Gartenküche

Bärige Tatzen

Heute nur ein kleines Rezept zum Beginn der Back-Season 2015

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Im letzten Winter habe ich beim Wegräumen der Weihnachtssachen im Keller meines Schwiemütterchens einen Karton voller Schätze gefunden. Alte bis uralte Plätzchen-Ausstecher und Förmchen. Vor allem die muschelartigen Schälchen hatten es mir angetan und gleich wurde Schwiemu interviewt, was man denn damit anfängt.

Bärentatzen machte sie damit. Und ich kann sie alle haben. Und eines darf ich nie … nie, niemals nie. Die Förmchen abwaschen. Sonst klebt alles. Und wird nix. Ich hab mich riesig gefreut über die Kiste. Allerdings … anbacken hin oder her. Die Teile MUSSTEN abgewaschen werden. Nach vielen Jahren im Keller, Staub, altes Fett … nein, beim besten Willen. Ich habe sie also ordentlich geschrubbt und dann (bin ja schon Profi, wegen meiner Brotbackformen) … dann habe ich sie im Backofen wieder neu eingebrannt. Also mit etwas Kokosfett eingerieben und eine Stunde bei 100°C kopfüber im Backofen stehen lassen.

Der Teig war sehr schnell hergestellt:

Zutaten

180g Nüsse fein gemahlen (ich habe frisch geröstete Haselnüsse aus eigener Ernte verarbeitet)
250g Margarine
200 g brauner Zucker
360g Mehl
2 Tl. Zimt, 1 Messerspitze gemahlene Nelken, 4 Eßl. Kakao

Alles zu einem glatten Teig verkneten.

Tatzen

Schwieriger war es, mit den dürftigen Angaben (siehe oben) weiterzuarbeiten. Da brauchte ich noch die Kindheitserinnerungen von Monsieur und Zuversicht 😉

Den Teig ließ ich ca. eine Stunde kühl  ruhen und habe dann Stücke abgeteilt und Rollen geformt. Davon kleine Batzen abgeschnitten und so dünn wie möglich rein in die Tatzen gedrückt.

Bei 170° C wurden diese dann ca. 15 min. gebacken.

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Nach dem Rausholen etwas auskühlen lassen, dann mit einem kleinen Schlag auf ein Küchenbrettchen lagen sie schon da … zart und zerbrechlich und sehr sehr lecker. Bärige Tatzen.

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4 Kommentare zu „Bärige Tatzen

  1. Was für eine schöne Geschichte – und schöne Plätzchen. Solche stehen auch schon lange auf meiner Ausprobier-Liste und werden dieses Jahr auf jeden Fall auch noch gebacken! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

  2. Huhu,
    was für eine schöne Geschichte, wie du den alten Förmchen gekommen bist. Ich liebe alte Küchenschätze, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Und trauere heute noch ein bisschen meiner alten Zitronenpresse aus Glas nach, die von meiner Oma stammte, aber nicht für meine schusseligen Hände gemacht war … (ich meine, eine Zitronenpresse aus GLAS?)
    Ordentlich geschrubbt hätte ich diese Backförmchen aber ganz sicher auch, hihi. Wunderhübsch sehen sie jedenfalls aus, diese zarten Tätzchen :-).
    Liebe Grüße
    Kirschbiene

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