Gartenzwerge & grüne Läuse

Der Garten im Juni

Uh, endlich nach einer ziemlich trüben und verregneten Woche, war es gestern schön und einladend im Garten. Wobei ich zuerst am liebsten weggelaufen wäre vor all der Spontanvegetation, die sich erdreistet hat, leise still und heimlich vor sich hinzuwuchern in den Tagen, die ich nicht da war.

Eigentlich hatte ich vor die Erbsen wegzumachen, aber spannenderweise haben die in diesem Jahr nochmal einen riesen Schub gemacht und blühen erneut so schön, dass ich sie weiter stehen lasse.

Diese Entscheidung hat mich allerdings etwas in die Bredouille  gebracht, bin ich doch gestern mit ordentlich Mangold, Rote Beete und den ersten Wintersalat-Setzlingen losgezogen, denen es im Balkonkasten langsam zu eng wurde. Wohin mit dem Zeug.

Der Regen hat den ersten Kohlraben etwas zugesetzt, einige waren schon ein wenig aufgeplatzt. Also, raus damit … und tatam Platz geschaffen. Nun wird es morgen böhmische Küche geben im Hause Scratchy: Fleckerln und Kohlrabenkraut. Mnjam … lecker. Gut, dass ich auch schon eine ordentliche Kümmelernte habe, den braucht es dazu.

Meine Gurkengewächse wollen dieses Jahr nicht recht. So eine mickrige Zucchini hatte ich noch nie, auch die Gurken kümmern ein wenig vor sich hin. Ob ihnen diese Gartenseite nicht behagt? Oder ist es das Wetter? Immerhin hat der Hokkaido gut zugelegt, er fängt schon an zu kriechen und setzt die ersten Blüten an. Der Butternut könnte allerdings etwas besser wachsen, der will auch nicht wirklich. Der wollte aber letztes Jahr auch nicht. Da hatte ich die sensationelle Ernte von einer Frucht. Schmeckte umso besser, das rare Teil 😀

Über die Tomaten freue ich mich riesig, die haben in der letzten Woche sicherlich an die 20cm gemacht. Zwischen die Tomaten habe ich in diesem Jahr Basilikum ausgesät – soll angeblich den Pflanzen gut tun … und siehe da, es sprießt und gedeiht.

Die Stangenbohnen fangen an zu klettern und die Buschbohnen sind in voller Blüte. Sieht gut aus. Meine Saubohnen waren in diesem Jahr leider ziemlich … nunja dürftig. Gestern habe ich die Hand voll geerntet, die die Läuse übrig gelassen haben. Schade, wo ich sie so gerne esse.

Was gibt es noch? Erdbeeren gibt es keine mehr. War wohl zu feucht und zu kalt … oder hat den Schnecken zu gut geschmeckt?

Morgen werde ich die Schwarzen Johannisbeeren abnehmen und auch einen ersten Schwung der Jochelbeeren. Mal sehen, was ich damit anfange. Die Brombeeren wachsen und gedeihen, auf die bin ich gespannt, die Pflanze habe ich im Herbst gesetzt. Stachellose, sollen allerdings nicht ganz so intensiv schmecken, wie „echte“. Mal schauen.

Gestern bin ich vor lauter Hektik nicht dazu gekommen zu fotografieren, aber ich denke, dass ich morgen ein paar Bilder nachreichen werde.

Der Garten im Juni ist fein. Erste Naschereien und diese wunderbare Aussicht auf – mehr 😀

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Ein Kommentar zu „Der Garten im Juni

  1. Ich kann Dich gut verstehen. Als ich letztes Wochenende bei Freunden auf dem Land war und dort im Garten gewachsenen Kopfsalat und Holunderbeergelee von selbst geflückten Beeren genossen habe, wurde mir wieder klar, was mir als gartenloser Stadtmensch fehlt.

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