Über den Gartenzaun gelugt · Gartenträume

Kitchengarden im Mai 2017

Ok ok, die Überschrift ist ein wenig zu voreilig. Noch ist es April. Noch. Gerade noch. Irgendwie scheint mir in diesem Jahr der Frühling sehr verzögert. Nur so wenige warme Tage bislang, ansonsten kalt und kälter. Ungemütliches, wechselhaftes Wetter. Immerhin hatten wir hier Glück im Unglück. Da es insgesamt noch nicht so warm war, hinkte hier als ein wenig hinterher und so waren die letzten Nachtfröste nicht ganz so verheerend. Ob die Aprikose das überstanden hat, das weiß ich noch nicht, auch der Pfirsich stand in voller Blüte, als es so kalt war, aber immerhin der kleine Apfelbaum, der ist erst an diesem Wochenende richtig aufgegangen. Und so schön blüht er, der Kleine.

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Auch die anderen „Beeren“ erfreuen mein Herz. Überhaupt merke ich von Jahr zu Jahr, das ich mehr Lust auf Beeren bekomme. Mittlerweile gibt es vier Himbeerbüsche (Sommer- und Herbsthimbeeren), Johannisbeeren in schwarz, rot und weiß, eine Aronia, eine sibirische Blaubeere, Blaubeeren, Brombeeren, Walderdbeeren und seit letztem Jahr hier und da in Schalen und Kästen, Erdbeerbüsche zum Naschen (falls die Schnecken was übersehen) und natürlich meinen Wein, der sich vom Schuppen zum Haus hangelt.

Die Beete sind noch recht kahl. Außer den im Herbst gesteckten Zwiebeln, ein wenig Lauch vom Vorjahr, recken sich höchstens noch die ersten Kräuter (Schnittlauch, Peterle, Liebstöckel, Oregano, Majoran, Knoblauchkraut, etc.), und (immerhin) die Erbsen spitzeln aus der Erde. Auch der Kartoffelturm zeigt, dass es in ihm „arbeitet“. In den Kastenbeeten, hatte ich Kohlrabipflänzchen gepflanzt … den Frost haben sie überstanden, aber sehen sehr „rippig“ aus, da die ersten Schnecken gnadenlos über die zarten Blätter hergefallen sind. Umso erstaunlicher, dass die Salatköpfe noch unangetastet sind.

Im Moment freue ich mich über jedes grüne Blatt, und jede Blüte. Viel Farbe gibt es noch nicht im Auenland. Immerhin blühen im Gras (noch nicht geschnitten) Löwenzahn, Vergissmeinnichte, die Silbertaler in weiß und pink, die Mahonie blüht, aber es wird schon: die Akeleien sind überall am Start, der Goldmohn kommt auch, ebenso wie die Bauernnelken und vermutlich auch die versamten Cosmeen. Nur noch ein wenig Geduld.  Und falls Madame Wuff, dieser Mäusefänger vor dem Herrn mal noch lernt, ihre dicken Pfoten aus dem Kräuterbeet zu lassen, dann wird auch das wieder üppiger aussehen. 🙂

Aber was solls: Da ich neben viel Arbeit auch noch „Rücken“ habe, wird es in diesem Jahr vermutlich sowieso die „Rückkehr ins Biotop“ bedeuten, wer weiß, vielleicht wird mir das Auenland den Wildwuchs danken …

 

Was mir allerdings wirklich etwas Sorgen macht (und auch Madame Wuff schaut sehr besorgt), sind die angesäten Tomaten. Die sehen in diesem Jahr wirklich mehr als erbärmlich aus. Wenn ich mir vorstelle, dass es schon Jahre gab, in denen ich auf die Eisheiligen „gepfiffen“ habe und die Pflanzen schon Anfang Mai rausgesetzt habe … du liebe Güte, die kleinen Pupser würden keine zwei Tage überleben. 😦DSCF0562.jpg

Aber: Alles wird gut. Bestimmt.

In diesem Sinne: rutscht gut rein in den Mai, schwingt das Tanzbein oder euch auf den Hexenbesen.

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Über den Gartenzaun gelugt · Schätze Konservieren

Vom Beinah-häckseln und Beinah-ernten

Es ist nicht zu fassen, drei Tage Höllenhitze, dann das Unwetter, und nun so saukalt wieder (Verzeihung, aber was anderes trifft es nicht) … so saukalt, dass man morgens auf dem Rad am liebsten Handschuhe überstreifen würde. Naja, ist doch wahr. Ich bin vor allem sauer, weil ich mir (aus gegebenem Anlass), am Samstag einen funkelnagelneuen Häcksler geschenkt habe. Samstag aber hatte ich keine Zeit … Sonntag darf man nicht häckseln (warum bloß?) und Montag? Da hat es geregnet wie oll und hört seitdem nicht wirklich auf. Ich bin schon ganz hibbelig. Ich muss dazu sagen, dass ich vor zwei Jahren schon einmal eine Anschaffung in diese Richtung getätigt habe … in Hinsicht auf die Nachbarschaftspflege fiel die Wahl auf einen „Leisehäcksler“ … pah, das war eher ein Leisetreter. Stundenlang stand man am Fress-Schlitz, schob Ästlein um Ästlein rein … noim noim noim … das Teil verschluckte sich andauernd und litt an Verstopfungen  und was unten raus kam, war allerhöchstens „Quetschgut“ zu nennen, nix Häckselgut. Mein Traum von klein geschredderter Biomasse war schnell ausgeträumt. Aber JETZT … #schmacht … ein MESSER-Häcksler … okay, mit 170 Dezibel mach ich mich vermutlich nicht sehr beliebt, aber sooo viel habe ich ja auch nicht zu häckseln. Also so normal viel halt.

Aber auf morgen setze ich meine ganz Hoffnung. Zeit, und vor allem: Wille … und wenn es regnet, dann häcksel ich eben im Gartenhaus. Basta. Auch meine Geduld hat einmal ein  Ende.

Sonst gibt es in diesem Jahr ja immer noch nicht brüllend viel zu berichten. Meine Balkonpflanzen modern so langsam in der Feuchtigkeit dahin, im Garten duckt sich irgendwie alles einigermaßen paralysiert weg. Ist ja auch nass. Und kalt. Immerhin meine Saubohnen sind in diesem Jahr wirklich üppig. Und tatsächlich ohne Läusebefall. Hatte ich ja noch nie.

Ich war kurz in Versuchung, sie zu ernten. Aber ein paar Tage können sie schon noch, oder? Mhm, freu mich schon auf die erste Ernte.