Gartenküche

Quittenchutney chilischarf

Kaum zu glauben, dass schon wieder ein Jahr um ist. Ist es aber definitiv, denn aus dem Gästezimmer duftet es verführerisch nach Quitten. Mit offenem Fenster ist der Raum kurzzeitig ein kühles Zwischenlager für geschenkte Äpfel, Quitten, die letzten Tomaten aus dem Garten, die Haselnüsse, die auf den „Knack“ warten.

Vor einigen Tagen schon habe ich eine erste Fuhre verarbeitet. Das Gelee wollte nicht, die Früchte haben zu wenig Saft abgegeben. Ob es wohl zu heiß war in diesem Jahr? Aus dem unglaublich aromatischen Mus habe ich dann gleich Quittenbrot geköchelt, das trocknet jetzt noch für das letzte finish im Backofen

Rezepte finden sich hier vom Vorjahr.

Dieses Jahr möchte ich weitere neue Rezepte ausprobieren und habe mit einem Chutney begonnen. Nach langer Rezeptsuche habe ich zwei zusammengewürfelt. Ich bin ja der Meinung, dass die Quitte für sich selbst schon so viel ungewöhnliches Aroma besitzt, dass ich mir kaum vorstellen kann, da noch mit vielen Gewürzen zu hantieren. Eher wenig, was die Quitte selbst im Geschmack abrunden könnte. Und ohne mich selbst loben zu wollen (warum eigentlich nicht?) Das Ergebnis überzeugt mich sehr.

1kg Quitten (Menge der Früchte etc. gewogen nach dem Putzen)
250g Äpfel
150g Schalotten
2-4 rote Chilischoten
1 Eßl. Ingwer
1 Zitrone (Abrieb und Frucht als Filets)
250ml Weißwein
125ml Apfelessig
2 Tl. Anissamen
2 Zimtstangen
2 Eßl. Salz
350g Zucker
Zubereitung:
Die Quitten mit einem weichen Tuch trocken abreiben, um den Flaum zu beseitigen. Blüte und Stiel abschneiden, vierteln und das Kerngehäuse rausschneiden. In kleine Stücke würfeln und sofort in etwas Zitronenwasser zwischenlagern.
Äpfel ebenso vorbereiten.
Schalotten in feine halbe Ringe schneiden.
Flüssigkeit und Gewürze (bis auf das Chili), Zucker … in einen fachen Topf geben und rühren, damit sich der Zucker löst.
Die Chili (am besten mit Handschuhen) von den Kernen befreien und sehr fein würfeln. In ein extra Schälchen geben.
Alles zum Kochen bringen. Nun am besten mit einem Tl. Chili beginnen und nach und nach zugeben, bis die individuelle Schärfe erreicht ist.
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Weich köcheln, bis die Flüssigkeit zu gelieren beginnt bzw. die Früchte weich sind. Noch heiß in Marmeladegläser füllen. Fertig
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Gartenküche

Sugo nach Scratchyart I

Sugo-Rezepte gibt es so viele, wie es Sugokochende Nonnas gibt. Ein „klassisches“ Sugorezept (also nur Tomate eigentlich) liegt noch auf Halde (Danke, Pat!) aber da ich nun auch bald in das Nonna-Alter komme #chch … darf ein Scratchy-Rezept wohl nicht fehlen.
Eigentlich ist es kein klassisches Sugo, sondern eher ein Reste-Was-Weg-Muss-Rezept. Bei mir musste dringend weg (weil ein paar Tage Urlaub): 5kg Tomaten, rote und grüne Paprika, eine Aubergine etc.
Die Tomaten habe ich geviertelt, in einem extra Topf kurz erhitzt, dann mit dem Mixstab püriert, aufkochen lassen und anschließend durch ein Haarsieb gestrichen. Weiter:
In einem weiten Topf eine feingeschnittende Zwiebel anschwitzen, mit einem Esslöffel braunem Zucker karamellisieren. Dann die gewürfelten Paprika- und Auberginenstücke dazu, weiter anschwitzen. Eine Knolle Knoblauch pressen, dazugeben. Mit der durchgestrichenen Tomatenpaste ablöschen. Würzen mit Salz, Pfeffer, Chili, Kräuter nach Geschmack (Basilikum, Oregano, Thymian, etc.). Nach Bedarf noch einen Spritzer Tomatenmark dazugeben. Köcheln lassen, bis das Sugo dicklich wird. Noch heiß in Schraubgläser einfüllen, auf den Kopf drehen und abkühlen lassen. Alternativ noch bei 90° eine halbe Stunde einwecken (Topf oder Backofen).
Ich fand das Ergebnis sehr überzeugend. Auf jeden Fall eine wunderbare Grundsoße, aber auch so schon fix und fertig als Suppe zum Beispiel. Hatte gleich ein Schälchen, dazu etwas Toast. Mnjam.