Gartenküche

Sojamilch und Tofu … homemade, just for fun :-)

Für manche ist es ja das reinste Teufelszeug … Soooja, Tooofu, waaahhh  🙂

Für mich eine feine Bohne mit einer Menge drin und einer Menge an Möglichkeiten. Und nein, der Amazonas bleibt durch meinen Konsum so wie er ist, denn ich konsumiere ganz brav regionale Bohnen, regionale Milch (vom Bodensee) und nein, auch gentechnisch verändert ist da nix, weil Bio und weil direkt für Mensch. Denn das Gen-Zeugs landet (derweil zumindest) ausschließlich im Viehmagen.

Aber egal, ich will hier ja nicht diskutieren oder gar missionieren und jeder soll es essen oder es lassen, wie er/sie will. Ich halte es wie die Asiaten und konsumiere es gerne … die haben es nämlich (laut Mademoiselle) schon erfunden, als unsereiner das Fleisch noch roh in sich hineinstopfte und kulturell vom „Käsen“ noch weit entfernt war.

Und weil es so schön ist „selber-zu-machen“, stand nun schon länger als To-do die Sojamilch und der Tofu auf meiner Liste. Letztes Jahr hatte ich ja eine Reihe Soja im Garten angesät. Ist übrigens prima gewachsen und die Ernte hätte für ca. 2 Liter Sojamilch gereicht.

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Dieses Mal aber gekaufte Bohnen. Die Herstellung war übrigens super einfach:

100g Bohnen über Nacht eingeweicht

Am nächsten Tag die gequollenen Bohnen im Wasser etwas gerubbelt und die Häutchen abgefischt (ich hoffte dadurch auf etwas weniger „Bohnengeschmack“).

Dann die Bohnen mit 1/3 von einem Liter Wasser in den Mixer und fein püriert.

Danach mit dem Restwasser vermischt einmal aufgekocht und dann 10 Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen und durch den „Saftsack“ abtropfen, alternativ durch ein Sieb mit Mulltuch.

Den „Brei“ kann man übrigens weiter verwenden (ich habe ihn erstmal eingefroren).

Dann je nach Wunsch noch etwas Wasser dazu (250 ml) ich werde es nächstes Mal bei insgesamt einem Liter (auf 100g Bohnen) lassen, damit ich 10% Sojamilch bekomme. Die Milch nochmals erwärmen, heiß in Twist-Off Flaschen und abkühlen lassen. Halten sich im Kühlschrank so sicher eine zeitlang (ich schätze so drei Wochen, aber muss ich erst ausprobieren).

Sah prima aus. Geschmack meines Erachtens etwas „bohniger“, als meine (regionale) Hausmarke. Keine Ahnung warum. Liegt vielleicht an der Bohnensorte? Die Milch gerann auch leider im Kaffee (was ich gar nicht mag 😦  Ich weiß noch nicht recht, an was das liegt. Definitiv z.B. an der Säure meines Kaffees. Mittlerweile habe ich Sorten, wo das super klappt. Aber eben auch nicht mit jeder Milch — auch nicht mit jeder gekauften)

Also beschloss ich, Tofu draus zu machen.

Da ich nichts weiter zu Hause hatte (Nigari oder Zitrone), wählte ich als Gerinnungsmittel Apfelessig. Denn Tofu ist eigentlich nichts anderes als geronnene Sojamilch. (Ich werde mal dieses Niagari besorgen und schauen, ob es damit besser geht)

Die Milch habe ich wieder (mit etwas Salz) erwärmt, 4 Eßl. Essig dazu und dann den Herd ausgedreht. Gewartet, bis es schön geflockt hat und dann wieder ab in den Saftsack (da ich keine Tofuform habe). Es bildete sich ein schöner fester Klumpen. Schmeckte etwas zu stark nach Essig, aber wie gesagt, es gibt ja Alternative zur Gerinnung. Der Essiggeschmack war übrigens nach dem Braten verschwunden. Ansonsten ein sehr feiner leckerer Tofu, den ich am nächsten Tag zu einem extrem leckeren „Rührtofu“ für mein English Breakfast verarbeitet haben.

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Rezept für feines „Rührtofu„:

Tofu teilen:

2/3 „weiß“ lassen, grob zerkrümeln.

1/3 mit einer Gabel fein drücken, einen Tl. Kurkuma untermischen, 2 Eßl. Rapskernöl, ein Eßl. Hefeflocken, eine Prise Kala Namak (Schwefelsalz)

Zwiebel fein schneiden, den groben weißen Tofu mit der Zwiebel anbraten, gelben Tofu dazu geben, salzen, pfeffern nach Bedarf. Kräuter dazu (Schnittlauch, Petersilie)

Zum „full english“ geht es dann übrigens hier 🙂

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