Gartenküche

Käferchen-Marmorkuchen wie bei Muttern


Ich mochte ihn schon als Kind sehr gerne: Marmorkuchen. Immer Samstags (gebacken wurde nach den scheußlichen Putzaktionen, während derer man als Kind nie wusste, wohin. Überall umgedrehte Stühle auf den den Tischen, nasse Böden, Hektik). In der Küche allerdings war es warm und duftend. Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass wir auch nur EINMAL den Kuchen schon am Samstag hätten anschneiden dürfen … aber das macht nichts, das darf ich ja jetzt 😉

Ich habe mittlerweile schon eine Menge veganer Rezepte für Marmorkuchen ausprobiert, die waren alle recht lecker, aber „den“ Kick hat mir noch kein Rezept vermittelt. Ich kann gar nicht sagen, an was es liegt: Vielleicht der doch etwas andere Geschmack durch das Pflanzenöl, oder die meist etwas festere (oder krümeligere) Konsistenz?

Vor Kurzem habe ich mir einen Beutel Chia-Samen gekauft. Ich war neugierig auf dieses angebliche Wunderfood. Soooo gesund 😉 Ich denke mal, der heimische Leinsamen kommt da zwar auch mit, aber ok, nun habe ich sie im Haus. Sie sehen nett aus, wie kleine glänzende Käferchen 🙂

Eingeweicht verwandelt sie sich und das Wasser zu einem wunderbaren „Glibsch“, den ich mir allerdings nie und nimmer über ein Müsli kippen würde (allein der Gedanke #schüttel)

Bislang nehme ich immer zwei Eßl. der Samen in meinen Brotteig. Macht sich dort ganz gut.

Nun hatte ich die Idee mal auszuprobieren, ob man diesen Glibbereffekt nicht als „Ei-Ersatz“ nutzen könnte. Deshalb gibt es heute Marmorkuchen. So nach Mutter-Art. Also ohne Raffinesse (Schokostreusel, oder Glasur), nein, ein schlichter einfacher Marmorkuchen. Und was will ich sagen: Ich mag ihn. Sehr fluffig und schön in der Konsistenz. Allerdings ist er noch warm 😉 Später gibt es ein update, wie er sich in „gesetztem Zustand“ macht.

Die kleine Kaiserspringform war nicht so schön, oben ist er aufgerissen, so dass ich den Kuchen nicht umgedreht aufstellen konnte. Aber DAS ist mein geringstes Problem. Ich mag diese 20er Backformen. Optimal für einen 2-Personen-Haushalt, wenn man nicht gar so viel Kuchen essen mag.

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Menge: Für eine kleine Form: Durchmesser 20 (Für eine große Form Rezept einfach verdoppeln)
Backzeit ca. 50 min. bei 175° C (Ober/Unterhitze) bzw. 160° Umluft
Zutaten:
Für den weißen/Grund-Teig:
1 Eßl. gequollener Chia-Samen (am besten am Abend vorher in einem Schälchen Wasser eingeweicht)
150g geschmolzene Margarine
150g brauner Zucker
Prise Salz
Prise Vanillepulver
1 Eßl. Rum
250g Mehl
50g Stärke
1/2 P. Backpulver
150ml Pflanzenmilch (ich nehme Sojamilch)
Für den Schoki-Teig:
3 geh. Eßl. Kakao (=30g)
1 Eßl. Pflanzenmilch
Zubereitung:
Chiasamen (samt glibberigem Wasser), Margarine, Zucker und Gewürze mit dem Handrührer schaumig (cremig) rühren. Nach und nach Mehl/Stärke, Backpulver zugeben und  Pflanzenmilch unterrühren, bis ein geschmeidiger Rührteig entsteht.
Löffelweise 2/3 des Teigs in die gefettete Backform geben. Den Kakao unter den Restteig rühren, noch einen Schluck Pflanzenmilch dazu. Schokolteig mit dem Löffel auf den weißen Teig geben und mit einer Gabel oder einem Schaschlikstäbchen gut verquirlen.
Backen bis Stäbchenprobe gut ist.
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3 Kommentare zu „Käferchen-Marmorkuchen wie bei Muttern

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