Kompostereien

Beginnender Reifeprozess?

Ich hatte ja in der vergangenen Woche den schon voll bepackten Schnellkomposter mit einer Hefezuckerlösung durch vier Kanäle „geimpft“. Zwar habe ich kein Thermometer, aber gestern schien mir das Innenleben ausgesprochen warm. Sehr schön. So kann es weitergehen.
Um mein „Bioklo“, das ich im Gartenhäuschen habe, schicklich zu entleeren, habe ich mit einer dicken Stange in die Mitte des Komposthaufens einen breiten Kanal eingestochen, so dass ich den Wassereimer genau dort hineingießen kann. Ein wenig „gschamig“ ist das schon, ich weiß, vor allem, weil die flüssige Hinterlassenschaft so mit Wasser verdünnt ist, dass es nicht riecht, aber naja …

Der Versuch, handelsübliche Buchenholzkohle selbst zu zerkleinern, um eine Basis für meine Terra preta Experimente zu bekommen, war so demotivierend, dass ich mich nach Alternativen umgesehen und sie auch gefunden habe. Es gibt einen Lieferanten in der Nähe, der pflanzliche Biokohle vertreibt, die schon in der Größe ist, wie ich sie brauche und vor allem billiger als die Grillkohle. Prima. Heute wird das Mammutpaket wohl ankommen (armer Wallfraff, hoffentlich trifft es ihn nicht!) … dazu habe ich gleich ein Kilo Urgesteinsmehl mitgeordert.

[Nachtrag und Korrektur: Der Herr Wallraff hätte das Paket problemlos gestemmt, denn ich habe in meinem Bestelleifer mal wieder nicht ordentlich gelesen. Es waren keine Kiloangaben, sondern Literangaben #schäm. Was bedeutet: 10l Pflanzenkohle sind gerade mal 3,6kg leicht und damit muss ich auch meine Angaben bezüglich der Kosten relativieren. Bekomme ich ein Kilo Buchenholzgrillkohle schon (je nach Menge und Qualität) sagen wir, im Schnitt 2,30 Euro, kostet mich die feine Pflanzenkohle gut 3 Euro das Kilo. Mhm. Nun gut, für das Experiment soll es mir das wert sein. Betrachte ich allerdings das „Säckchen“ und denke an meine 230qm Grund, dann werde ich einigermaßen unsicher, was mein Experiment betrifft. Aber jetzt wird erst mal gesichtet und geschichtet]

Mein Plan ist dann, den jetzt vor sich hindümpelnden Schnellkomposter noch einmal umzuschichten, mit jeweils einer Lage Biokohle und einer Schicht der (dann hoffentlich schön gärenden) Substanz aus der blauen Tonne. Die kommenden warmen Tage dürften dann hinreichend sein, um den Prozess ordentlich anzukurbeln. Ich bin sehr gespannt.

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