Gartenküche · Schätze Konservieren

Gurkenzeit auf Balkonien

In einem anderen Beitrag hab eich ja schon des öfteren geklagt, dass in diesem Jahr meine Gurken nicht so recht wollen. Wo ich doch das erste Mal Einlegegürkchen angebaut habe (weil die Salatgurkensamen nicht angehen wollten 😦 )

Aus Jux habe ich zwei der Pflänzchen in einen Eimer gepackt und auf dem Balkon gelassen, ebenso, wie einen Bonsai-Hokkaido, der einfach nicht recht wachsen wollte. Tja und was will man sagen, meine Haupternte an Einlegegurken wird es wohl in diesem Jahr von Balkonien geben 😀

Ihr glaubt das nicht?

Bitteschön: die erste Ernte und wie man am Blütenstand absehen kann, noch kein Ende in Sicht.

Was ich damit mache, weiß ich noch nicht. Lese mich gerade durch Rezepte: Gurken nach russischer Art und so.

Vorerst probiere ich ein Einlegerezept, für das ich die Gürkchen 24 Stunden in Salz legen muss. Da habe ich Zeit bis morgen, mir die anderen Zutaten aus dem Garten zu holen. (Dill, Zwiebelchen, Knoblauch, Merrettichblätter, Johannisbeerblätter) … Na, man wird sehen. Wenn etwas davon schmeckt, gibt es natürlich ein nachgeschobenes Rezept. Versprochen.

Nachtrag: Die in Salz eingelegten Gürkchen haben am nächsten Tag ziemlich „eigenartig“ ausgesehen. Nicht mehr knackig sondern eher „latschig“, als wenn ein LKW über sie drüber gefahren wäre. Nunja. Laut Rezept kommen sie nun in ein Glas, zusammen mit Knoblauch, Zwiebeln, zwei Nelken, Estragon und Dill. Das Ganze mit Essig auffüllen und ca. vier Wochen ruhen lassen. Mhm. Ich bin sehr skeptisch. Zum einen scheint mir das VIEL zu sauer, zum Anderen: Trotz sauberem Glas kann ich mir nicht vorstellen, dass das gut geht. Bei den russischen Einlegegurken nimmt man ja auch nicht umsonst, kaltes und vorher abgekochtes Wasser.

Aber mit fünf Gürklein ist der Verlust ja nicht so groß, falls es schief geht 😉

[Nachtrag: 22.7. ] . Diese „Gurken-Pickle“ haben tatsächlich nicht geschmeckt. Viel zu salzig. Konnte man nur zum Kochen verwenden.

Ein zweites kleines Glas habe ich dann als russische Gurken eingelegt. Sehr lecker im Würzansatz, aber auch hier noch zu salzig. Jetzt habe ich nochmal eine Menge Rezepte verglichen und das mit dem geringsten Salzanteil als Basis genommen.

Rezept: Russische Einlegegurken

Gurken (gut bürsten, 2-3 Stunden in kaltes Wasser legen, danach die Enden abschneiden und ein paar Mal einstechen)

Meerettichblätter, Estragon, Dill, Dillsamen, Johannisbeer-Blätter (alternativ auch Kirschbaumblätter), Basilikum

Knoblauchzehen, geviertelte Zwiebel

abgekochtes Salzwasser (auf 1 Liter, ein Eßl. Salz)

Die Gurken abwechselnd mit den Kräutern und den anderen Zutaten in ein großes Glas (oder Steinguttopf) schichten, mit dem abgekochten Wasser, in dem das Salz aufgelöst wird, übergießen. Mit einem Tuch zudecken und 3-4 Tage stehen lassen. Dann schmecken sie schon sehr lecker. Nach noch einer Woche (ca.) beginnt die Milchsäuregärung. Dann wird die Flüssigkeit trübe. Ist aber ok so. Der Geschmack verändert sich dadurch natürlich.

Inwieweit man diesen Zustand dann weiter konservieren (sprich einkochen) kann und wie das schmeckt, das habe ich noch nicht versucht. (Soll aber gehen) In diesem Jahr sind es so wenige Gürkchen, dass ich sie lieber gleich wegessen mag.

Ach – und was ich dann in einigen Wochen mit dem Balkon-Hokkaiden mache (die derzeit eine niedliche Murmelgröße haben) DAS überlege ich bis dahin in Ruhe 😉

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2 Kommentare zu „Gurkenzeit auf Balkonien

  1. Geht (noch)! Aber ich habe dieses Jahr eine lustige Tomatensorte. Sehr große kartoffelartige Blätter … de machen dauernd schlapp. Bin mal gespannt, was das für welche werden. Wachsen und tragen tun sie wie die Hölle 😀

  2. Musst du die auch immerzu gießen? Ich habe mal einen richtig großen Kürbis auf dem Südbalkon gezigen – und musste sechsmal am Tag gießen 😦 )))

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