Gartenküche

Von Herrgottsbscheißerle über Wareniki zu … lecker und vegan

Irgendwie gibt es sie sicher in jedem Land, diese Teigtaschen, Ravioli, Maultäschle, Herrgottsbscheißerle, Pelmeni, Wareniki oder wie sie alle heißen. Form, Größe und vor allem Inhalt variieren natürlich, aber das Prinzip bleibt wohl gleich. Außenrum Teig, innendrin lecker.

Ich geb’s zu, ich mag sie auch. Sehr gerne sogar. Und weil der Garten für den Gartenblog derzeit einfach schrecklich wenig hergibt, eben mal wieder ein Rezept aus der vegetarischen bzw. veganen Gartenküche.

Naja, – Gartenküche. Ok. Ich könnte behaupten, die Kartoffeln, die ich für das Rezept brauche sind aus dem Eigenbau oder gar die Champignons. Ist aber alles nicht. KÖNNTE aber. Oder? Meist sind die Zutaten auch eher schlicht, schließlich waren die Teigtaschen immer schon eher Arme-Leut-Essen. Mich plagte auch hier mehr die Zubereitung an sich als das, was reinkommt. Ewig das Bangen. Halten die Teile zu? Geht nix auf beim Kochen. Irgendwann habe  ich mir so ein Brett gekauft, mit ausgestanzten Löchern, auf das man die Teigplatten legt, die Füllung drauf und dann „durchschubsen“. Klebte meist höllisch, dauerte endlos, nervte tierisch und klappte nicht wirklich gut. Also habe ich alternativ mit Ausstechern gearbeitet, aber da gingen gerne die Ränder wieder auf. War dann auch eine Heidenarbeit, weil ich jedes Dingelchen händisch nacharbeiten musste. Nun habe ich in einem Geschäft für Backkram ein kleines sehr günstiges „gadget“ entdeckt und gleich eingekauft. DAS schafft weg. So etwas liebe ich. Simpel, einfach und effektiv. Juhu. Da macht das Teigtaschenproduzieren wieder Spaß.

Und den Spaß teile ich natürlich gerne:

Also denn mal los:

Wareniki mit Kartoffel-Pilzfüllung, frei nach Scratchmo

Zutaten:

Für den Teig:

500g Mehl [noch besser: Hartweizengrieß]

1 Glas Wasser

1/2 Tl. Salz

…..

Für die Füllung:

ca. 1/2 kg mehlige Kartoffeln

2-3 Zwiebeln

ca. 250 g frische Champignons

Knoblauch, Öl, Salz, Pfeffer, Muskat

……

Zubereitung:

Die Kartoffeln abkochen und durch eine Kartoffelpresse (Spätzlepresse) drücken. Alternativ auf einer groben Käseraspel reiben.

Pilze und Zwiebeln sehr fein hacken, in Olivenöl anbraten, Knoblauch dazu, kräftig würzen und mit den Kartoffeln durchmischen.

Aus Mehl, Wasser und Salz einen glatten Nudelteig herstellen, ruhen lassen.

Den Teig sehr dünn ausrollen, kleine Häufchen der Masse draufgeben und kleine Teigtaschen herstellen.

Die Teigtaschen in sachte simmerndem Wasser ziehen lassen. (ca. 15 min.).

Mir schmecken sie „klassisch“ am besten: Einfach ein wenig Salz auf die Teigtaschen geben und einen Klecks Schmand oder Crème freche oder wer es ganz vegan möchte einen leckeren Soja-Dip (Z.B. Seidentofu mit etwas Öl cremig pürieren, mit etwas Pfeffer und Salz und Knobi abschmecken).

Tipp:

Man kann überzählige Wareniki wunderbar einfrieren. Ich lege sie dazu in eine flache Schale neben einander, die Etagen durch eine Schicht Gefrierbeutel getrennt. Sind sie gefroren, kann man sie in einen Beutel umfüllen und so lose nach Bedarf Portionen entnehmen. Sie werden dann tiefgefroren in heißem Wasser gar gezogen, was auch gut schmeckt ist in Gemüsebrühe, dann kann man das Ganze auch wie Suppe essen.

Allerdings kann man auch die kalten gekochten Teigtaschen am nächsten Tag in Streifen schneiden und mit Zwiebeln und Ei braten. Dazu schmeckt dann sehr gut ein Salat.

Was die Füllung betrifft, sind der Phantasie natürlich auch keine Grenzen gesetzt.

Und so sieht die Zubereitung im Bild aus:

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4 Kommentare zu „Von Herrgottsbscheißerle über Wareniki zu … lecker und vegan

  1. Nö gar nicht 🙂 War ein simpler Backladen, in dem es vorrangig verrückte Ausstecher für Plätzchen gab. Der Clou an dem Teil ist, dass das Metall stumpf ist, so dass er beim Stanzen die Ränder zusammenquetscht 😎

  2. Das ist eine tolle Idee, Danke! Solch eine Ausstechform habe ich noch nie gesehen – wahrscheinlich gibt es sie eher dort, wo die Maultaschen, Ravioli & Co. heimisch sind.

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