Gartenküche

Well done, James, well done :-) : English Breakfast (vegan)

Sonntage eignen sich ausgezeichnet für Leckereien, wie Brunch oder auch ein ausgiebiges Frühstück. Mein spezieller  Favorit war dabei schon immer „English Breakfast“. Das erste Mal kam mir diese üppige Art in den Tag zu starten unter, als ich eine 14-tägige Rundreise in Irland (vor mhm über 20 Jahren) gemacht habe, Tag für Tag in einem anderen Bed-and-Breakfast, wobei das Breakfast immer und immer und immer … das gleiche war:

Beaked Beans, Würstchen, die etwas nach Sägespäne schmeckten, gebratenen Schinken, Spiegeleier (oder wahlweise Rühreier), gebackene Tomaten und auch Pilze, Toast natürlich. Tee und Orangensaft. Alles verdammt salzig und verdammt fettig, so dass schon nach einer Woche mein Magen ziemlich streikte. Bald schon bestellte ich ohne Würstchen, dann ohne Würstchen und ohne Speck, dann bettelte ich fast um einen Joghurt oder etwas Obst 🙂 Aber irgendwie mochte ich es auch.  Nicht lange später dann bin ich auf die vegetarische Variante umgestiegen, Tofu-Würstchen (die kaum anders schmeckten, wenn auch nicht so fettig und nicht so salzig), keinen Speck mehr … der Rest aber wie gehabt. Yammie.

Und jetzt in der veganen Variante? Was bleibt da übrig, fragt sich sicher manch einer 🙂

Ich kann euch sagen: Geniales Englisch Breakfast… nicht minder lecker, zugegebenermaßen etwas Tofulastig, aber was soll’s: Fleisch und Wurscht isst man ja auch nicht täglich … oder so.

Und so sieht das aus:

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Simpel, was?

Dose Beaked Beans warm machen, die Würstchen anbraten, am Ende die halbierten Champignons und Tomaten dazugeben.

Für das „Rührei“ sind drei verschiedene Tofus im Einsatz. Kleingewürfelter geräuchterter Tofu, diesen kräftig anbraten. In einem extra Schälchen ein Naturtofu grob zerkrümeln und mit Kurkuma gelb färben. Salzen und Pfeffern. Dann Seidentofu dazugeben, alles zusammen mit dem Räuchertofu anbraten. Am Ende Frühlingszwiebelchen, Schnittlauch und Petersilie dazugeben.

Toastbrot rösten und … genießen 🙂

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4 Kommentare zu „Well done, James, well done :-) : English Breakfast (vegan)

  1. Ich hab da mal eine Verständnisfrage: Worin genau liegt (generell) der Sinn, vegan und/oder vegetarisch kochend klassische Fleischmahlzeiten zu „kopieren“? Ich habe mich das schon oft gefragt, weil man (auch als lesender Nicht-Vegetarier) zwangsweise gedanklich zu vergleichen beginnt. Dabei bleibt dann immer das eine des anderen Kopie. 🙂

    1. „Generell“ kann ich das sicher nicht beantworten … Gründe gibt es sicherlich viele 🙂 es gibt z.B. Veganer, die tatsächlich immer gerne Fleisch gegessen haben, aber das aus ethischen, ökologischen oder sonstigen Gründen nicht mehr wollen, die imitieren vielleicht tatsächlich lieb gewonnenen Geschmack … das kann ich z.B für mich mich nicht behaupten, dafür lebe ich schon zu lange vegetarisch. Dennoch mag und kann ich ja nicht alle Rezepte neu erfinden und versuche natürlich Altvertrautes nachzukochen. Ist manchmal auch einfach ein experimenteller Sport 🙂 Wie funktionieren Kuchen ohne Eier, schmeckt Pizza ohne Käse … Wieder manchmal sind es einfach Form und Farbe. Du isst Fleisch ja auch nicht nur als Brocken 😉 Der Mensch ist erfinderisch, deshalb pressen wir Materialien in Würstchenform, Rollen, kneten Teig … Mir schmeckt zum Beispiel auch Baked Beans nur mit Toast und Tomaten/Champignons ausgezeichnet … zu einem „Full English“ gehören aber nunmal auch die Würstchen, der Rauchige Geschmack … und das mag ich gerne. Fleisch aber mag ich nicht. Weder den Geschmack noch, wie ich mich damit fühle, könnte weder die dazu nötige Sau noch Kuh noch Kalb abstechen. Und andere für mich metzeln zu lassen, halte ich für unfair. Da imitier ich lieber eine Würstchenrolle. 😉

  2. Das mit dem Kala Namak habe ich auch gelesen, aber bislang noch kein Geschäft gefunden, das es führt (extra bestellen mag ich nicht). Ausprobieren möchte ich es aber schon 😀 Wir haben übrigens sehr viel „Rührei“ gemacht und der Rest wird nun zu „Eiersalat“ verarbeitet …

  3. Genauso mache ich unser Rühr-„Ei“ auch immer. Es gibt ein Salz, das heißt Kala Namak. Es riecht nach Schwefel, hat eine rosa Farbe (die verschwindet beim Kochen) und gibt Speisen einen eierigen Geschmack (so das gewollt ist).

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