weil er auch keine Stangen hatte, nur Grün), überlebt und wächst kräftig nach.

Ansonsten habe ich die Beete vorbereitet. Vor vier Wochen habe ich ja die Saubohnen gesteckt (eigentlich schon sehr spät), aber dann kam die Kälte again … und nun ist hier auch alles durcheinander. Habe mal eine der Bohnenkerne ausgebuddelt, die fangen gerade mal an zu keimen. HEY, die sollen fertig sein, wenn dann die Tomaten, Paprika und der andere Kram raus kann. Himmel. Das wird doch nix mehr 😦 Da wird es eng auf den Beeten. Wo ich dieses Jahr gleich zwei große Beete vollgeknallt habe.

Aber genug geschimpft. Lässt sich ja nicht ändern. Und überhaupt. Es ist soooooo schön wieder draußen zu sein, den Rücken zu spüren. Heute waren die ersten Zitronenfalter zu sehen und auch schon andere Schmetterlinge. Riesenhummelm mit Vorderradantrieb #brrrrrrr …. Bienen,  und natürlich die liebestollen Vögel. Ach, meine hysterischen Brandmäuse nicht zu vergessen, die sind einigermaßen empört, weil ich ihnen ihre Wohnung auseinander genommen habe #Kompost.

Sorry, Mäuse 🙂