Gartenküche

Von Schnecken, Kirschen und anderen Ungeheuerlichkeiten

Clafoutis … und dann noch aux cerises … hach, der Mund wässert einem, allein bei der Vorstellung. Und ein Rezept meiner Lieblings-Bloggerin, dem Salzkörnchen, das regt bei mir die Mühle an. Denn natürlich eignet sich nicht alles zum „veganisieren“. Doch dieses Rezept schien mir wahrlich geeignet. Schließlich ist nichts zu ersetzen, außer der Butter in Margarine und dem Ei. Das ist zum Stocken da und deshalb habe ich lediglich die 5g Stärke mit 15g Stärke ersetzt und diese mit einem Eßl. Öl zu einem „Ei“ zusammengerührt. Klappt sonst problemlos.

Okay, heute war der Wurm drin, ich gestehe es . Also nicht in den Kirschen, die hatte ich für Schoko-Kirsch-Muffins gekauft und eben deshalb wollte die Gelegenheit nutzen diese Clafou-Dingers auszuprobieren. Denn … wann hat man schon mal zufällig 12!! Kirschen im Haus.

Also, die 12e handverlesen abgezählt, Zutaten zurechtgelegt, um festzustellen, dass ich ausgerechnet heute keine Mandeln im Haus habe. Verflixt. Freitag der 13te ist doch schon durch.

Kennt ihr diese Rezepteblogs wo fleißige Köchinnen das Rezept nachbacken und  in den Himmel loben und dann die „zwar-statt-Sätze“ anhängen? Ich hab zwar statt der Margarine … und hab zwar statt dem Zucker … und statt dem Mehl Vollkornmehl … und irgendwie ist es nicht wirklich gut geworden, aber von der Idee her gefällt es mir ganz gut … oder so ähnlich.

Und nun mir das … keine Mandeln. Egal … die Idee wollte ausprobiert werden, dann eben mit Cashew-Nüssen. Ansonsten … Hand auf’s Herz, alle Mengenangaben eingehalten. Zwar Margarine statt Butter 😉 aber das ist eben vegan.

Irgendwie habe ich kein Glück mit den französischen Spezialitäten. Vielleicht liegt es daran, dass ich keinen Original-Vergleich habe, also die mir unbekannten Rezepte erstmal nicht-vegan ausprobieren müsste. Aber mal echt … das Ei hätte es auch nicht rausgerissen. So ein fettes Teil von Pseudoteig … ich weiß ja nicht. Fünfmal habe ich im Rezept nachgelesen, in der Annahme mich vertan, etwas vergessen zu haben … aber ne, genau abgemessen (außer den Mandeln).

Ach … noch ein winziges weiteres „zwar“ (ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen) … ich hab keine Tartelette-Förmchen im Haus und bin kurzerhand auf Muffinformen ausgewichen. Klecks Teig unten rein, Kirschen drauf und an in den Ofen.

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Ergebnis? Ööööhm … nö. Beim besten Willen nicht. Das war so fett, es tropfte, ließ sich auch nicht stürzen sondern quaatschte fetttriefend auf den Teller. Ich wollte es nur abkühlen lassen, um es frustriert in die Tonne zu hauen, als mich … also  … mhm.

Außer den Kirsch-Schoko-Muffins hatte ich heute noch Hefeteig vorbereitet, für Zimtschnecken. (Ja, morgen braucht es eine größere Menge an Kuchen).

Also Zimt mal Zimt sein lassen und die Masse (die ja geschmacklich nicht schlecht war) einzurollen und zu „verschnecken“. Eh voila. Wenn das mal keine gelungene zwar-statt-Lösung geworden ist. Und zwar ganz vegan 😉

Zu sehen, eine Clafoutis-Schnecke, eine Zimtschnecke und eine Powidl-Schnecke. Und welche am besten geschmeckt hat, das verrate ich, wenn ich sie alle durchprobiert habe 😉

P.S. Hab sie durch. Alle drei. Und kann mich nicht entscheiden: Die Zimtschnecke knusprig, zimtig, rund. Die Powidl-Schnecke, voller warmer, erdiger Plaumenhauch … und die cerise-Schnecke, marzipanig, elegant in der Kirschnote. Vielen Dank dem Salzkörnchen, das ist eine schöne Erweiterung der Schneckenpracht 🙂

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4 Kommentare zu „Von Schnecken, Kirschen und anderen Ungeheuerlichkeiten

  1. SEHR faszinierend, was du dir alles einfallen läßt. Und ja, auch im Original ist da mords Butter drin (die Mme Pic HAT Fett reingehauen ;). Wichtig war bei der Original-Variante, dass er gut durchgebacken ist, sonst war *fettig* auch eine der ersteren Gedanken. Stimmt allerdings die Zeit im Ofen landet man bei *marzipanig*. Zu schade auch, dass man nicht einfach durch den Äther greifen kann und kosten! Ich wäre SO neugieri 🙂
    sonnige Grüße
    (hey, und das mit *Lieblingsbloggerin* nehme ich als sowas von hübsches Kompliment mit in den Abend!!!)

  2. Nein, geschmacklich war alles prima. Nur für meinen Geschmack definitiv zu fettig. Das lag aber nicht am „Ei“ sondern an der Unmenge Margarine.
    Fein, dass dir der Salat geschmeckt hat 🙂

  3. Ich hätte jetzt eher vermutet, die Teile würden einen etwas käsigen Geschmack bekommen durch die Cashewnüsse. Vielleicht hättest Du die Stärkemenge nicht verdreifachen sollen? Das Ei eher mit Sojamehl und Wasser ersetzen? Oder 1 EL Apfelmus? Wenn Deine Variante letztendlich aber dennoch geschmeckt hat, dann ist doch alles in Ordnung. Missratene Teige regen ja sehr die Kreativität an.
    Liebe Grüße von Elvira
    P.S. Der Kartoffelsalat war sehr lecker!!

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