Gartenzwerge & grüne Läuse

Tomatenträume im August

Endlich Wärme und Sonne. Die Tomaten genießen es.  Wenn ich an die kleinen zarten Fusselchen denke, die noch im April an meinem Fensterbrett standen und mir nun meinen Tomatendschungel so ansehe, der mir längst über den Kopf gewachsen ist, … tja, dann bin ich schon ein wenig stolz.

Bislang scheint die Rechnung auch aufzugehen. Nach meinem Totalverlust (vor zwei Jahren) an die Braunfäule (alles Tomatenpflanzen, die ich auf dem Markt gekauft hatte, habe ich im letzten Jahr verschiedene Samen (über einen Bioversand gekauft) und selbst gezogen. Dazu kamen etliche „Gesammelte“:  vor allem aus dem Italien-Urlaub hatte ich mir verschiedene Samen mitgebracht.

Die italienischen Samen waren im letzten Jahr leider alle ohne Chance (vermutlich sonnenverwöhnte Schnuckis). Herrliche Eiertomaten, hingen dick voll mit Früchten und in einer Woche war dann alles hin. (Braunfäule). Bei den Pflanzen aus dem Bioversand gab es eine schöne (erste) Ernte mit einer einfachen, aber schmackhaften Tomate (Matina), allerdings raffte die Braunfäule sie in der zweiten Fruchtlage dann auch dahin. Einzig eine mittelgroße Tomate, die kräftig wucherte, widerstand, wie durch ein Wunder dem fiesen Angriff, ich knipste zwar auch dort immer wieder Braunfäule ab, aber ließ sie gleichzeitig wuchern und geizte nicht mehr aus. Und hatte eine sehr reiche Ernte, bis in den Oktober hinein. Von einer besonders gesunden Pflanze nahm ich mir Samen. Und diese habe ich in diesem Jahr hauptsächlich ausgesät.

Einen Restsamen der Matina hatte ich auch noch. Und irgendwie ist mir noch eine andere Sorte reingemixt. Keine Ahnung, ob die sich gekreuzt haben oder aufgespalten sind. Es ist eine unglaublich starkwüchsige (katoffelblättrige) Pflanze, also ähnlich der Matina, aber völlig andere Frucht und vor allem unglaubliche lange Fruchtdolden. An einer Dolde an die zwanzig Früchte. Bin völlig begeistert, vor allem, weil sie (bislang) noch sehr gesund und kräftig aussieht.

Auch in diesem Jahr bin ich von der „preußischen“ Methode abgewichen. Ich geize die Pflanzen zwar im Anfang auf einen Haupttrieb aus, aber sobald die Pflanzen groß und kräftig sind, lasse ich sie ziemlich frei wuchern.

Ich habe irgendwo einmal gelesen, dass die Tomate (im Gegensatz zur landläufigen Meinung) gar nicht so viel pralle Sonne auf den Früchten mag, sondern den Schatten durch das Blattwerk bevorzugt. Keine Ahnung ob das stimmt. Ich habe Spaß an meinem Dschungel und die vielen Früchte, die gesunden Pflanzen zeigen mir, dass meine Pflanzen es auch mögen 😀

Und last but not least … ist das nicht niedlich?

Kleine Tomate, die es kuschelig mag. #quetsch

Advertisements

Ein Kommentar zu „Tomatenträume im August

  1. Heute läuft mir auf vielen Blogs das Wasser im Mund zusammen! Eine wirklich gute Tomate habe ich sehr lange nicht mehr gegessen. Selbst die Tomaten, die ich auf dem Markt kaufe und die aus dem Brandenburger Umland stammen, erreichen nicht den Geschmack, an den ich mich noch so gut erinnern kann.
    Ich wünsche Dir einen guten Tomaten-Appetit!
    Liebe Grüße,
    Elvira

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s