Gartenküche

Tanz in den Mai – Zupfbrot

Vermutlich brauche ich es nicht einmal mehr zu erwähnen, es dürfte bekannt sein, wie sehr ich Hefeteig (und alles, was man damit machen kann) liebe. Man glaubt kaum, dass Hefe sich in so vielen unterschiedlichen Varianten zubereiten lässt. Gerade kürzlich erst, habe ich mit dem Brioche und den „Briorschlerln“ zu Ostern gelernt, dass es sogar ganz ohne Vorteig bzw. ganz ohne „Gehen“ geht. Das Zauberwort war hier … Wasserschale beim Backen. Das Rühren, Kneten und Falten hat für mich immer etwas von meditativem Tanz 🙂 Also könnte man es einen „Tanz in den Mai“ nennen.

Trotz der vielen vielen Hefeteigrezepte, löst das Lesen einer Variante, die ich noch nicht kenne, nach wie vor aus: MUSS ich versuchen. Und eine asiatische Version von Hefeteig? (wobei ich keine Ahnung habe, wie es zu diesem Namen kommt). Das hat meine Aufmerksamkeit doppelt erregt. Vor allem, da ich immer noch auf der Suche nach „dem“ ultimativen Rezept bin, durch das ich als Ergebnis ein Hefestück habe, das sich weich und zupfig „reißen“ lässt.  Es war also gleich klar, dass ich das  Milchbrot Tangzhong  vom Salzkörnchen ausprobieren möchte. Und da bei mir ohne Milch (und ohne Ei) brauchte es eben noch einen neuen Namen 🙂 Ich nenne es schlicht mal Zupfbrot. Und es kommt meiner Vorstellung sehr sehr nahe!

Zutaten:

Vorteig:

25g Mehl, 100g Wasser

Teig:

Vorteig,

125gr. Pflanzenmilch (ich nehme Sojamilch)

12g frische Hefe

350g Mehl

70g Zucker, da ich ein „süßes“ Brot möchte (ich nehme Rohrzucker und einen Teil Vollrohr), etwas Vanillepulver

1 Pr. Salz

40g kalte Margarine

etwas Sojamilch zum Bestreichen

Zubereitung:

Für den Vorteig: Wasser und Mehl in einem Töpfchen warm machen und mit dem Schneebesen rühren, bis eine cremig/dicke Masse entsteht

Pflanzenmilch erwärmen mit Hefe und Zucker verrühren.

Nun alle Zutaten in einer Rührschüssel zusammengeben und ca. 8-10m kneten (Knethaken). Den Teig abgedeckt ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig in sechs Portionen teilen, die Batzen jeweils vorsichtig (am besten mit den Handflächen) oval flachdrücken, längs 1/3 einschlagen, dann die Restlänge darüberschlagen. Kurz ruhen lassen, damit der Teig wieder entspannt. Dann von der kurzen Seite her wieder flach drücken und aufrollen. Die Rollen mit der Naht nach unten in eine gefettete Kastenform setzen und eine weitere Stunde ruhen lassen.

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Den Backofen auf 175°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Das Zopfbrot ca. 35min. ausbacken, nach der Hälfte der Zeit auf Unterhitze umstellen und mit der Sojamilch bestreichen.

Wenn es ausgebacken ist, auskühlen lassen …und …YESSSS … der Aufwand lohnt sich definitiv. Sehr sehr lecker 😋 Ganz weich und fluffige Konsistenz.

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