Gartenküche

Zucker und Zimt, das Spiel beginnt …

In Kindertagen konnte ich mich nie so recht entscheiden, welches die besten Tage waren:

Die Tage an denen meine Mutter mich zum Dorfkrämer geschickt hat, um „Schweizer-Lochkäse“ zu kaufen oder die Tage, an denen sie in einem kleinen Gläschen Zucker mit dem zart duftenden Zimt verschüttelte..

Denn an dem einen Tag gab es meine über alles geliebten: Hörnchen mit Tomatensoße und geriebenen Käse (der so wunderbar lange Fäden zog) und an dem Schütteltag gab es warmen duftenden Grießbrei, der immer mit einem brüllenden „Zucker und Zimt … das Spiel beginnt!!!“ begrüßt wurde, bevor wir zu mampfen begannen.

Definitiv zwei meiner Lieblingsgerichte und noch heute kann ich die Kirchenglocken hören, die immer das Zeichen dafür waren, dass ich das Spielen unterbrechen musste, weil es dann Mittag gab.

Heute hatte ich Lust auf Schütteltag und Grießbrei. Kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal welchen gegessen habe. Und ebenso wie den Pudding letztens habe ich den heißen Brei in kleine Weckgläser gefüllt und gleich heiß mit Gummi und Klammern verschlossen. Hält wirklich prima lange (naja, je nachdem, wie viele man so am Tag vertilgt).

Ein Schälchen mit dem noch warmen Brei gab es natürlich gleich. Mit Zimt  und schön crunchy Zucker obendrauf. (M)ein Kinderhimmel.

IMG_1870

Zutaten:

1l Pflanzenmilch (ich habe halb Soja, halb Dinkel gewählt)

120g Grieß

Zucker nach Geschmack

Vanillepulver

Pflanzenmilch erhitzen, Grieß einrieseln lassen und köcheln bis der Grieß weich ist. Noch heiß in die Gläser füllen, gleich verschließen.

Schmeckt warm oder auch kalt, mit Zimt, mit Kompott mit ohne alles 🙂

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6 Kommentare zu „Zucker und Zimt, das Spiel beginnt …

  1. So hat jeder seine Erinnerungen. Bei mir sind es ein riesiger Berg Schmalzbrote . Immer am letzten Tag der Woche, wenn kein Geld für Lebensmittel mehr da war, beschmierte meine Mutter die Brotscheiben mit selbsausgelassenem Schmalz. Die Stullenpyramide wurde in die Tischmitte gestellt und wir Kinder durften dann reinhauen.
    Fragt man meine Kinder, dann ist der Griesspudding am letzten Schultag vor den großen Ferien. Schöne Erinnerungen!

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