Gartenküche

Kartoffel-Pilz-Wareniki-updated

Uh, schon fast drei Jahre ist es her, dass ich das erste (und auch mein erstes) Wareniki-Rezept hier gepostet habe. Ich glaube, da kann man das alte Rezept mal wieder aufmöbeln und nach oben bugsieren. (Vor allem, weil ich etwas mit dem Rezept angegeben habe lach. Muss man ja mal die Bude aufräumen hier, falls Besuch kommt.) In der Zwischenzeit veränderte sich auch einiges in meiner Küche:  zum einen mein Geschmäckle, das wechselte irgendwann von vegetarisch zu vegan. Änderte am Grundrezept eigentlich nichts. Lediglich das Drumherum wurde angepasst Schmand, Crème fraîche, Butter oder Ei verschwanden, zugunsten von Margarine, Soja-Schmand oder auch nix zum Überbraten 🙂 Kein großer Schritt.

Was sich über die Zeit jedoch deutlich veränderte waren Technik  des „nudelns“ . Kennt ihr diesen Küchenperfektionismus, der schon leicht an Wahnsinn grenzt? Wareniki herstellen ist ein recht mühsames Geschäft, ich stehe meist mehrere Stunden in der Küche. Von daher war ich allen Gerätschaften offen, die ich im Laufe der Zeit nur so finden konnte. Hier eine kleine Auswahl 🙂 Nicht zu vergessen die Nudelmaschine, die bald einzog.

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Manches davon hat sich bewährt, anderes frisst in der Schublade sein Gnadenbrot und wird nicht mehr benutzt. Manchmal wechselt es aber auch, so dass ich mich (noch) nicht trennen mag. Manches ist ständig im Betrieb (z.B. die kleine Bambusrolle zum Ausrollen, ich liebe sie)

Mein derzeitiges Lieblingsgerät zum Wareniki herstellen, sind diese beiden Teile (in Kombination): Das kleinere der beiden Klappmäuler, die mich immer an diese Gipsgebisse beim Zahnarzt erinnern, die hergestellt wurden, um meine Zahnspangen-Korrektur zu überprüfen 😉 Dazu ein ausgedienter Plätzchenausstecher. Der hat genau die richtige Größe, so dass der ausgestochene Teiglappen ein klein wenig größer ist als die offene Form. Dadurch rutschen die Ränder beim Zuklappen (mit Füllung) nicht nach innen. Perfekt. Das schafft und geht zügig voran.

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Das Rezept wie gesagt bleibt im Grundrezept wie oben beschrieben, hier nochmal die bewährte Variante:

Teig:

500g Hartweizengries

1/2 Tl. Salz

Wasser (ca. 1 Glas)

Mit den Rührhaken so lange rühren, dabei langsam Wasser zugeben, bis ein glatter Teig entsteht, am Schluss mit der Hand nacharbeiten. In Folie packen und mind. eine  Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:

ca. 1/2 kg mehlige Kartoffeln

2-3 Zwiebeln

ca. 250 g frische Champignons

Knoblauch, Öl, Salz, Pfeffer, Muskat

Die Kartoffeln abkochen, schälen und noch warm durch eine Kartoffel-/Spätzlepresse drücken. (Alternativ etwas abkühlen lassen und mit Käsereibe abreiben)

Champignons und Zwiebeln sehr fein hacken, ich mache das mit der Küchenmaschine. Champs und Zwiebeln kräftig in etwas Öl anrösten, mit den Gewürzen abschmecken, die Kartoffelmasse zugeben.

Teig in Stücken durch die Nudelmaschine drehen (bei mir so bis Stufe 7), alternativ sehr dünn ausrollen. Dann (mit welcher Technik auch immer) die Wareniki einpacken.

Alternativ für die, die ganz ohne Gerätschaft beginnen wollen:

mit einer Tasse oder einem Glas runde Flecken ausstechen. Ein Klecks Füllung in die Mitte. Zusammenschlagen, den Rand mit einem (gewellten) Plätzchenausstecher abstechen, so dass die Ränder gut zusammenhalten. Geht auch.

Die fertigen Wareniki auf leicht bemehlten Brettern an der Luft etwas antrocknen lassen (so leicht trocken lassen sie sich ausgezeichnet einfrieren!! Ich mach die etwas mühsame Arbeit immer gleich in Großproduktion, das ist dann später ein wunderbares schnelles Essen).

Dann in ganz leicht kochendem Wasser ca. 8-10 Min köcheln. Auch das ist etwas tricky bis man raushat, wie sie nicht auseinanderfallen.

Fazit:

Nichts für Ungeduldige. Ich denke, Wareniki sind ein Gericht, an dem man wachsen kann, so simpel sie eigentlich sind. Aber es lohnt sich allemal und immer. Frisch, eingefroren, als Suppeneinlage, als angebratenes und in Zwiebeln geschwenktes Leckerchen … immer und immer wieder.

Und versprochen: An den Bildern arbeite ich noch 😉

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…..

Ähnlich:

Teigtaschen mit Linsenfüllung

Vegane „Ricotta“-Ravioli:

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