Gartenküche

Vegane Fruchtgummis

Es ist Beerenzeit. Ich bin kein sonderlich großer Marmeladenesser. Das liegt vermutlich daran, dass ich nicht frühstücke. Seit dem letzten Jahr allerdings bin ich Fan von leckerem, selbstgemachten Sirup. Davon ein Schuss ins kalte Sprudelwasser, ein Genuss an heißen Tagen. Meine Lieblingssorten sind mittlerweile: Orange-Ingwer und auch Brombeersirup. Aktuell habe ich Jochelbeeren oder auch Jostabeeren genannt zum Verarbeiten. Ein Rezept zum Gelee machen findet sich übrigens hier auf dem Blog.

Eine Runde mit zwei Kilo Beeren habe ich schon als Gelee verkocht, das brauche ich für die Weihnachtsbäckerei.

Kennt ihr das? Da macht man feinen Saft für Gelee oder Sirup und dann bleiben dennoch so viele Beeren übrig. Zu schade.

Das Quittenbrot im letzten Herbst hat mir gezeigt, dass es auch anders geht. Also habe ich versucht, etwas mit dem Beerenrest anzufangen: Wenn man den Pamps durch ein feines Sieb streicht, ist das zwar ein wenig mühsam, aber das gewonnene Beerenmark ist unglaublich lecker zu Eis oder im Joghurt …

Man kann aber noch mehr verrückte Sachen machen damit. Zum Beispiel:

Vegane Fruchtgummisimage

Ein Kilo Beeren und 500g Zucker andünsten, die Beeren weich dünsten und abtropfen lassen. Den Saft entweder zu Gelee oder Sirup verarbeiten.

Die abgetropften Beeren kräftig durch ein feines Sieb streichen. Das gewonnene Mark in einem Topf erneut erhitzen und unter kräftigem Rühren (Achtung, das nichts anbrennt!!) etwas trocken kochen. Wenn die Masse zäh und „trocken“ wird, das ganze  auf einem Stück Backpapier dünn ausstreichen (geht gut mit einer Backkarte).

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Entweder im Ofen (mit leicht geöffneter Tür) trocknen oder wie ich die Mörderhitze der vergangenen Tage ausnutzen.

Nach ein bis zwei Tagen die dünne Platte vorsichtig abziehen und wenden, so dass die Unterseite auch trocken kann. Das fertige „Fruchtleder“ (Monsieur findet die Begriff grenzwertig chch) in Stückchen schneiden und wahlweise in etwas feinem Zucker, Puderzucker oder was auch immer wälzen, damit es nicht zusammenklebt. Ich habe sehr feinen Vollrohrzucker genommen. Nun sind die Stücke zwar nicht mehr so rot … aber geschmacklich ergänzt sich das prima.

Eine tolle Alternative zum Gummibärchen-Naschen 🙂

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