Gartenküche

Pralles Frühlingsfutter (vegan)

Draußen ist einigermaßen kühl und klamm, ABER es ist Frühling. Die Vögel torkeln im Liebestaumel durch das neue Grün, der Kuckuck  huhut schon am frühen Morgen, das Unkraut sprießt 😉 und meinen Astral-Leib giert es nach nährenden und vitalisierendem Futter. Nein, im Ernst. Jetzt, wo es endlich wieder einigermaßen gut gefüllte Regale mit erstem frischen Gemüse gibt (ich rede von möglichst regionalem und allerhöchstens europäischen Zeug 😉 ) kann ich kaum an mich halten und schwelge in höchsten Genüssen. Natürlich lasse ich euch gerne daran teilhaben, wobei das gestrige Abendessen tatsächlich etwas aufwändiger war, als üblich. Hier schon mal der Appetizer … sieht das nicht lecker aus?

Frühlingssalate mit warmen Champignons-Auberginen-Topping, dazu Riesenbohnen in Tomaten-Rosmarin-Dress und Veggi-Tuna-Creme auf frischem Ciabatta.

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Zum Salat selbst brauche ich nicht viel schreiben, meine ich. Verschiedene Sorten Blattsalate, ganz nach Geschmack und Verfügbarkeit. Dazu kamen bei mir frische Radieschen, etwas roter Paprika, Tomaten, Frühlingszwiebel, Gurke.

Frische Kräuter hacken und auf den Salat streuen (frisches Knoblauchgrün, Zwiebelchen, Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Minze … alles was der Garten derzeit eben so hergibt)

Oben auf den Salat gab es zusätzlich eine Handvoll gerösteter Sonnenblumenkerne und gerösteter Hanfsaat sowie eine Handvoll Alfa-Alfa-Sprossen und Mungobohnen-Sprossen.

Salatdressing:

In ein Schraubglas geben:

Olivenöl, Balsamico-Essig, einen Spritzer Agavensirup (oder andere Süße), eine ausgepresste Zehe Knoblauch, Salz, Pfeffer. Zuschrauben, kräftig schütteln. Fertig.

Für das Champignon-Auberginen Topping:

Frische Champignons in etwas Olivenöl anbraten, eine ausgepresste Knobi-Zehe dazu, gewürfelte Auberginen beigeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, zur Seite stellen.

Riesenbohnen an 😉 Tomaten-Rosmarin-Creme … oder so

Die Riesenbohnen hatte ich schon abgekocht (von einem anderen Essen), im Kühlschrank stehen. Also schnell in Olivenöl angeschwenkt, etwas Tomatenmark und ein Löffel scharfe Tomatensoße dazu, frisches Rosmarin und Kräuter der Provence kurz mit anrösten, und mit einem winzigen Schluck Weißwein abgelöscht einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.

So, und nun noch mein absolutes Highlight (ich könnte mich drin wälzen) …

Veganer „Tuna-Aufstrich„.

In der Herstellung sehr einfach, hält auch gut im Kühlschrank (wie lange, kann ich allerdings nicht sagen, da immer ziemlich schnell alle).

Zutaten:

Für die Paste:

1 kl. Dose Kichererbsen (oder äquivalent selbst eingeweichte und gekochte. Ich mache meist eine größere Menge fertig und friere dann Portionen ein), 2 Eßl. Hefeflocken, 1 Tl. Noripulver (oder andere feine Algen), 2 Eßl. dunkle, kräftige Sojasoße, Pfeffer :

Die Kichererbsen und die Gewürze mit einem Stabmixer schön cremig rühren, bei Bedarf noch pfeffern oder salzen (aber aufpassen, Hefeflocken, Soja und Algen sind eigentlich salzig genug)

1/2 (kleines Glas) eingelegte Artischocken (oder Artischockenherzen), in Stückchen schneiden. 1 kleine Zwiebel oder Schalotte in feine halbe Ringe schneiden.

Vegane Majo zubereiten, und alles miteinander verrühren.

Für die vegane Majo:

100g weißen Tofu (oder Seidentofu), 1 Eßl. Essig, Salz, Pfeffer, Olivenöl. Alle Zutaten mit einem Stabmixer cremig rühren. Abschmecken.

Fertigen Aufstrich in Gläser füllen, im Kühlschrank sicher eine Woche (ausprobiert) haltbar.

Da die einzelnen Zutaten (Kichererbsen, Riesenbohnen …) schon vorbereitet waren, hat sich die Zubereitungszeit auf ca. eine halbe Stunde beschränkt. Die Putzerei (Salat und Gemüse) hat man ja immer. Aber es war ja schließlich auch ein nicht alltägliches, besonderes und absolut leckeres Essen.

 

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5 Kommentare zu „Pralles Frühlingsfutter (vegan)

  1. Oh ja, Kichererbsen sind klasse. Dein Kühlschrank-papp-Majo-Rezept würde mich sehr interessieren, ich bin derzeit wild am rumprobieren 🙂 Der Veggi-Tuna-Aufstrich schmeckt für meine Begriffe schon sehr nach Tuna, sogar die Katze bekommt immer einen langen Hals. Mein Gatte findet das zwar überhaupt nicht … aber da ich keinen „Ersatz“ suche, sondern nur leckere Sachen ausprobiere, ist es eigentlich egal. Wobei mein nächstes Projekt (mit dieser Paste) definitiv eine Tuna-Pizza ist 😀
    Heute gab’s übrigens „Met-Brötchen“, (auch kein Ersatz, sondern einfach als Aufstrich gedacht), das war mir fast schon zu gruselig echt #lach. Meine Tochter hatte es sich gewünscht (sie ist schon seit sie Kind ist Vegetarierin, von daher hat sie in ihrem Leben noch kein echtes Zwiebel-Met gegessen). Derzeit taste ich mich an die verschiedenen „Milchs“ ran. Auch experimentell. Weiß noch nicht, wo die Reise hingeht …

  2. Kichererbsen sind doch unglaublich vielseitig, nicht wahr? Ich habe letzte Woche eine vegane Majo selber gemacht (nach Björn Moschinski) und mir das Rezept sofort an die Innentür des Geschirrschrankes gepappt. Mein Mann meinte leicht provozierend, dass es ohne Eier wohl doch nicht gehen würde. Da konnte ich nur milde lächeln. Veggi-Tuna werde ich auch probieren. Schon vor meinem vegetarisch-veganen Leben habe ich Thunfisch schon lange, lange nicht mehr gegessen, obwohl er mir schmeckte. Manchmal könnte ich noch in ein Stück Käse beißen, habe der Versuchung aber bisher widerstehen können. Und als mein Sohn letztens keine Sojamilch und ich meinen veganen Kaffeeweißer vergessen hatte, habe ich Kaffee mit Kuhmilch trinken wollen und es nicht gekonnt. Es schmeckt mir nicht mehr. So hoffe ich darauf, dass der Käseverzicht irgendwann kein Verzicht mehr sein wird.
    Liebe Grüße von Elvira

  3. Salate und Topping (neues Wort gelernt) klingen super lecker. Ich – als alte Carnivorin – kichere über die Erbsen und tendiere als Alternative zu einer selbst gemachten Tonnato-Sauce. Und jetzt geh ich raus, in der Erde wühlen 🙂 Danke fürs Appetitmachen!

    1. Kicher du nur 🙂 Aber probier den Aufstrich mal, der ist wirklich genial!! Und Erde wühlen war ich auch #ächz. Viel zu dolle. Habe Rücken. Aber ich habe beschlossen, die Eisheiligen in diesem Jahr zu ignorieren und habe heute alle Tomaten (ca 20+) raus, dazu meine gefühlten 100 Paprika- und Peperonipflanzen, Kohlrabi … Tonnenweise Unkraut gerupft, Rasen gemäht, und und und … jetzt Badewanne und Bett.

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