Gartenküche

Kürbis-Gnocci mit Steinpilzsoße

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Herbstzeit ist Kürbiszeit. Auch wenn traditionell in Deutschland die Kürbismanie noch nicht ganz so ausufert wie in anderen Ländern, so steigt der Konsum der gelben Früchte doch exponentiell mit der Zunahme … oder besser Übernahme anderer Traditionen. Und heute sind sie wieder auf Tour, die kleinen Geister, die vehement Süßigkeiten einfordern. Ich schlechter Mensch habe mal wieder vergessen, welche einzukaufen, weshalb ich … ich gestehe es … schnell die Klingel ausgestellt habe.

Seit zwei Wochen liegt auch in meiner Speisekammer ein kleiner Hokkaido und irgendwie war mir heute mal wieder nach: richtig lecker kochen.

Und ganz schnell bin ich auch auf ein Rezept gestoßen, das mich sofort angesprungen hat. Ehrlich gesagt nicht, wegen best-gnocci-ever, denn eigentlich, also so ganz eigentlich mochte ich Gnocci noch nie. Irgendwie waren sie nicht meins, vor allem die etwas glibschige Konsistenz … wenn ihr wisst, was ich meine. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb. Und was soll ich sagen: Es war lecker, SEHR lecker sogar. Ob sie nun the-best-ever waren weiß ich zwar nun nicht, (weil es ja meine ersten waren) … aber ganz ganz toll und sicher nicht die letzten.

Ich sage es gleich dazu: Ich musste doch einiges am ursprünglichen Rezept abändern (also es lohnt sich auf alle Fälle dort mal reinzusehen, vor allem auch, weil das ein ganz toller Blog ist!). Nicht nur, weil ich die Gnocci veganisiert habe (das wäre das geringste Problem gewesen), aber zu meinem großen Schrecken, waren meine gut in Glas oder Dose verschlossenen Vorräte an Hartweizengrieß und Sojamehl „bewohnt“. Verdammte Motten, muss ich wohl mit eingekauft haben … so dass ich auf Kartoffelstärke, Weichweizengrieß und Kichererbsenmehl ausweichen musste. Und frische Steinpilze hatte ich natürlich gar keine da. Aber … getrocknete und die waren auch arg lecker.

Zutaten:

Gnocci

Ein kleiner Kürbis (bei mir: 500 g geputzt)
40 g Grieß
40 g Kartoffelstärke
2 Eßl. Hefeflocken
Muskatnuss
Salz
Pfeffer

Soße
10g getrocknete Steinpilze
200g Kirschtomaten, confiert
Thymian
1 Knoblauchzehen
1 Schalotte, geschält, in Ringe geschnitten
Olivenöl
Einweichwasser von den Steinpilzen
2 TL Tomatenmark

Kürbis entkernen, in Streifen schneiden. Im Ofen bei 200°C Umluft etwa 20 Minuten rösten, gut ausdämpfen lassen. Die ausgedampften Stücke in den Mixer geben, Hefeflocken, Salz, Pfeffer, Muskat dazu und fein pürieren. Grieß und Kartoffelstärke unter den noch warmen, durchgedrückten Kürbisbrei mengen. Teig 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
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Nun die Kirschtomaten vorbereiten. Die Tomaten halbieren und in eine feuerfeste Form/Topf geben. Mit einer gehakten Knoblauchzehe und 2 TL Thymian bestreuen, 1 EL Olivenöl darüber träufeln, salzen, pfeffern und etwas zuckern. Danach 50min im noch warmen Backofen (runter auf 110°C) garen.
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Eigentlich nun den  Gnocchiteig „auf Hartweizendunst zu Rollen von 1 cm Durchmesser ausrollen“. Der Schritt hat bei mir gar nicht funktioniert, der Teig war viel zu weich um ihn überhaupt auch nur anfassen zu können. So habe ich in einen Teller Kichererbsenmehl gegeben und mit zwei Teelöffeln Teilstückchen abgestochen und auf das Mehl plumpsen lassen. Dann vorsichtig etwas gewendet, noch vorsichtiger etwas gerollt und auf ein Brettchen gelegt. Die Gnocchi dann in knapp kochendem Salzwasser pochieren, herausheben, abtropfen lassen.
Soße
Die getrockneten Steinpilze 20 min. in Wasser einweichen.
Für die Zubereitung ausdrücken, in Streifen schneiden, das Einweichwasser nicht wegschütten.
Pilze mit der Schalotte in Olivenöl anbraten. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Mit dem Einweichwasser ablöschen, das Tomatenmark zugeben, einkochen lassen. Die reduzierten Kirschtomaten zufügen. Abschmecken und die die Gnocci kurz durchschwenken.
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6 Kommentare zu „Kürbis-Gnocci mit Steinpilzsoße

  1. spi, das möchte ich auch mal probieren, wollte ich eh schon länger mal..die Gnoccis. Hatte kürzlich mit Grießklößchen experimentiert die waren auch lecker so in der Suppe.

  2. Ich bin ja zutiefst fasziniert, dass das Veganisieren derart funktioniert! Toll! Ersetzt die Kartoffelstärke dann die Bindungsfähigkeit des Eigelb?

    1. Normalerweise „baue“ ich ein Eigelb einfach nach mit einem Eßl. Sojamehl und einem Schluck Rapskernöl, das ich kräftig verrühre. Das bindet dann hervorragend. Aber auch die Stärke reicht hier völlig aus, da durch den Kürbisbrei genügend Bindung da ist. Vermutlich wäre es auch nur mit Grieß gegangen. Wie gesagt, ich habe Null Erfahrung mit Gnocci (kann also nicht vergleichen, wie es mit einem Ei geworden wäre), aber sie waren bissfest und sind nicht zerfallen.

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