Gartenküche

Back again im kitchen-garden

Hallo again! Keine Ahnung, ob jemand mich vermisst hat … vermiest hatte mir die Datenschutzgrundverordnung etliche Monate die Freude am Bloggen. Ich war völlig überfordert von all dem, was ich wohl nun soll, nicht verstehe, nicht weiß, aber muss …  Aber nun müsste alles gefixt sein.

So überfordert war ich, dass ich irgendwann genervt die Seite einfach stumm geschalten habe. Der Frühling ging dann in diesem Jahr nahtlos in einen (sehr trockenen) Sommer über, mit dem Effekt, dass mein kitchen garden derzeit quasi aus allen Nähten platzt. Noch nie hatte ich so früh schon so eine Diversität im Garten. Anfang Juli und ich kann wählen zwischen: ersten Tomaten, Paprika, Bohnen, Rote, gelbe und geringelte Beete, Lauch, Kohlrabi, Gurken, Zucchini … etc .etc. Alles gleichzeitig! Wahnsinn.

Nach der langen Blog-Flaute allerdings muss ich mich erstmal wieder rantasten.

Deshalb die Idee, ganz bescheiden beginnen mit: Kräuter in meinem Garten

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Ein Projekt für dieses  Jahr war, meine Kräuterauswahl etwas breiter aufzustellen.

Bei einem meiner Beete war die Umrandung (aus geflochtener Weide) endgültig weggebröselt. Statt eines neuen Zauns habe ich nun das Beet mit Kräutern eingerahmt. Nun wachsen im kitchen garden: Rosmarin, Basilikum, Oregano, Majoran, Thymian, Zitronenthymian, Goldoregano, Currykraut, Schnittlauch und Petersilie, Zitronenverbene, Salbei … am anderen Ende dann Liebstöckel und überall verteilt in den Beeten: Bohnenkraut, Dill und Borretsch. Im Lavendelgarten noch verschiedene Minzen und Melisse.

Neben meinen kulinarischen Ansprüchen, wollte ich mit den Kräutern auch den Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und sonstigem Gebrauche eine Freude bereiten. Und diese Rechnung ist voll aufgegangen. Die Insekten sind regelrecht besoffen, wenn sie sich in den blühenden Kräutern tummeln. (Ich beernte vieles „hälftig“, eine Hälfte darf blühen)

Da ich von Petersilie einfach nicht genug bekommen kann und diese Prinzessen beim mir einfach immer zicken und nicht wachsen wollen, wenn ich sie ansäe, habe ich dieses Jahr etwas Neues versucht: Im Gartencenter habe ich einen Kasten Setzlinge (Petersilienwurzeln) gekauft und vorsichtig ausgepflanzt (ist schon Trick, die feinen Würzelchen zu versenken, ohne sie zu knicken). Und siehe da: Das Kraut wuchert, ich kann büschelweise ernten, immer hier und da einen Zweig, ohne die Pflanze am Wachstum zu hindern. Und wer weiß, vielleicht habe ich im Herbst dazu die leckeren Wurzeln. Genial. Das Kraut ist zwar etwas härter und kräftiger als z.B. von Blattpeterle … aber so lecker.

Was aber mache ich mit all den Kräutern?

Regelmäßig beernte ich die „Südländer“ und trockne sie für „Kräuter der Provence“. Daneben friere ich unterschiedliche Geschmacksrichtungen ein: Schnittlauch pur, Petersilie pur … aber vor allem auch meine Quer-durch-alle-Sorten-Mischungen, die ich vor allem in den Salaten liebe. In diese kommt dann zu den oben genannten Gartenkräutern immer auch noch ein Hauch  Pfefferminze dazu. Extrem lecker auch für Kräuterbutter oder Kräutersoßen.

Als erfrischendes Sommerdessert zu empfehlen:

Eine reife Wassermelone stückeln.

Pfefferminze fein schneiden und mit Rohrzucker etwas mörsern. Minzzucker über die Melone geben. Bon appetit

 

 

 

Gartenküche · Weihnachtsbäckerei

Dreckbatzerl

Draußen ist es grau und nass und nass und grau. Einer dieser Tage, an denen es der Seele wohl tut, wenn es in der Stube warm ist und fein duftet. Da passt es gut, das schöne Rezept vom Salzkörnchen auszuprobieren. Ich habe nur wenige Anpassungen vorgenommen, also nur Butter und Ei ersetzt bzw. ausgetauscht.  Bei ihr heißen die Plätzchen Schoko-Schnee-Kugeln. Dazu habe ich aber wenig Assoziationen, ich nenne sie mal „Dreckbatzerl“ 😉 Weil … ganz so schön gleichmäßig wie beim Salzkörnchen sind die meinen nicht geworden. Aber sie schmecken sehr lecker. Unglaublich schokoladig, ein wenig knusprig außen und zart und mürbe innen:

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Zutaten:

100g Schokolade (50% Kakao)
50g Margarine
1 Eßl. Sojamehl in Rapsöl angerührt
60g Rohrohrzucker
100g Dinkelmehl
1 EL  Kakaopulver
1/4 TL Backpulver
Salz
1 Eßl. Lebkuchengewürz
1 EL Kirschwasser
Puderzucker zum Wälzen
Zubereitung:
Die Schokolade  mit der Margarine im Töpfchen schmelzen. Etwas abkühlen lassen. In einer Schüssel Mehl, Kakao, Backpulver, Gewürze und Obstler vermischen.  Soja-Rapscreme und Zucker zugeben und die Schokoladen-Margarine unterrühren. Zeig kennen und schon kleinere Rollen formen. Teig kühlstellen.
Backofen auf 170 Grad vorheizen.
Puderzucker in eine kleine Schüssel oder Müslischale sieben. Kleine Scheiben von den Rollen abschneiden und zu Kugeln formen. Ordentlich dick im Puderzucker wälzen und auf das Backblech setzen. Ca. 10-12 Minuten backen.
Gartenküche

Brombeer-Variationen

Das das Gartenjahr bislang nicht das „best-ever“ ist, ich denke, die Litanei kann ich mir jetzt sparen. Die Sonne sehe ich nur flüchtig im Vorbeihuschen. Ansonsten: Regen, Regen, Regen. Naja, das Auenland hat zumindest eines dadurch üppig: Wasser. Anderen wieder fehlt genau das. Aber was hilft’s: Die Erdbeeren schimmeln, die Tomaten kämpfen mit der Braunfäule (ich mit den Tränen). Die Schnecken fressen ab, was übrig bleibt. Ne, schön ist anders.

Aber wie auch schon im letzen Jahr, wachsen die Brombeeren … üppig, üppiger, am üppigsten. Hier hab ich wohl den „Bogen“ raus, wie schneiden muss und auch das festtüddeln am alten Rose-Bogen. Vielleicht auch einfach Glück. Auf jeden Fall: Blüten, Früchte ohne Ende. 20kg dürfte nicht gelogen sein.

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Die müssen erst mal verarbeitet werden. Mein Platz an Tiefkühlmöglichkeiten ist begrenzt, davon abgesehen, halte ich nicht so viel davon, wegen der ständigen Energiekosten übers Jahr. Also wie in jedem Jahr die Überlegungen: Was machen wir mit den Früchten? Es gibt noch etwas, was ich nicht so gerne mag: Kernchen in der Marmelade und Verschwendung von Lebensmitteln. Wie das zusammenpasst? Naja, so:

  1. Runde: Saft machen … es bleibt übrig, eine Menge Frucht. Viel zu schade zum wegwerfen. Also
  2. Runde: Marmelade, bzw. Fruchtmus (ohne Kernchen)
  3. Brombeermark
  4. Nur Marmelade ist auch nicht der Brüller (sooo viel essen wir nicht davon) … also : Chutney
  5. Brombeeressig
  6. „Fruchtleder“ (steht noch an)
  7. Brombeeren dörren (steht noch an)

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Brombeersaft:

Letztes Jahr haben wir hauptsächlich Sirup hergestellt. Dieses Jahr wollte ich einmal Saft versuchen. Da ich eine kleine Presse habe (eigentlich für Tofu), versuchte ich die „Kaltpressung“. Was für eine Schweinerei. Ich sag euch. Ne, das war wohl nichts. Außerdem frage ich mich: Wo ist geschmacklich der Unterschied, wenn ich den Saft dann eh einkoche?

Also eine halb-kalte Methode:

Die Brombeeren werden frisch in einer großen Schüssel mit einer Kelle ordentlich „zermatscht“. Dann kommen sie über nacht in den „Saftsack“ zum Abtropfen (alternativ geht natürlich auch die Oma-Methode mit Hocker auf den Kopf drehen und Tuch antüddeln …)

Am nächsten Tag siebe ich den Saft nochmal durch ein sehr feinmaschiges Sieb. Gesüßt wird nach Fruchtsüße und Geschmack. Bei mir ca. 50-70g Zucker pro Liter. Da der Brombeersaft pur als Trinksaft zu „dick“ ist, wird er mit (abgekochten, abgekühltem) Wasser verdünnt. Auf einen Liter puren Saft, ca. 3/4l Wasser.

Ich erhitze den Saft vorsichtig auf ca. 80° C (nicht kochen). Dabei schöpfe ich den Schaum schön ab. Dann in Bügelflaschen füllen (was mussten wir viel Bier trinken chch) und bei 90°C 40 min einwecken.

Das war also die erste Runde:

Aus dem Fruchtbrei kann man nun verschiedene Leckereien herstellen:

Brombeeressig:

In eine große Flasche (ich nehme eine braune Glas-Milchflasche) fülle ich Frucht und einen feinen Weißweinessig. Das ganze bleibt ca. 14 Tage stehen, dann abseihen und den Essig umfüllen. Sehr sehr lecker. (Achtung: Auch hier kann der Fruchtbrei noch verwendet werden, z.B. als Fruchtmark für das Chutney, oder in kleinerer Menge durchaus auch in die Marmelade!)

Weiter wird der abgetropfte Fruchtbrei  durch ein Haarsieb gestrichen (wegen der Körner 😉 ). Mit dem dann entstandenen Fruchtmark lässt sich ganz herrliche Marmelade herstellen oder auch ein scharf-würziges Chutney:

Hier mein Rezept:

Brombeer-Chutney

500g Brombeermark

2 Äpfel (klein gewürfelt)

1 große Zwiebel (klein gewürfelt)

2-3 Knobizehen gepresst

20g Ingwer (klein gewürfelt)

100g brauner Zucker

100ml Brombeeressig (oder einen anderen)

bei Bedarf etwas Saft (z.B. Brombeersaft 😉 )

Salz (ca. 1 Tl), Pfeffer, Cheyennepfeffer, Chiliflocken, 4-5- Pimentkörner, 2 Lorbeerblätter, ein Stück Zimtstange, 2 Nelken

Alles zusammen aufkochen lassen. Ca. 10-15 min köcheln lassen, abschmecken (Verhältnis Schärfe/Süße) und noch heiß in Gläser füllen. Davor die groben Gewürze wieder raussammeln.

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Holler-Boller-Hollerblüte

In jeden Garten gehört ein Holunderstrauch. Das wussten schon die Altvorderen, er galt als Lebensbaum,  aushacken oder gar Verstümmeln des Buschs war mit Unglück oder gar Tod verbunden. In ihm wohnen die guten Hausgeister, eine wohltuende Vorstellung. Als ich das Auenland übernommen habe, war klar: Holunder  muss her. Die ersten Versuche misslangen, aus Platzgründen wollte ich ihn vor die Hecke pflanzen, dachte aber nicht an den guten Bauern, der den breiten Grünstreifen netterweise mitpflegt … und schwupps war er abgemäht.

Als das kleine Buschlein da noch stand (mit Schild), hörte ich (hinter der Hecke) einen Spaziergänger „ablesen“, was da wächst und dann (leicht spöttisch) zu seiner Frau sagen: Sowas kauft man doch nicht. Nun denn, ich kaufte doch noch mal einen, der nun im Garten neben meinem Komposter wächst, leider eher in die Breite als in die Höhe. Aber siehe da: aus der Ligusterhecke am anderen Ende des Gartens heraus verströmte beim Schneiden ein vertrauter Geruch, weshalb ich die letzten zwei Jahre den Trieb stehen ließ. Und ein schöner Holunder wächst nun auch aus der Hecke heraus. Und tatam, dieses Jahr die erste (kleine) Ernte. Alles will ich natürlich nicht abnehmen, außerdem, ein paar Fläschlein Beerensaft ist auch nicht zu verachten.

Aus den ca. 20 Dolden sollte Hollerblütensirup entstehen. Nach langem Rezeptewälzen habe ich mich für die „Tiroler-Variante“ entschieden. In Tirol habe ich das erfrischende Getränk ursprünglich kennengelernt. Der Unterschied zur „skandinavischen Variante“ schein darin zu liegen, dass man die Dolden nur 24 Std. im kalten Wasser ansetzt, während man den skandinavischen Ansatz fünf Tage stehen lässt. (Das ist bei mir auch schon zweimal schiefgegangen und geschimmelt). Aber es scheint hier auch tausende Rezepte zu geben. Hier alsomdas 1001te von mir.

Rezept Holunderblütensirup:

Ca. 20 Holunderdolden (in voller Blüte) vorsichtig ernten. Auf einem Tuch sachte abklopfen (wegen der Bewohner) und möglichst die grünen Stängel dicht an den Blüten abknipsen.

In 2l Wasser mit zwei Scheiben Zitrone einlegen, mit einem Tuch abdecken und 24Std. stehen lassen.

Blüten absieben, 1kg feinen weißen Zucker zugeben und ca. 10min. köcheln lassen. Abschaumen. Den Saft von drei-vier Zitronen dazugeben, nochmal aufkochen, heiß in Flaschen füllen.

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Gartenküche

Rendevouz mit Nuss an Hefe — Nusszupferl-Kuchen

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Hefe liebe 😉 Mein vor einigen Tagen ausprobierte Rezept, ursprünglich Milchbrot Tangzhong, bei mir Zupfbrot ist so der Hammer, dass ich bei jeder Scheibe kauend nachgesonnen habe, dass das sicherlich auch gut mit Nuss käme. Zum Glück gabs noch ein Säckchen Walnüsse, selbst gesammelt natürlich. Die habe ich mit Hilfe vom Monsieur (Madame Wuff hatte anderes zu tun) schnell geknackt.

Der Teig wurde etwas süßer konzipiert (wünschte sich Monsieur, mir hätte auch weniger gereicht).

Und was soll ich sagen … legga. Konnte mich eben nicht beherrschen und habe gleich das noch warme erste Stück vertilgt.

Also nochmal das Rezept (wenngleich es quasi identisch mit dem Zupfbrot ist)

Zutaten:

Vorteig:

25g Mehl, 100g Wasser

Teig:

Vorteig, und 125gr. Pflanzenmilch (ich nehme Sojamilch) und 12g frische Hefe

und 380g Mehl und 100g Zucker, 40g kalte Margarine

etwas Sojamilch zum Bestreichen

Füllung:

120g Walnüsse gehackt, 50g Zucker und 50g Margarine in einem Töpfchen schmelzen.

Zubereitung:

Für den Vorteig: Wasser und Mehl in einem Töpfchen warm machen und mit dem Schneebesen rühren, bis eine cremig/dicke Masse entsteht

Pflanzenmilch erwärmen Zucker verrühren. Hefe in Schüssel krümeln, mit allen anderen Zutaten in einer Rührschüssel zusammengeben und ca. 8-10m kneten (Knethaken). Den Teig abgedeckt ca. eine gute Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig in sechs Portionen teilen, die Batzen jeweils vorsichtig (am besten mit den Handflächen) oval flachdrücken, längs 1/3 einschlagen, dann die Restlänge darüberschlagen. Kurz ruhen lassen, damit der Teig wieder entspannt. Dann von der kurzen Seite her wieder länglich flach drücken. Die Nussmasse auf die Stücke geben und von der kurzen Seite her aufrollen. Die Rollen mit der Naht nach unten in eine gefettete Kastenform setzen und eine weitere Stunde ruhen lassen.

Den Backofen auf 175°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Den Kuchen ca. 35min. ausbacken, nach der Hälfte der Zeit auf Unterhitze umstellen und mit der Sojamilch bestreichen.

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Tanz in den Mai – Zupfbrot

Vermutlich brauche ich es nicht einmal mehr zu erwähnen, es dürfte bekannt sein, wie sehr ich Hefeteig (und alles, was man damit machen kann) liebe. Man glaubt kaum, dass Hefe sich in so vielen unterschiedlichen Varianten zubereiten lässt. Gerade kürzlich erst, habe ich mit dem Brioche und den „Briorschlerln“ zu Ostern gelernt, dass es sogar ganz ohne Vorteig bzw. ganz ohne „Gehen“ geht. Das Zauberwort war hier … Wasserschale beim Backen. Das Rühren, Kneten und Falten hat für mich immer etwas von meditativem Tanz 🙂 Also könnte man es einen „Tanz in den Mai“ nennen.

Trotz der vielen vielen Hefeteigrezepte, löst das Lesen einer Variante, die ich noch nicht kenne, nach wie vor aus: MUSS ich versuchen. Und eine asiatische Version von Hefeteig? (wobei ich keine Ahnung habe, wie es zu diesem Namen kommt). Das hat meine Aufmerksamkeit doppelt erregt. Vor allem, da ich immer noch auf der Suche nach „dem“ ultimativen Rezept bin, durch das ich als Ergebnis ein Hefestück habe, das sich weich und zupfig „reißen“ lässt.  Es war also gleich klar, dass ich das  Milchbrot Tangzhong  vom Salzkörnchen ausprobieren möchte. Und da bei mir ohne Milch (und ohne Ei) brauchte es eben noch einen neuen Namen 🙂 Ich nenne es schlicht mal Zupfbrot. Und es kommt meiner Vorstellung sehr sehr nahe!

Zutaten:

Vorteig:

25g Mehl, 100g Wasser

Teig:

Vorteig,

125gr. Pflanzenmilch (ich nehme Sojamilch)

12g frische Hefe

350g Mehl

70g Zucker, da ich ein „süßes“ Brot möchte (ich nehme Rohrzucker und einen Teil Vollrohr), etwas Vanillepulver

1 Pr. Salz

40g kalte Margarine

etwas Sojamilch zum Bestreichen

Zubereitung:

Für den Vorteig: Wasser und Mehl in einem Töpfchen warm machen und mit dem Schneebesen rühren, bis eine cremig/dicke Masse entsteht

Pflanzenmilch erwärmen mit Hefe und Zucker verrühren.

Nun alle Zutaten in einer Rührschüssel zusammengeben und ca. 8-10m kneten (Knethaken). Den Teig abgedeckt ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig in sechs Portionen teilen, die Batzen jeweils vorsichtig (am besten mit den Handflächen) oval flachdrücken, längs 1/3 einschlagen, dann die Restlänge darüberschlagen. Kurz ruhen lassen, damit der Teig wieder entspannt. Dann von der kurzen Seite her wieder flach drücken und aufrollen. Die Rollen mit der Naht nach unten in eine gefettete Kastenform setzen und eine weitere Stunde ruhen lassen.

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Den Backofen auf 175°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Das Zopfbrot ca. 35min. ausbacken, nach der Hälfte der Zeit auf Unterhitze umstellen und mit der Sojamilch bestreichen.

Wenn es ausgebacken ist, auskühlen lassen …und …YESSSS … der Aufwand lohnt sich definitiv. Sehr sehr lecker 😋 Ganz weich und fluffige Konsistenz.

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Oster-„Briorscherl“

Gibt es einen schöneren Teig als Hefeteig? Diese seidig-weiche Konsistenz, der feine Duft, die unendlichen Möglichkeiten. Und immer wenn ich denke, ich jabe alle Varianten durch, findet sich doch wieder was Neues. So die Variante: Hefeteig ohne „Gehen“. Konnte es eigentlich kaum glauben, aber es funktioniert. Gut sogar. Das Geheimnis ist wohl die Kombination aus warmer Milch, sehr langem Kneten und dem Wasserdampf beim Backen. Wie dem auch sei. Schnelles Gelingen ist gewiss. Ob als „Brioche“ in der Form oder wie hier, passend zum Osterfest, als „Briorscherl“ in Häschenform. 🙂

Frohe Ostern und guten Appetit
Zutaten:
500g Mehl
100g Zucker
60g Margarine
250ml warme Sojamilch
1 Würfel Hefe
1 Pr. Salz

 

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Einfacher Hefeteig, „ohne Gehen“

Milch mit Margarine im Töpfchen anwärmen. Hefe in eine Schüssel bröseln, Mhel und Zucker dazu geben. Fett-Milch unter Rühren dazugeben und mit den Knethaken sehr lange durchkneten, bis ein seidig-glatter Teig entstanden ist.
In den Backofen unten ein tiefes Blech schieben und mit einem Liter Wasser befüllen. Herd auf Umluft volle Hitze geben.
Aus dem Teig gleich große Batzen abstechen, jeweils eine Wurst rollen (kein Mehl zugeben). Aus der Wurst einen Knoten formen, den abstehenden Zipfel in zwei Öhrchen einschneiden. Mit Sojamilch bestreichen. (ein zweites Mal, wenn sie beginnen zu bräunen)

Die „Briorscherl“ bei 180-190° Umluft backen bis sie goldgelb sind (ca. 20 min)

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Im Märzen der Bauer …

Schnelles Gartenessen.

Frühlingsanfang und noch eine Menge zu tun im Auenland. Kompost sieben, umsetzen, neu schichten, Beete auflockern, erste Saaten legen … wenig Zeit für die Küche.

Immerhin, die ersten Kräuter spitzeln schon: Schnittlauch, Knobluchkraut … bin ganz gierig auf das Grün und könnte es fast halten wie Madame Wuff, die neuerdings wie ein Schäfchen das frische Grün abweidet.

Aber auch für solche Tage gibt es schnelle und leckere  Rezepte, die sich gut vorbereiten lassen. Auch aus Resten: im Kühlschrank war noch ein übrig gebliebenes Bällchen Pizzateig, alternativ kann man sich Kugeln davon einfach einfrieren.

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Warmes Kräuterbrot und bunter Frühlingssalat

Teig:

500g Mehl, Salz, Olivenöl, Wasser, 1/2 Würfel Hefe

Den Hefewürfel mit einem Tl. Zucker, zwei Eßl. Mehl und etwas warmen Wasser verrühren  und einen Vorteig gehen lassen (ca. 20 min).

Mehl, Salz, ca. 2 Eßl. Olivenöl mit dem Vorteig und Wasser gut verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Gehen lassen. Nochmal durchkneten. Bällchen formen. Der Teig hält prima 2-3 Tage im Kühlschrank, kann man aber auch in Bällchen einfrieren, dann hat man immer ein schnelles Essen bereit.

Für das warme Kräuterbrot:

Ein kleines Blech mit Olivenöl einpinseln, Fladen flachdrücken oder ausrollen und auflegen. Etwas Olivenöl auf den Teig pinseln, pfeffern und salzen. Zwei Eßl. veganen Schmand verstreichen, eine fein geschnittene Schalotte verteilen, frische Kräuter on top.

Im Backofen Umluft 250° C ca. 15-20 min. backen, warm servieren.

Dazu einen gemischten Salat.

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Gerührt statt geschüttelt – Brot ohne Kneten

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Ohne viele Worte mal wieder mein geliebtes Brotrezept, etwas optimiert. Klappt immer.
Heute mit Beispiel-Zeitplan:
Am Morgen, Sauerteig ansetzen
Hierfür entweder den aufgehobenen Sauerteigbatzen nehmen oder … schließlich ist immer das erste Mal: einen flüssigen Sauerteig im Bioladen kaufen.
Den Batzen (oder den gekauften Sauer) mit ca. 3-4 gehäuften Eßl. Mehl und warmen Wasser zu einem Brei anrühren, abdecken und an einem warmen Ort den Tag über stehen lassen.
Tipp: Wenn man z.B. immer nur Vollkornbrot backt, dann am besten immer mit Roggenmehl füttern. Ich backe jedoch in einem Rutsch immer ein Weißbrot und ein Vollkornbrot, so habe ich mir einen gekauften Roggensauerteig „umgefüttert“, also nur noch mit Weizen- oder Dinkelmehl „hell“ gefüttert. Mit diesem hellen Sauerteig mache ich sowohl das Weißbrot, als auch gute Roggenbrote.
Roggen-Dinkel Vollkornbrot:
Vorbereitung Teig (für eine große Brotkastenform) am Abend
In eine große Backschüssel kommen:
200g Roggenmehl
300g Dinkelvollkornmehl
100g helles Dinkelmehl (600er)
1,5 Tl. Salz (hier muss man etwas ausprobieren, wie man es mag. Zu fad schmeckt  das Brot nicht)
1 Tl. Gerstenmalz, alternativ geht auch ein Tl. Honig
Wahlweise/nach Geschmack:
2 Eßl. Sonnenblumenkerne
Geschroteter Leinsamen, Menge nach Geschmack (ca. 2 Handvoll)
Haferflocken (1 Handvoll)
Tipp: Die Zusammensetzung der Mehle kann man natürlich variieren: 6-Korn-Mehl, heller, dunkler,  andere Saaten hinein …
Vom  blubbernden und säuerlich duftenden Sauerteig kommen sofort ca. 4 Eßl. in ein Glas und werden mit Mehl zu einem trockenen Batzen verrührt. Das Glas kommt in den Kühlschrank, dort wartet der Batzen auf seinen nächsten Einsatz.
Nun weiter mit dem Brotteig:
Je nachdem, ob man nur eine Sorte Brot backt, entweder den Rest Sauerteig in eine Schüssel geben, oder auf zwei Schüsseln aufteilen.
Zum Sauerteig in die Schüssel kommen nun alle obigen Zutaten und werden mit einem Kochlöffel (mit Loch) und ca. o,5 l warmen Wasser kräftig verrührt (Wasser nach und nach zugeben), bis ein dicker Brei entstanden ist. Einmal durchschlagen.
Abdecken und über Nacht gehen lassen.
Am nächsten Morgen:
Brotform fetten.
Teig reingeben.
Backofen (mit Umluft) auf höchstmögliche Temperatur vorheizen.
Kastenform auf mittlerer Schiene einschieben,
1. Runde: 25 min. auf voller Hitze backen
Dann:
Ofen vorsichtig öffnen (Achtung sehr heißer Dampf) und das Brot nochmal mit etwas Wasser pinseln. Temperatur auf 200° C runterschalten und Unterhitze
2. Runde: 20 min. bei 200° Unterhitze
Dann:
Brot aus der Form nehmen, wieder in den Backofen schieben und ohne Form noch weitere 15-20 min. bei gleicher Hitze backen.
Abkühlen lassen. Fertig
2. Variante Weißbrot
Alles wie oben, lediglich andere Zutaten
600g Weizenmehl (405er)
1,5 Tl. Salz
1 Tl. Gerstenmalz (oder Honig)
1 Eßl. neutrales Pflanzenöl (geht auch ohne)